Supercars zum Kauf: Exoten, Traumautos, Renner

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— 12.05.2017

Ein Porsche-Traum in Blau

Sotheby's versteigert einen Porsche 918 Spyder Weissach mit ausgefallener Musterfarbe. Der Preis für das schöne Kraftpaket liegt im siebenstelligen Bereich.

Auch der Heckflügel des 918 Spyder Weissach ist aus gewichtsparender Carbonfaser.

Er ist jung und bringt Geld, vermutlich sogar viel Geld: RM Sotheby's versteigert am 27. Mai bei seiner Auktion in der Villa Erba in Italien einen ganz besonderen 2015er Porsche 918 Spyder. Der Hybrid ist nicht nur mit einem kraftspendenden Weissach-Paket versehen, sondern er ist auch der einzige Porsche 918, der in der historischen Musterfarbe "Pfeilblau" ("Arrow Blue") lackiert ist. Drinnen wartet ein nicht minder anziehendes Alcanatara-Interieur in Schwarz mit leuchtend grünen Nähten. Sein erster und einziger Besitzer hat das Schmuckstück laut Sotheby's rund 11.000 Kilometer bewegt und bestens gepflegt. Erst im Frühjahr 2017 gab es eine turnusmäßige Werksinspektion samt neuer Reifen und neuen Spezial-Bremsbelägen. Das Weissach-Paket mit Magnesium-Rädern und viel Carbonfaser-verstärktem Kunststoff erleichtert den Normalo-918 um rund 45 Kilo – und macht ihn vor allem noch rasanter: In 2,6 Sekunden (0,2 Sekunden schneller) stürmt der werksgetunte Porsche auf Tempo 100, den Sprint auf 200 km/h erledigt der 918-Spyder in 7,2 Sekunden (-0,5 Sekunden), 300 km/h erreicht der entschlossene Fahrer nach nur 19,9 Sekunden (-2,1 Sekunden). Als Preis sind 1,2 bis 1,4 Millionen Dollar angesetzt.

Irrer Renn-Elfer mit Tachostand zehn

Experten schätzen die Leistung des RSR 3.8 auf 375 PS.

Neben dem Weissach-Spyder wartet am Comer See auch einer der extremsten Porsche aller Zeiten auf einen neuen Besitzer. Der Carrera RSR 3.8 (964) hat nicht nur eine brutale Optik, einen minimalen Kilometerstand, sondern auch einen astronomischen Preis. Auf 2 bis 2,5 Millionen Euro schätzt das Auktionshaus den 911. Lächerliche zehn Kilometer zählt der analoge Tacho des bis auf die Überführung nie bewegten Wagens. Einerseits ein Traum, gleichzeitig eine Schande, denn Porsche hat den RSR 3.8 nicht als Wagen konstruiert, der mehr als 25 Jahre in einer Halle versauern sollte. Doch das kommt dem Käufer zugute. Denn der Wagen hat sogar den originalen, mittlerweile nicht mehr ganz so frischen Lackschutz, der ab Werk aufgetragen wurde. Bei der Ausstattung hat sich der Eigentümer ausgetobt. Außen erstrahlt der 911 in Polarsilber, innen ist der Wagen in CanCan-Rot gehalten. Dazu steht der schnelle Elfer auf lilafarbenen Felgen, wird von goldenen Bremssätteln gestoppt und ist nur einer von zwei RSR mit Vollleder-Ausstattung. Lediglich 55 Exemplare des 911 Carrera RSR 3.8 verließen in Zuffenhausen die Werkshallen, einzig und allein für den Einsatz auf der Rennstrecke. Mit dem 3,8 Liter Boxermotor unter der Haube prügelt der RSR rund 350 PS auf den Asphalt – Experten vermuten sogar 375!

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Rennlegende zu verkaufen

Der 917K muss mit seinen 630 PS lediglich 800 Kilo bewegen.

Noch immer keinen Käufer Nur wenige Rennwagen auf der Welt sind so unverkennbar wie der Porsche 917K – er errang 1970 den ersten Triumph in Le Mans. Das holländische Online-Luxus-Kaufhaus JamesEdition hat einen 917K mit der bildschönen Gulf-Lackierung im Angebot. Einen offiziellen Preis gibt es allerdings nicht. Schätzungen zufolge soll der Wagen mit der Nummer "9" zehn Millionen Euro kosten. Wer Interesse verkündet, der muss aller Wahrscheinlichkeit nach erst mal seinen Kontostand vorlegen. Unter der eleganten Karosse des 917 arbeitet ein 5,0-Liter-V12 mit 630 PS, der lediglich 800 Kilo bewegen muss – ein Kinderspiel.Der Wagen mit der Seriennummer 917-004 ist ein ganz besonderes Exemplar: Er ist der erste 917, der ein Rennen über die volle Distanz absolvierte. Der erste in einem Rennen eingesetzte 917 musste das Rennen in Spa 1969 wegen technischer Probleme vorzeitig beenden. Bei den 1000 Kilometern am Nürburgring '69 landeten David Piper und Frank Gardner auf dem achten Platz. Der Wagen steht aktuell in Scotts Valley, Kalifornien und befindet sich nach umfangreichender Restauration 2008 in makellosem Zustand.

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Autoren: Christoph Richter,

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