Porsche 944 S

Porsche 944 S: Erster Fahrbericht

— 24.01.2011

16 Ventile machen den Porsche friedlich

AUTO BILD-Archiv-Artikel 50/1986: Röhrende Auspuffe, heikles Handling, unnachgiebige Fahrwerke – das war gestern. Heute sind Porsche fast handzahm. Das muss aber kein Nachteil sein. Beispiel: der 944 S.

Heiligs Blechle! Porsche zieht sich immer mehr selbst den scharfen Zahn. Mehr PS unter der Haube, mehr ausgefeilte Technik – und Deutschlands Sportwagen Nr. 1 verliert von dem, was ihn einst berühmt gemacht hat. Kein heiseres Donnergrollen vom Motor. Kein Kampf mit der Lenkung und dem Fahrwerk. Richtig sanft und friedlich werden die neuen Autos aus Stuttgart-Zuffenhausen. Wenn man mich mit verbundenen Augen in den neuen 944 S mit Sechszehnventil-Motor gesetzt hätte, ich hätte vom Fahrgefühl und von der Geräusch-Kulisse auf den Mercedes getippt. Damit wir uns recht verstehen: Ich liebe solche Autos, die Leistung haben und nicht zu Aggressionen am Steuer verleiten; denn Power hat er schon.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Ich spürte die 190 PS zunächst kaum. Erst die Ziffern auf der Stoppuhr zeigten dann, dass sich Fahrer und Auto sehr geschwind bewegen. Der "S" soll in erster Linie 944-Fahrer bei der Stange halten, die aufsteigen wollen und denen der 944 turbo (er wird im Herbst schon ca. 75.000 Mark kosten) einfach zu teuer ist. Ob diese Idee der Marktstrategen Erfolg hat, bleibt abzuwarten. Der 944 S kostet zwar "nur" 58.950 Mark. Dafür bekommt der Käufer noch kein sehr komplettes Auto. Unbedingt dazu gehört eine ABS-Bremse – die es ab sofort für alle 944er gibt – für ca. 3900 Mark Aufpreis und die tadellose Servolenkung: Sie gibt fabelhaften Straßenkontakt und ist gar nicht „unsportlich". Dafür sind 1290 Mark hinzublättern.

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Zurück zum Fahren: Der Fahrkomfort ist Spitzenklasse. Die Abstimmung von Federung und Fahrwerk ist eher weich. Das etwas Schmusige am 944 S kommt auch von den Motor- und Fahrgeräuschen. Der Auspuff mit Katalysator drückt die Lautstärke um 3 Dezibel gegenüber der normalen, ungefilterten Abgasanlage. Die volle Kraftentfaltung des ohnehin schon sehr laufruhigen Vierzylinders mit Ausgleichswellen ist beim 16-Ventiler bewusst in den Bereich über 4000/min gelegt worden. Die entscheidende Mehrleistung steht also auf der Autobahn zur Verfügung, wo der "S" bis knapp über 6000/min dann richtig anbeißt. Beim ersten Aufgalopp übertraf er mit 232 km/h die offizielle Höchstgeschwindigkeit schon um 4 km.

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