Schutzengel

Schutzengel im Auto

— 10.03.2011

Der Schutzengel fährt mit

AUTO BILD-Archiv-Artikel 15/1987: "Direkt vor den Gleisen versagten die Bremsen." oder "Mitten in der Stadt löste sich das Lenkrad". Horrorgeschichten für Schutzengel-Inhaber.

Der dunkelgrüne Golf von Marion Bitzer hatte schon 120.000 Kilometer auf dem Tacho, "doch optisch und technisch war das Auto einwandfrei", sagt die Büromaschinenmechanikerin aus Salz­gitter. "Schließlich war der Wa­gen frisch TÜV-abgenommen." Dann passierte etwas, wovon Marion heute noch so heftig träumt, dass sie aus dem Schlaf hochschreckt. "Ich war auf dem Weg von Salzgitter-Bad nach Salzgitter-Lebenstedt, hatte ge­rade an einer Ampelkreuzung gehalten und fuhr mit etwa 50 km/h auf einen unbeschrankten Bahnübergang zu." Die Gleise führen zum Stahl­werk Peine-Salzgitter, hier fah­ren nur Güterzüge, transportie­ren meist Eisen.

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Gut 200 Meter vor dem Übergang sah Marion Bitzer das rote Signallicht leuchten. Automatisch trat sie auf die Bremse – nichts. Mit der ganzen Energie ihrer damals 19 Jahre trat sie erneut aufs Bremspedal – wieder nichts. Der Wagen rollte ungebremst auf den Übergang zu. Während Marion langsam die Situation erfasste, sah sie von links den Güterzug auf den Übergang zukommen. Der grü­ne Golf und die braunen Güter­wagen mit ihrer tonnenschwe­ren Last waren genau auf Kolli­sionskurs. Noch 100 Meter, viel­leicht waren es auch nur 80. In Marion arbeitete es unauf­hörlich. Seit einem Jahr hatte sie ihren Führerschein, be­zeichnet sich als "ziemlich gute und bestimmt nicht langweilige Autofahrerin".

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Aber mit solch einer Situation war sie noch nie konfrontiert worden. Das lernt man auch nicht in der Fahr­schule. Noch 50 Meter, und der Golf rollte unaufhaltsam auf den Übergang zu. Immer näher kam das rote Blinklicht, das die dro­hende Gefahr anzeigte. An. Aus. An. Aus. Von links der Güter­zug. Vorneweg die blau-gelbe Diesellok, dahinter die dunkel­braunen Wagen, beladen mit Hunderten Tonnen Stahl. "Ver­flixt, warum funktioniert diese Bremse nicht?" Während Marion sich vom Schreck der ersten Sekunden erholte und zur Handbremse griff, entdeckte sie rechts einen schmalen Feldweg. Waren ihre Reaktionen bis­her langsam, so tat sie jetzt, zehn Meter vor dem Blinklicht, alles blitzschnell.

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