Schweizer Autofriedhof versteigert — 24.09.2009
Ende im Gelände
Für ihn war es "wie eine Beerdigung". Ein Schweizer Schrottplatzbesitzer hat seinen legendären Autofriedhof in Kaufdorf versteigern müssen. 795 Wracks waren im Angebot, das Höchstgebot lag bei umgerechnet 12.500 Euro.
Gerichtsbeschluss brachte das Aus
Zur Auktion reisten 3000 Händler, Privatpersonen und Schaulustige aus ganz Europa an. Inzwischen wurden die ersten Wracks abgeholt. Sie dienen vor allem als Ersatzteillager. Fahrzeuge, die nicht im Freien standen, werden zum Teil wieder aufgebaut. Der Versteigerung war ein jahrelanger Streit zwischen Franz Messerli und den Schweizer Behörden vorausgegangen, die das Ende des Autofriedhofs schließlich gerichtlich durchsetzten. In der Schweiz und in vielen anderen Ländern ist es aus Umweltschutzgründen verboten, Altautos auf Waldböden zu lagern. Mit der Auktion hat Messerli eine Zwangsräumung abgewendet. Jetzt will er das Gelände Zigeunern als Wohnplatz anbieten.
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Kommentare zum Artikel (9)
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Die Sache ist ganz eindeutig eine Schande für die Schweizer Behörden. Sicherlich werden jetzt einige Fahrzeuge restauriert, aber ganz ehrlich: Das ist doch egal. Was wir hier gehabt haben, war eine vielleicht einzigartige Installation inmitten von Europa. Sowas gibt es bestimmt nur noch in Skandinavien. Das Schöne an solchen Plätzen ist doch die Phantasie, die den einzelnen beflügelt. Auf der einen Seite der Wunsch, die Fahrzeuge wieder zu restaurieren, auf der anderen Seite diese Faszination des Verfalls. Das war eindeutig Kunst, die ganz zufällig gereift ist.
Kann man den Rest des Schrotts noch irgendwo erstehen, oder findet dieser nun seinen endgültigen Segen in der Presse?
Die Isabella würde mich ja schon interessieren.
In der Schweiz gilt: alles verboten, ausser ausdrücklich erlaubt: dann obligatorisch
Dies ist eine verdammt Frechheit!!! Das es diese Behörden doch noch geschafft haben, ihren Sturen Kopf durchzusetzen! Schade um diesen einzigartigen Platz, aber hoffentlich seid Ihr dummen Bünzli's jetzt Glücklich!!!
Tja, das wäre ja auch zu schön gewesen sowas als Denkmal zu erhalten. In den 70/80iger war so ein Schrottplatz ja noch an der Tagesordnung, aber Heute ? Behördenwahn?? oder ??