Rolls-Royce Corniche

Rolls-Royce Corniche Convertible

— 07.09.2010

Das teuerste Cabrio der Welt

AUTO BILD-Archiv-Artikel 34/1986: Für rund 383.000 D-Mark gibt es eine schmucke Villa, oder das teuerste Cabrio der Welt. Sportlichkeit aber ist Fehlanzeige, trotz 220 PS aus fast sieben Litern Hubraum.

Im Stil der Blaublüter spreizen sich beide kleinen Finger nach außen. Sanft umfassen Daumen und Zeigefinger den dünnen Lenkradkranz. Wind fächelt der Lady auf den ledernen Rücksitzen jenes Maß an frischer Brise unter den Modell-Hut, das sie liebt und das ihr den Teint nicht zu sehr rötet. Der Blick des Fahrers schwenkt über eine Haube, deren Länge wohl die Ewigkeit der Marke Rolls-Royce symbolisieren soll. Und vorne, ganz vorne, ja da spreizt eine andere Lady die Flügel und blinzelt vorwitzig dem Vordermann ins Heckfenster: Sie wird im Volksmund etwas respektlos "Emily" genannt und stellt für "Rolls" das dar, was für Mercedes der Stern bedeutet.

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Die Summe all dessen ist auf einen ganz einfachen und höchst exklusiven Nenner zu bringen. Der heißt ganz offiziell Rolls-Royce Corniche Convertible. Das ist – schlicht gesagt – das teuerste Cabrio der Welt. Der Preis ist nicht der Rede wert. Die sich dieses Auto leisten können, reden nicht über Geld. Wir wollen ihn nicht verschweigen: 383.040 D-Mark. Mit einigen Extras lässt sich locker die Grenze von 400.000 D-Mark überspringen. Dieter Rybicki, Verkäufer bei Rolls-Royce-Importeur Auto Becker in Dusseldorf, klärt auf: "Manche wollen die Emily sogar mit Diamantsplittern." "Manche", das sind nicht viele: In Deutschland gibt es rund 50 Corniche-Besitzer. Vier bis fünf weitere kommen jedes Jahr hinzu.

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Kein Wunder, dass man nur allzu selten in den Genuss einer Begegnung mit diesem offenen Rolls-Royce kommt. Souvenir-, sprich "Emily"-Jäger haben keine Chance. Das gute Stück taucht bei der kleinsten druckvollen Berührung automatisch in die Tiefen des riesigen Chrom-behangenen Kühlers ab. Da bekommen Langfinger lange Gesichter und wahrscheinlich lacht das untergetauchte britische Fräulein dann ein bisschen gehässig. So beim würdevollen Dahingleiten auf dem dick gepolsterten Hochsitz kommt einem natürlich auch die Frage in den Sinn: Wer, bitte schön, kauft sich einen Corniche? Dieter Rybicki weiß dazu Verblüffendes: "Der Corniche ist der typische Zweit-Rolls-Royce".

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