Essen auf Rädern

Raststätten-Konkurrenz

— 26.01.2011

Burger-Begehren

AUTO BILD Archiv-Artikel 49/1986: McDonald's und Mövenpick drängen auf die Autobahn. Doch bis sie dort sind, gibt es noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Natürlich bürokratischer Art.

Nanu! McDonald's und Mövenpick an der Autobahn? Gibt's das denn schon? Noch nicht. Indes: Fast-Food-Fans der amerikanischen Hamburger-Kette oder Feinschmecker, die das Angebot der Schweizer Restaurants schätzen, können hoffen. Die Firmen verhandeln bereits mit dem Bundesverkehrsministerium und seiner für Finanzierung und Verpachtung der Raststätten zuständigen Gesellschaft für Nebenbetriebe (GfN). Obwohl McDonald's und Mövenpick das gleiche Ziel verfolgen, müssen jeweils völlig verschiedene Hindernisse beseitigt werden. Die sind so unterschiedlich wie deren Speisenkarten.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Um eben die angebotenen Speisen geht es zum Beispiel bei McDonald's. Die GfN verlangt von allen Raststättenpächtern, dass sie Gerichte für jeden Geschmack und Geldbeutel offerieren, für Kinder und Senioren, für Gäste mit großem und kleinem Appetit. Eine Bedingung, die McDonald’s unmöglich erfüllen kann. Das "etwas andere Restaurant" ist allerdings bereit, etwas mehr Vielfalt zu bieten: Neuerdings gibt's Milch, Salate, erprobt werden außerdem Frühstücks-Angebote mit Pfannkuchen, Spiegel- und Rührei, Schinken-Ei-Sandwiches. Weil diese Speisenkarte nicht allen Wünschen gerecht wird, hat McDonald's den Vorschlag gemacht, Zweitbetriebe neben bestehende Raststätten zu bauen und zu pachten.

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Das Prinzip ist nicht neu: Einige Tankstellen führen direkt neben Raststätten eigene Schnellimbisse. Damit der Pächter des traditionellen Restaurants nicht um seine Einnahmen bangen muss, soll er bei der Wahl des Konkurrenzpächters mitreden können. Ein Familienmitglied könnte den Zweitbetrieb leiten. Ganz andere Probleme müssen ausgeräumt werden, ehe Mövenpick sein erstes Restaurant an deutschen Autobahnen eröffnen kann. (In der Schweiz bewirtschaftet Mövenpick 14 von insgesamt 38 Autobahn-Raststätten.)

'Ich kann keinen fertigen Rasthof übernehmen, ich brauche einen Maßanzug", macht der Mövenpick-Deutschland-Chef Wolfgang vom Hagen deutlich, worum es ihm geht. Damit der typische Service geboten werden kann, müssen bestimmte technische Voraussetzungen (Baustil, Kücheneinrichtung) gegeben sein und muss auch eine Inneneinrichtung eingebaut werden dürfen, die "eine Atmosphäre zum Entspannen" (vom Hagen) schafft. Dieses Mitspracherecht gibt's bislang nicht: Wie gebaut und was installiert wird, entscheidet laut deutschem Gesetz das jeweilige Bundesland, das den Bau auch errichten lässt. Vom Hagen ist dennoch zuversichtlich: "Ich träume immer häufiger davon, über dem Frankfurter Kreuz ein Brückenrestaurant zu errichten – mit Eingängen von allen vier Seiten."

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