Ratgeber: Heiße Tipps für kalte Tage
— 07.12.2012So wird´s im alten Auto mollig warm
Wer auch in der kalten Jahreszeit seinen Klassiker nutzen will, muss rechtzeitig präpariert sein. Denn vorsorgen ist besser als frieren. Wir zeigen, was geht, damit der Kaltstart für Mann und Maschine seinen Schrecken verliert.
Winterzubehör: Was jetzt in Ihr Auto gehört
In jüngerer Zeit arbeitet BMW an einer neuen Variante. Die Bayern wollen künftig den Motorraum so kapseln, dass der Antrieb nach zwei Tagen nicht völlig ausgekühlt sein soll. Doch einen Oldtimer in eine Daunenjacke packen, das funktioniert nicht. Besser scheint da eine Lösung, die in Skandinavien verbreitet ist: Tauchsieder in den Motor und das Öl vorwärmen. Der Motorvorwärmer von Defa heizt zusätzlich den Innenraum. Das Ganze funktioniert per Zeitschaltuhr oder Fernbedienung. Nachteil: Die Systeme brauchen eine 230-Volt-Steckdose. Dafür wird aber gleichzeitig auch die Autobatterie geladen. Diese Variante ist also nichts für Randstein-, sondern nur was für Garagen-Parker. Die vornehmste Möglichkeit, Kaltstarts zu vermeiden: eine Standheizung. Zwei große Anbieter sind auf dem Markt, Eberspächer und Webasto. Prinzipiell arbeiten die Systeme gleich: In einer kraftstoffbetriebenen Brennkammer wird das Kühlwasser erwärmt. Eine Pumpe drückt anschließend das heiße Wasser durch den Kreislauf. Vorteile: Motor und Autoheizung sind auf Betriebstemperatur. Eine spezielle Variante erwärmt nur Luft im Innenraum, eine gute Lösung für Wohnmobile. Nachteile: aufwendiger Einbau in der Werkstatt – und deshalb Kosten von mindestens 1000 Euro. Praktisch wiederum: Moderne Standheizungen lassen sich sogar per Smartphone schalten. Bei Anruf – Wärme.
Nie wieder kratzen: Schön warm dank Standheizung
Eine Sitzheizung erspart zwar keine Kaltstarts, steigert dafür aber den Innenraum-Komfort. Selbst Oldies lassen sich unauffällig und H-Kennzeichen-konform mit günstigen Bausätzen (ab circa 60 Euro) aus dem Fachhandel nachrüsten. Wer diesen Aufwand scheut, kauft eine heizbare Sitzauflage. Die gibt’s ab 15 Euro im Baumarkt. Die passt allerdings nur zu 12-Volt-Autos mit größerer Batterie. Etwas teurer ist es, anderen Teilen des Wagens einzuheizen. Für viele Oldtimer – etwa den Mercedes /8 – gab es eine heizbare Heckscheibe nur gegen Aufpreis. Wenn sie fehlt, ist das trotzdem kein Grund zur Sorge: Das Nachrüsten ist in den meisten Fällen problemlos möglich. Weniger sinnvoll: Heizlüfter, die von der Fahrzeugbatterie betrieben werden. Erst muss der Fahrer runter zum Auto, um das Teil einzuschalten. Und wenn der Lüfter zu lange läuft, ist irgendwann die Batterie leer. Praktischer: Winterpakete der Hersteller einbauen. Oft können sie nachgerüstet werden. Dann verliert der Frost seinen Schrecken. Und weniger hartgesottene Oldiefahrer können ihr altes Auto mollig warm genießen.
Oben in der Bildergalerie zeigen wir, wie Sie Heizung und Kühlung Ihres Oldies checken und wie man Heizungen für Fahrer und Motor einbaut.
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