Porsche 911 aus der Scheune

Porsche 911 aus der Scheune Porsche 911 aus der Scheune Porsche 911 aus der Scheune

Scheunenfund: Porsche 911 mit Vorleben als 901

— 17.02.2015

Porsche zerlegt den vergessenen 911

Der Sensations-911er aus Brandenburg bekommt ein zweites Leben: Die Werkstatt des Porsche-Museums arbeitet den maroden Renner auf. Der erste Schritt: Runter mit dem Lack.

Die Karosse von #57 ist gestrippt und wird per Rollwagen bewegt.

Porsche
haucht dem vergessenen 911er aus der Brandenburger Scheune neues Leben ein. In der Werkstatt des Porsche Museums in Stuttgart wird der ursprünglich als Porsche 901 gebaute 911 mit der Nummer 57, der jahrelang schrottreif und unerkannt in einer Scheune stand, wieder aufgebaut. Das Auto stammt aus der Serie der ersten 82 gebauten Fahrzeuge und wäre nach erfolgter Restaurierung der älteste 911er in der Porsche Sammlung.
Im August hatte ein TV-Team von RTL II für die Sendung "Der Trödeltrupp" das rote Sportcoupé in einer Scheune bei Potsdam in Brandenburg entdeckt. Weil das Auto für die Zuffenhäuser so wichtig ist, war der Ur-Elfer aus der allerersten Serie Porsche 107.500 Euro wert. Nummer 57 lief am 22. Oktober 1964 vom Band und trägt in der Karosserie die eingestanzte Nummer 300057.

Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen

Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen. Porsche-Museum in Stuttgart-Zuffenhausen.

Da wird ordentlich was zu schweißen sein: der Kotflügel muss neu aufgebaut werden.

Den 911er aus der Scheune zu restaurieren, ist ein ambitioniertes Projekt. Schließlich haben die Jahrzehnte ihre Spuren hinterlassen. Feuerverzinkte Bleche waren in den 60er-Jahren noch Zukunftsmusik. Entsprechend korrodiert ist die Karosse des verblichenen roten Coupés: Hinten links ist die Endspitze durchgerostet – wie auch das Stehblech zum Kofferraum. Die Karosserie des frühen Elfers weist viele Löcher auf, die Inneneinrichtung ist verschlissen. Kurz: Auf die Restaurateure kommt nun jede Menge Arbeit zu.

Ab musste der rote Lack

Innen dominiert der Rostbefall, nur das Armaturenbrett ist einigermaßen erhalten.

Als ersten Schritt zerlegten die Porsche-Techniker die marode Heckmotorflunder in ihre Einzelteile und entkernten die Karosserie. Die entfernte Inneneinrichtung gab den Blick frei auf großflächigen Rost im Innenraum. Dem Ziel eines möglichst weitreichenden Erhalts der Originalsubstanz stand der schlechte Karrosseriezustand entgegen.  Daher musste der Originallack weichen, die Rohkarosse wurde komplett entlackt, muss geschweisst und wiederhergestellt werden. Auch Motor und Getriebe wurden komplett zerlegt – damit der 911er neu erstehen kann. In den kommenden zwei Jahren soll der vergessene 911er restauriert und als Porsche-Botschafter bei Klassiker-Rallyes mitfahren. Zu den Kosten der Restaurierung wollte sich die Porsche-Sprecheren vorab nicht äußern.
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Die frühe Namensänderung von 901 in 911 rührt von einem Patentstreit zwischen Porsche und Peugeot aus dem Jahr 1964 her. Peugeot hatte sich alle dreistelligen Zahlenfolgen mit einer null in der Mitte schützen lassen. Kurz nach der Präsentation des neuen Sportwagens tauften die Zuffenhäuser das Auto zum "911" um. Das Umtaufen hat ihm nicht geschadet.

Scheunenfunde vom Sommer 2014

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