Horch bei der Hamburg-Berlin-Klassik

Recht: Oldie-Rennen

— 27.04.2012

Gleichmäßigkeitsprüfung ist kein Rennen

Eine Gleichmäßigkeitsprüfung mit Oldtimern ist kein Autorennen und somit versichert. Anders als bei normalen Autorennen geht es hier nicht um Höchstgeschwindigkeit, entschied ein Gericht.

Freunde von Gleichmäßigkeitsprüfungen in historischen Fahrzeugen dürfen sich freuen: Das Landgericht München II hat nach Angaben des Deutschen Anwaltvereins (DAV) entschieden (AZ: 10 O 1955/11), dass die in vielen Kfz-Versicherungsverträgen enthaltene sogenannte "Rennklausel“ bei einem sogenannten Gleichmäßigkeitswettbewerb nicht gilt. Bei einer Gleichmäßigkeitsfahrt gehe es darum, immer wieder die gleichen Rundenzeiten zu fahren. Es komme nicht darauf an, besonders schnell zu sein, auch wenn der Teilnehmer am Anfang beschleunigen und während des Wettbewerbs überholen müsse. Bei einem klassischen Autorennen sei die Lage anders, hier greife die "Rennklausel" und der Versicherungsschutz erlösche, weil dabei die üblichen Verkehrsvorschriften nicht gelten. Die Teilnehmer würden zu Höchstgeschwindigkeiten und damit einer riskanten Fahrweise verleitet, um zu gewinnen.

Überblick: Zum autobild.de Klassik-Channel

Im Falle eines Unfalls bei einem solchen "Gleichmäßigkeitswettbewerb" hat der Geschädigte Ansprüche gegenüber der Kfz-Versicherung des Unfallverursachers, so die DAV-Verkehrsrechtsanwälte. Auch die Anwaltskosten werden im allgemeinen ersetzt.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.