Premiere BMW-Zwölfzylindermotor

Premiere: BMW-Zwölfzylindermotor

— 13.04.2011

Feiner kann's noch keiner

AUTO BILD Archiv-Artikel 29/1987: Zwölfzylinder gelten weltweit als Gipfelleistung der Motorentechnik. Wer solch ein Triebwerk im Programm hat, zählt zu den Allerfeinsten des Autogewerbes.

BMW startet einen neuen technischen Höhenflug, löst mit seinem Zwölfzylinder für den 750, der nächste Woche vorgestellt wird, einen Run nach hubraumstarken Motoren bei anderen deutschen Marken aus. Das Meisterwerk der Münchner Ingenieure wird nicht lange allein bleiben. Deutschlands längst vergessene Nobelmarke Maybach (heute nur noch als Hersteller von Großmotoren im Markt) baute noch bis 1939 Zwölfzylindermaschinen in ihre Edelautos. Die Riesenmotoren leisteten 200 PS aus acht Liter Hubraum(!) und waren eigentlich für den Antrieb von Luftschiffen gebaut.

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Deshalb wurden die Maybachs auch mit Beinamen Zeppelin verkauft. BMW, der jetzige Herausforderer, hat zuletzt 1935 einen Zwölfzylinder gebaut, allerdings als Flugmotor. Und in den 70er Jahren wurde fleißig an einem Zwölfzylinder gewerkelt, der aus dem Zusammengießen von zwei Sechszylinder-Hälften entstanden war. Das vielversprechende Stück wurde bald wieder zu den Akten gelegt. Diese Entscheidung, damals von den Zweifeln der Ölkrise genährt, war eine Fehlentscheidung. Das dämmerte den Managern im Münchner Vierzylinder-Hochhaus rasch. Ein halbes Jahrzehnt später waren die Bayern wieder dran.

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Im November 1982 gab BMW-Chef Eberhard von Kuehnheim erneut grünes Licht für die Entwicklung eines Übermotors, um endlich dem Erzrivalen aus Stuttgart-Untertürkheim Paroli zu bieten. Was selten in einer Autofabrik eintritt, war hier technische Vorgabe. Die BMW-Oberen ließen ihren Ingenieuren vollkommen freie Hand. Sie durften also zeichnen und walten, wie sie wollten, mussten nicht wie vorher aus vorhandenen Motorteilen ein neues Stück herstellen. Nein! Sie durften ein von der untersten Schraube der Ölwanne an völlig neues Triebwerk bauen. Eine Traumaufgabe für jeden Motoreningenieur. Konstruktionsbeginn war am 1. Dezember 1982.

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