Opel GT II auf US-Basis

Rückblick Opel GT II auf US-Basis

— 29.01.2016

Opels zweiter GT-Versuch verpuffte

Schon einmal kam eine Neuauflage des Opel GT, damals auf Basis einer GM-Plattform. Doch der schicke Roadster blieb ein Mauerblümchen. Rückblick.

Der Opel GT II ist auf dem Weg zum Klassiker, weil extrem selten ist.

Der erste Versuch, die Legende Opel GT wiederzubeleben, misslang 2007. Damals versuchte General Motors hierzulande den Neustart des Roadsters auf US-Basis. Doch der zweite GT, der auf dem Pontiac Solstice aufbaute, floppte. Und das, obwohl es ein bildschönes Auto war, ein echter Kopfverdreher. So stand er wuchtig da, mit seiner breiten Grinse-Front, den kessen Sitz-Höckern und dem hohen Heck. Dieser GT war der Corvette viel näher, als sein zierlicher Namensgeber von 1968 es jemals war.

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Kurvenreich 1: Mini-Corvette als Ur-GT

Der erste GT gilt als Mini-Corvette und verkaufte sich von 1968 bis 1973 rund 100.000 Mal.

Genutzt hat es nichts. Das lag nicht zuletzt am Anspruch des GT der zweiten Generation. Er sollte eine Art Porsche-Jäger werden, war dafür mit seinen maximal 264 PS aber zu langsam. Mehr als 229 km/h waren nicht drin, auch wenn der Spurt auf Tempo 100 in 5,7 Sekunden erstmal vielversprechend klang. Dazu kam ein komplizertes Verdeck. Elektrisch? Von wegen. Heckdeckel per Knopf im Handschuhfach entriegeln, aussteigen, Deckel öffnen, Verdeck rausholen, einsteigen, Verdeckhebel am Dachholm verriegeln, wieder aussteigen und Deckel ins Schloss werfen. Dieses Prozedere und der Kofferraum von der Größe eines Handschuhfachs fielen bei den Kunden durch. Gerade einmal drei Jahre wurde der GT verkauft, dann war es vorbei. Die Zahl der zugelassenen GT II bewegt sich in sehr übersichtlichen Dosen. Gerade das könnte ihn zum künftigen Klassiker reifen lassen.

Besser als das Original, aber ohne dessen Erfolg

Und das Original: Der GT punktet mit Kurven wie die der Monroe, ist eine Mini-Corvette mit Großserientechik und deshalb sogar erschwinglich. Mit 90 PS als GT kostete das kurvenreiche Gerät 11.880 Mark und schaffte damit immerhin 186 km/h Spitze, denn der GT war gerade mal 960 Kilo leicht und damit eine Art Porsche-Jäger. Dazu war der Unterhalt vergleichbar günstig, denn die Technik stammt aus dem Kadett und dem Rekord. Schrauben war einfach, die Ersatzteillage entspannt. Tücken hat allerdings die kurvenreiche Karosserie: Kenner loben zwar ihre Ver­arbeitung, aber sie ist komplett ver­schweißt und fordert bei Reparaturen einen sensiblen Profi.

Kultauto Opel GT: Blick auf drei Generationen

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Neuauflage als Concept Car

Nummer drei soll 2017 folgen und die Idee des erschwinglichen Volkssportlers neu beleben.

Nun also die Neuauflage: Auf dem Autosalon Genf 2016 zeigte Opel den GT Concept. Bei der Studie handelt es sich um einen auf das Wesentliche reduzierten Sportler mit Frontmittelmotor und Hinterradantrieb.

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