Renault Gordini kehrt zurück

Renault 8 Gordini von 1964 Renault 8 Gordini von 1964

Renault Gordini kehrt zurück

— 12.11.2009

Comeback von Renault Gordini

Der Name klingt nach Entfesselungskünstler: Und richtig, Gordini steht seit über 50 Jahren für entfesselte Motor-Kunst aus dem Hause Renault. Nun wird das französische Sport-Label zu neuem Leben erweckt.

Als der große Houdini seine zauberhaften Tricks vorführte, schraubte Gordini bereits kräftig an seinem zukünftigen Ruhm: Auch er ein großer Entfesselungskünstler, allerdings auf der Piste, wo er den Motoren von Simca und später Renault ungeahnte Kräfte entlockte. Amédée Gordini wurde am 23. Juni 1899 geboren und gab einer außergewöhnlichen Klasse von Sportwagen seinen Namen. In den 50er- und 60er-Jahren fuhren die von ihm entwickelten Höllenmaschinen sogar eigene Cups aus. Renault hat nun die Quasi-Marke wiederentdeckt und mischt im allgemeinen Zombi-Aufwärmen fröhlich mit: Ähnlich wie Fiat mit Abarth oder Aston Martin mit Lagonda bringen auch die Franzosen in Kürze Autos unter dem Label "Gordini" heraus. Es sind allerdings keine neuentwickelten Fahrzeuge, sondern besonders aufgepeppte Serienmodelle. Den Auftakt macht der Twingo Gordini RS, der am 25. November 2009 im Atelier Renault an den Champs Elysées in Paris enthüllt werden wird; offizieller Marktstart ist im Frühjahr 2010. Nur wenige Monate später ist der Clio Gordini RS dran.

Weiße Streifen auf leuchtend blauem Lack

Für den Renault 8 Gordini mit 1,3-Liter-Maschine stiftete Renault 1966 sogar eine eigene Rennserie um den "Coupe Gordini".

Ein besonderes Kennzeichen der aufgehübschten Serienmodelle werden die Farbgebung in leuchtendem "Bleu France" sowie eine auffällige Kriegsbemalung sein: Schon wie die echten Gordinis werden auch die Nachfahren am Lack sowie breiten weißen Streifen quer über die Karosserie zu erkennen sein. Amédée Gordini, der 1979 im Alter von 79 Jahren starb, selbst dürfte auf den späten Ruhm stolz sein; im übrigen ist es nicht das erste Mal, dass Renault ein Sondermodell nach dem einstigen Renningenieur benennt. Der gebürtige Italiener hatte bei Maserati eine Ausbildung zum Mechaniker gemacht und war schon in den 30er-Jahren für seine erfolgreichen Konstruktionen auf den Rennpisten Europas bekannt, die er mit Simca-Motoren ausstattete. Nach dem Krieg entwickelte er Formel-1-Rennwagen, mit denen zum Beispiel 1950 ein ehrenvoller 4. Platz in Reims glückte. Mit dem Renault 8 Gordini brachte der Ingenieur 1964 seine berühmteste Schöpfung auf den Markt. Fahrzeuge dieses Typs errangen im selben Jahr bei der Rallye "Tour de Corse" die Plätze eins, drei, vier und fünf. Mit der 1,3-Liter-Version rief Renault schließlich 1966 die "Coupe Gordini" ins Leben, die als "Mutter aller Markenpokale" gilt. Bis heute engagiert sich Renault Sport mit den jeweils aktuellen Modellen auf der Rundstrecke.

Autor: Roland Wildberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.