Suzuki SJ

Suzuki SJ: Gebrauchtwagentest

— 12.04.2011

SJ-Mechanik: Schnell Ende Gelände

AUTO BILD-Archiv-Artikel 30/1987: Viele gebrauchte Exemplare des kleinen Japan-Jeeps sind ihr Geld nicht mehr wert, weil ihre Vorbesitzer sie zu sehr gefordert haben.

Fühlen Sie sich für ein "richtiges Auto" noch zu jung? Träumen Sie zuweilen von Abenteuer und der Wirbelbildung im Haupthaar bei Tempo 100? Hand aufs Herz: Dann zählen Sie sicherlich auch zu jenen Autofahrern, die bei einem Suzuki-Geländewagen ins Schwärmen geraten. So wie die mehr als 35.000 Käufer, die sich seit 1982 den Traum von Freiheit und Abenteuer für relativ wenig Geld erfüllt haben. Denn im Vergleich zu richtigen Geländewagen bekommt man einen Suzuki SJ fast geschenkt. Was nicht heißt, dass sich das günstige Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt fortsetzt.

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Im Gegenteil: Für Suzuki-Geländemobile aus Zweit- und Dritthand werden oft gnadenlos Liebhaberpreise gefordert – und oftmals von Unkundigen auch bezahlt. Kaufen Sie deshalb auf keinen Fall das nächstbeste Angebot, studieren Sie vorher die AUTO BILD-Preisliste für Gebraucht-Exemplare. Je nach Ausstattung und Motorleistung schwanken die Preise für gleichaltrige SJ-Modelle bis zu 5000 Mark. Angemessen motorisiert ist einzig der SJ 413 mit 1300-ccm-Motor und 64 PS. Die SJ-410-Version mit hubraumschwachem 970-ccm-Motörchen und 45 PS braucht für die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 km/h fast eine halbe Minute.

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Und auf der Autobahn erreicht er nur bei Windstille nach kilometerlangem Anlauf mühevoll 110 km/h. Mit Surfbrett auf dem Dach oder gar mit Anhänger geht dem Geländeknirps bereits bei 80 km/h die Puste aus. Apropos Anhänger: 1100 Kilo dürfen die Geländezwerge ziehen. Die Stärken des Suzuki SJ liegen eigentlich abseits befestigter Straßen. Dort wühlt er sich mit seinem Allradantrieb durch Dick und Dünn. Er schafft nahezu jede Steigung. Vor allem dann, wenn zum Allrad noch die Differential sperre an der Hinterachse zugeschaltet wird. So geländegängig sich der Japaner gibt, so sehr strapazieren ihn viele seiner Besitzer. Kein Schlammloch ist ihnen tief genug, kein Kiesgrubenabhang zu steil.

Luftsprünge gehören vielfach zum Wochenendvergnügen. Doch dafür ist die zierliche Suzuki-Mechanik nicht stabil genug. Deshalb Finger weg von Exemplaren, deren lehmverkrustete oder verbeulte Bodengruppe sich als geländeerprobt zu erkennen gibt. Bei solchen Fahrzeugen laufen Sie Gefahr, dass Folgeschäden an der Antriebseinheit vorprogrammiert sind. Eine Reparatur ist in der Regel teuer. Werfen Sie vor dem Kauf auf jeden Fall einen Blick unter den Wagen und unter die Fußmatten. Denn dort zeigen sich eventuelle Schlammrückstände am ehesten. Nehmen Sie sich auch vor Steinschlagschäden in acht. Zeigt der Lack Nachbesserungen, sollten Sie vorsichtig sein. Suzuki-Modelle haben nicht die beste Lack-Qualität. Vor allem an Kanten und Fugen nistet sich der Rost gern ein. Gesamturteil: Bedingt empfehlenswert.

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