Youngtimer für den Winter

Ratgeber: Coole Youngtimer für den Winter

— 04.01.2017

Allrad-Oldies für Matsch und Schnee

Mit Allradantrieb trotz Wintereinbruchs flockig durch den Schnee pflügen – kein Problem für diese Youngtimer. Diese Autos machen noch lange Freude!

Draußen sinken die Temperaturen, drinnen steigt die Stimmung. Klassiker-Fans haben alles richtig gemacht, wenn Sie ihren wertvollen Oldtimer gut konserviert im trockenen Winterlager eingekellert haben, während ein kultiger Youngtimer die Mobilität im Winter sicherstellt.

Auf der rund zwei Meter langen Ladefläche können Vater und Sohn bei Bedarf übernachten.

Beispiel Nummer 1: Der Land Rover Defender. Ein Druck auf den Knopf, ein dumpfes "Plopp", und die federleichte Alu-Tür schwingt an ihren außen festgeschraubten Scharnieren auf wie die winzige Einstiegsluke einer Raumkapsel. Ohne Trittbretter als Kletterhilfe gleicht das Einsteigen dem Kraxeln auf einen Hochsitz, und auch der Innenraum wirkt, als hätten sich die Entwickler vom Charme einer Holzfällerhütte inspirieren lassen. Ein 2004er Land Rover Defender ist eben nichts für Weicheier. "Papa, lass uns endlich losfahren", sagt mein Sohn Julian (5) und zupft ungeduldig an meiner Jacke. Er ist mit dem Landy groß geworden, denn ich besitze ihn schon seit über acht Jahren. Damals hatte er rund 46.000 Kilometer auf dem Zähler, jetzt sind es knapp 20.000 mehr. Vorher hat er meinem Redaktionskollegen Thomas Wirth gehört, der ihn im Juni 2004 neu gekauft und ihm ein Jahr später eine aufwendige Hohlraumkonservierung spendiert hat.

Verbrauchstest: Die sparsamsten Oldies

Gebrauchte Defender richtig teuer

So muss ein Landy innen aussehen: wild, zerklüftet – und nicht weichgespült wie ab 2007.

Für die Sondermodelle Autobiography, Heritage oder Adventure, die 2015 als Abgesang auf den Ur-Landy auf den Markt gekommen sind, werden zum Teil Spekulantenpreise knapp über 100.000 Euro aufgerufen. Neuwertige Bandabläufer aus den letzten Produktionsmonaten sollen bereits für knapp unter 60.000 Euro den Besitzer gewechselt haben. Selbst Brot-und-Butter-Modelle wie mein 2004er sind nicht billig, da sie selten so wenige Kilometer haben. Unter 25.000 Euro ginge nichts, das ist fast der Neupreis von 2004. Aber ich will ihn ja nicht verkaufen. Zumindest was harten Geländeeinsatz angeht, muss es eben doch nicht immer Daktari sein.

Gebrauchtwagensuche: Land Rover Defender



Mehr Radstand und serienmäßiger Allradantrieb machen den 996 Turbo zum berechenbaren Begleiter. 450 PS reichen für 307 km/h Spitze.

Beispiel Nummer 2: Porsche 911 Turbo S (996). Lassen Sie uns über Geld reden. Ein guter 996 Turbo kostet heute so viel wie ein neuer VW Touareg in Basisausführung. Klar, über Aufladung und Allradantrieb verfügen beide, aber welcher wird in naher Zukunft wohl an Wert zulegen? Und macht mehr Spaß? Eben! Das Topmodell der ersten wassergekühlten 911-Familie kam im Januar 2000 auf den Markt. Schluss mit Spiegelei-Lampen, zu wenig Dampf und weichgespültem Habitus – mit dem von AUTO BILD geprägten Begriff des "Lenor-Porsche" hatte der 996 Turbo so gar nichts zu tun. Wer damals immer noch meinte, nörgeln zu müssen, der war ein Porsche-Fan des alten Jahrtausends geblieben.

Gebrauchtwagensuche: Porsche 911

Dem 996 fehlt es an Sound

Günstige Materialien im Cockpit, Schalter und Knöpfe im ovalen Bio-Design. Typisch für Porsche dieser Zeit.

Der Biturbo-Motor entsprach mit 420 PS in der Leistung dem Triebwerk des vorherigen Super-Turbos 993 GT2. Ab November 2011 gab es auf Wunsch eine Werksleistungssteigerung (WLS) auf 450 PS bei 5750/min. 2003 ergänzte das Turbo Cabrio die 911-Modellpalette, das erste seit Auslaufen des Urmodells im Jahr 1989. Das letzte Aufgebot der Baureihe erschien im Mai 2004 in Form des 911 Turbo S und Turbo S Cabrio, ab Werk mit 450 PS. 142.248 Euro kostete das Coupé, 152.224 die offene Version – gut ein Dutzend Jahre später pendeln die Preise um die 50.000 Euro. Alles super? Nein, nicht ganz. Während andere Elfer rauschen, bellen oder aus tiefer Kehle böse grollen, läuft der 996 einfach nur im Leerlauf vor sich hin. Im Heck herrschen Feuer und Wasser, dem guten Ton eines typischen Porsche 911 ist das abträglich. Es ist das Einzige, was dem 996 Turbo ernsthaft vorzuwerfen wäre. Hier finden Sie Youngtimer, die nicht nur einen Winter lang Freude machen.

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