Retro Classics 2016: Bobby-Ewing-Benze jagen die Pagode

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Retro Classics 2016 in Stuttgart

— 22.03.2016

Bobby-Ewing-Benze jagen die Pagode

Die Pagoden sind schon unbezahlbar, nun schießen auch die Preise für den SL-Nachfolger R 107 nach oben. Ein Blick auf das Preisniveau bei der Retro Classics Stuttgart.

Raus aus dem Schatten der Pagode: Mercedes 300 SL (R 107) mit 8000 km auf dem Tacho und einem Preisschild über 140.000 Euro.

Auf der Retro Classics Stuttgart 2016 trat der Mercedes-SL-Roadster vom Typ R 107 endgültig aus dem Schatten der Pagode. Das glamouröse Auto, das in der US-Serie "Dallas" aus den 80ern das Spaßmobil von Bobby Ewing war, erklimmt ein neues Preisniveau: Nur Autos in US-Version kosten noch um 30.000 Euro. Für Roadster mit europäischer Herkunft sind dagegen meist 50.000 Euro fällig, das teuerste wurde zum Preis einer vollrestaurierten Pagode gehandelt, für 140.000 Euro! Natürlich wurde auch bei Pagoden wieder zugelangt: Die teuerste, ein 230 SL von 1963, sollte 250.000 Euro kosten! Mittlerweile fliegen auch die Preise des S-Klassen-Vorgängers W 111 hoch: Ein 71er 280 SE 3.5 war für astronomische 379.500 Euro im Angebot.

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911 von günstig bis teuer

Wer viele 911er sehen will, ist in Stuttgart richtig. Hier der allerteuerste für 357.000 Euro.

Messestars in der Stadt mit dem "S" im Kennzeichen waren, wie könnte es anders sein, wieder die 911er. Es gab sie in allen möglichen Baujahren, Farben und Zuständen. Wie es sich für eine Messe gehört, bewegten sich die Preise insgesamt auf hohem Niveau. Die Angebotspalette reichte von moderat für einen 1976er 2.7 S mit Austauschmotor (350.000 km) für 37.500 Euro. Das obere Ende der Fahnenstange markierte ein 911 von 1966, immerhin mit einem Preisschild statt dem Hinweis "auf Anfrage". Der blaue Porsche wurde für stolze 357.000 Euro angeboten! Gefühlt lagen die Preise aber nicht über denen des Vorjahres.

Gebrauchtwagensuche: Porsche 911

Mercedes SL R 107

Mercedes SL R 107 Mercedes SL R 107 Mercedes SL R 107

Liebhaberstücke für 10.000 bis 20.000 Euro

Wohltuenderweise war förderte der Rundgang auch viele bezahlbare Oldies zu Tage. Auch Käufer mit einem Budget um die 10.000 Euro konnten in Stuttgart fündig werden. Zum Beispiel in Halle 6: Dort standen Klassiker wie ein Simca 1000 GLS Baujahr 1978 mit 45.000 Kilometern und sehr schöner brauner Innenausstattung für 6900 Euro. Ob orangefarbiger Audi 100 von 1971 für 11.900 oder schilfgrüner BMW 525 (E12) von '77 für 9777 Euro: In den Hallen, im Bosch-Parkhaus und vor allem draußen auf dem Parkplatz war Oldie gucken und Oldie kaufen nicht immer eine teure Angelegenheit. Der Veranstalter freute sich über eine Rekordzahl von 90.000 Besuchern – von denen sich die meisten allerdings mit Stöbern und Fotografieren begnügten.

Des Kaisers letzter Benz

Der Mercedes 500 des letzten deutschen Kaisers faszinierte viele Besucher.

Im Atrium präsentierte das Louwman Museum einzigartige Karossen wie den gepanzerten Mercedes des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II. Dessen Auto Typ Nürburg 500 von 1933 verfügt unter anderem über eine Unterbodenheizung. Mittels einer im Fond angebrachten Konsole konnte der Monarch dem Fahrer Anweisungen geben, ohne mit ihm zu sprechen. Die entsprechenden Befehle ("Links, Rechts, Schnell, Kehrt, Haus, Halt, Langsam") wurden per Knopfdruck auf die Armaturen übertragen.

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US-Fans kamen auf ihre Kosten

Den Heckflügel vom Plymouth Superbird überragte der GM Futurliner bei weitem.

Erneut war die Retro Classics ein Paradies für US-Car-Fans. Halle 5 war ganz den Amerikanern gewidmet. Alles überragte (sogar den Mega-Heckflügel des Plymouth Superbird) diesmal der GM Futurliner, ein Showtruck aus den 40er Jahren. Hingucker in Halle 8: ein mit echtem Blattgold überzogener Neoplan-Bus. Überhaupt bot die nach eigenen Angaben größte Oldtimer-Messe Deutschlands vom verrotteten Scheunenfund bis zum Hochglanzklassiker von allem etwas. Kein Wunder also, das die Stimmung gut war und viele Aussteller zufrieden mit der Messe. S hat sich gelohnt.

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Autoren: Michael Struve, Martin G. Puthz,

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