Ratgeber Ersatzteile

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— 09.03.2007

Richten statt vernichten!

Vom Anlasser bis zum Zündverteiler – jeder Oldie braucht mal neue Teile. Die gibt es mit Glück vom Hersteller direkt. Oder bei Spezialbetrieben. In denen noch richtig repariert wird.

Oldtimerfahrer sind Jäger und Sammler. Ist der Traumwagen erlegt, geht es ans Teilesammeln. Denn selten ist der Neuerwerb in einem perfekten Zustand. Für den stolzen Besitzer heißt das: Die erste Fahrt wird kurz – rauf auf die Hebebühne zur Bestandsaufnahme. Nicht selten folgt das böse Erwachen. Neben rostenden Blechen sind Anbauteile die üblichen Problemkandidaten. Dreht der Anlasser kraftvoll? Zündet der Motor? Fließt Kraftstoff? Lädt die Lichtmaschine? Und hält der Auspuff dicht? Ein Nein bedeutet: suchen. Erst die Ursache, dann die Teile für die Reparatur. Schön, dass mitunter auch der Hersteller hilft. Denn einige Autobauer haben eine eigene Klassik-Abteilung, die für Nachschub sorgt. Das ist zwar der einfachste, aber auch meist der teuerste Weg. Oft geht es mit freien Reparaturbetrieben oder Teilehändlern preiswerter. Viele sind spezialisiert auf die Reparatur von Motor, Getriebe, Anlasser, Lichtmaschine oder Steuergeräten.

Ersatzteile vom Oldtimermarkt

Ob Mannheim im Süden oder Bockhorn im Norden, Ersatzteilemärkte sind eine wichtige Quelle für das Hobby. Wichtig: Schon zu Hause eine Einkaufsliste mit genauer Teilebeschreibung erstellen, Fotos oder Muster helfen bei der Suche. Teilepreise möglichst vorab im Internet ermitteln, je nach Zustand Abschläge aushandeln. Gibt es bei der Restaurierung Probleme, findet sich meist ein kompetenter Fachmann auf dem Markt. Originale Ersatzteile direkt vom Hersteller gibt es bei folgendes Adressen:
BMW, www.bmw-mobiletradition.de, Telefon 01805/ 23 53 53
Mercedes, www.mercedes-benz-oldtimerservice.com, Telefon 0711/ 178 40 40
VW/Audi, www.vw-classicparts.de, Ersatzteile für luftgekühlte Fahrzeuge: Telefon 05361/ 30 85 77 11, Ersatzteile für wassergekühlte Fahrzeuge: Telefon 05361/ 30 85 77 22
Opel, www.opel-classicparts.com, Telefon 0180/ 500 90 97
Porsche, www.porsche.de, Telefon 0711/ 911 257 29

Anbauteile instandsetzten, Steuergerät reparieren, Motor tauschen

Eine einfache Anlasser- und Lichtmaschinenüberholung bekommen geübte Bastler selbst hin. So lassen sich etwa verschlissene Kohlebürsten der Lichtmaschine meist preiswert tauschen. Handelt es sich aber um einen Totalausfall, muss der Fachmann ran. Tipp: Bei der Anlasserüberholung den Einbau einer Neun-Volt-Wicklung veranlassen. Der Anlasser dreht deutlich schneller, selbst kompressionsschwache Diesel springen wieder an. Gerade bei Oldtimermotoren leiden Kolben und Lager unter langen Standzeiten oder hohen Laufleistungen. Beides führt im schlimmsten Fall zum Totalausfall des Aggregats. Die preiswerteste Reparaturvariante ist ein Gebrauchtmotor. Meist ausgebaut verkauft, lässt sich dessen Qualität aber nur schwer einschätzen. Mehr Sicherheit bietet ein instandgesetzter Motor oder ein Austauschmotor. Seit den frühen 70er-Jahren zieht immer mehr Elektronik in unsere Autos. Erste Engpässe bei der Ersatzteilversorgung gab es schon. So laufen viele der BMW-M1-Supersportwagen nur noch, weil findige Tüftler Steuergeräte reparieren. Oft sind Kleinigkeiten, z.B. kalte Lötstellen oder ausgelaufene Kondensatoren, der Grund dafür, warum elektronische Helfer ihren Dienst verweigern. Für Bastler gilt: Steuergeräte aus Schlachtfahrzeugen zu lagern ist keine langfristige Lösung. Grund: Elektronische Bauteile altern relativ schnell, acht Jahre im Regal können schon zu lange sein.

Autor: Bernd Volkens

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