Prototypen-Sammlung

Prototypen-Sammlung

— 13.04.2008

Traumautos an der Elbe

Auto-Ästheten haben eine neue Anlaufstelle: 50 sehenswerte Boliden locken sie in eine Prototypen-Austellung nach Hamburg. Neben historischen Fahrzeugen gibt es auch Erinnerungsstücke von Rennsportlegenden zu besichtigen.

Die schweren Rennwagen im alten Fabrikgebäude sind auf Hochglanz poliert. Der neue Hamburger Boom-Stadtteil Hafencity bietet mit der Automobilsammlung "Prototyp – Personen.Kraft.Wagen." eine neue Attraktion. Was die Autofans Oliver Schmidt und Thomas König auf 2500 Quadratmetern geschaffen haben, soll aber kein Museum sein. "Der Begriff Museum ist schwer, staubig und langweilig. Das sind wir nicht", erklärt Schmidt. Auf drei Stockwerken lenken die einheitlich in Weiß gehaltenen Ausstellungshallen die Aufmerksamkeit auf die Exponate, welche möglichst für sich selber sprechen sollen. Große Erklärungsschilder gibt es hier nicht. Vor den Fahrzeugen informieren in den Boden eingelassene Vitrinen über die wichtigsten Fakten. Auf Monitoren werden Filme und Fotos der Wagen in Aktion präsentiert.

In einer Sonderausstellung zur deutschen Rennsportgeschichte ist unter anderem eines der Lieblingsstücke von Schmidt und König zu sehen: der 1948 von Petermax Müller gebaute Stromlinienwagen "VW-Spezial". Nur dank der engen persönlichen Beziehung der beiden Initiatoren zur Familie des Rennfahrers steht der Wagen heute hier. Doch nicht alle Objekte sind so alt wie der Wagen von Petermax Müller. Einige stammen aus den 90er Jahren, zum Beispiel ein grüner Jordan 191. In diesem Auto war Michael Schumacher 1991 im belgischen Spa-Francorchamps zu seinem ersten Formel-1-Rennen gestartet.

Bei der "Prototyp" stehen aber nicht nur Maschinen im Vordergrund, sondern auch Menschen, die eine Leidenschaft für Autos haben. "Wir wollen auch Personen darstellen, die eigene Visionen hatten und diese Wirklichkeit werden ließen", sagt Schmidt. Im Hauptteil der Sammlung sind neben rund 20 historischen Fahrzeugen auch Erinnerungsstücke von Rennsportlegenden und Automobilpionieren zu sehen. Auf Computerschirmen kann der Besucher durch digitalisierte Fotoalben blättern. Sollte das eine oder andere "Museumsstück" mal fehlen, ist es wohl gerade auf Spritztour. "Alle Ausstellungsstücke, die fahrbar sind, werden auch gefahren", sagt Oliver Schmidt. Schließlich würden Autos nicht gebaut, um stillzustehen.

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