Stufenheckautos

Sechs Stufenheck-Autos

— 28.01.2011

Besser als die anderen?

AUTO BILD Archiv-Artikel 5/1987: Aller Anfang ist schwer – auch für den neuen Ford Sierra mit Stufenheck? AUTO BILD sagt, welche Chancen er im Vergleich mit seinen Konkurrenten hat.

Familienautos um 20.000 Mark - das ist ein Markt, in dem Gefühle keine große Rolle spielen. Hier regiert der Rechenstift - und gerechnet wird nicht nur mit Mark und Pfennig, sondern auch nach (Innenraum-) Zentimetern, (Geschwin­digkeits-) Kilometern oder (Verbrauchs-) Litern. Entsprechend heiße Gefechte liefern sich die Hersteller. Ford hat derzeit die schärfste, weil neueste Waffe im Modell-Arsenal. Der Sierra mit Stufen­heck soll den Kölnern die Kunden zu­rückbringen, die sich mit der Schräg­heck-Version nie so recht anfreunden konnten. Die Konkurrenz kommt in erster Linie aus deutschen Landen: Der neue Audi 80 und der etablierte Opel Ascona fanden allein im November letzten Jahres über 13.000 Käufer.

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Doch auch die ausländi­schen Wettbewerber kamen auf stolze Zahlen: Sowohl vom Mazda 626 wie auch vom Renault 21 verkauften sich je­weils rund 1700 Einheiten - und der Nis­san Bluebird fand immerhin noch über 1300 Interessenten. Unterschiede gibt es aber nicht nur bei den Verkaufszahlen, sondern auch bei den inneren Werten. Die Karosse des Stufenheck-Sierra sieht nicht nur gefällig aus, sondern bietet auch handfeste Vorteile. Die Fond­passagiere finden noch mehr Knieraum als im bisherigen Sierra vor – und sperri­ge Güter lassen sich dank der umklapp­baren Rücklehne im Sierra eher trans­portieren als beispielsweise im Audi 80, der ohnehin ein eher kleines Koffer-Abteil besitzt.

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Dafür entschädigt der Audi ebenso wie der Renault 21 mit einem großzügigen Raumangebot für die Passagiere, die bei den Japanern we­niger gut davonkommen: Beim Mazda 626 reichen die Verstellmöglichkei­ten der Vordersitze für große Fahrer nicht aus – und im Nissan Bluebird ist der Knieraum im Fond extrem knapp be­messen. Auf dem Motoren-Sektor ist der Sierra von den Wahlmöglichkeiten her eindeu­tiger Spitzenreiter: Vom 2,3-Liter-Diesel bis hin zum 2,8-Liter-Sechszylinder – der allerdings nur in Verbindung mit Allrad­-Technik zu haben ist – reicht die Trieb­werks-Palette. Masse ist aber bekannt­lich nicht unbedingt mit Klasse gleichzu­setzen.

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Autor: Hermann J. Müller

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