Techno Classica 2010 — 09.04.2010
Steuerfahndung auf der Techno-Classica
Helle Aufregung auf der Techno-Classica 2010 in Essen: Die Steuerfahndung will teure Oldtimer beschlagnahmen. Und zwar nicht irgendwo – sondern bei einem der bekanntesten und traditionsreichsten Oldtimerhändler: Mirbach.
Halle 11 auf dem Essener Messegelände, 8. April 2010. Die
Techno-Classica, eine der größten Oldtimermessen der Welt, ist in vollem Gange – und in dieser Halle stehen viele der begehrtesten und
teuersten Oldtimer der Welt. Auf dem
Mirbach-Stand glänzen 13 Autos um die Wette, alle aus der Vorkriegszeit, keiner für weniger als
99.000 Euro im Angebot. Auf dem
Horch 853 Sport-Cabriolet Baujahr 1938 steht noch ein Preisschild (395.000 Euro), sechs Fahrzeuge sind gar nicht erst mit Verkaufspreisen ausgezeichnet. Von den Besuchern, die auf dem Stand aufkreuzen, zücken zwei ihre Ausweise: Steuerfahndung! Bleiche Gesichter, Aufregung.
Hier suchte die Steuerfahndung nach dem mysteriösen Steuersünder – im Glanz des Rolls-Royce Phantom II Cabrio de Ville.
Die Beamten sind nicht hinter Mirbach her, sondern offenbar hinter einem Kunden, der Steuerschulden hat. Er soll, so das Gerücht, einige seiner Autos über Mirbach in Kommission verkaufen wollen. Pech für die Fahnder: Keines der Autos, die dem Steuersünder gehören, sind heute auf dem Stand. Also wird kein Kuckuck geklebt, kein Wagen beschlagnahmt. Auch wenn Claus F. Mirbach mit der Sache vermutlich nichts zu tun hat, versuchen dennoch seine Mitarbeiter, das
Thema totzuschweigen. Schließlich wollen sie nicht, dass ihr Firmenname auch nur irgendwie mit dem Wort "Steuerfahndung" in Zusammenhang gebracht werden. Nur einer der Mitarbeiter plaudert erregt und spekuliert, ob "einer unserer Konkurrenten die Sache veranlasst hat."
Er verrät, dass der fragliche Kunde in Baden-Württemberg wohnt und dass Mirbach schon "mehrere hochpreisige Fahrzeuge" von ihm gehandelt hat. Die Steuerfahndung rückt auch keine Details heraus: "Die Finanzbehörde darf Auskünfte über Steuerverhältnisse von Bürgern nicht geben", erklärt Ulrich Hartmann, Vorsteher des Finanzamts Essen-Süd, im Gespräch mit AUTO BILD KLASSIK. Sicher ist nur: Die Steuerfahnder sind nicht hinter einem armen Mann her.
Kommentare zum Artikel (5)
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Die Steuerfahndung ermittelt,weil jemand einen Verdacht geäußert hat. Solange kein Urteil (über was auch immer) gefällt wurde,gilt in Deutschland die Unschuldsannahme. Für die Presse und die Bevölkerung scheint diese nicht zu gelten. Die Einen sind neidisch nicht Teil der Szene sein zu können,die Anderen wissen womöglich,wie häufig bereits gefälschte Matching Numbers aufgetaucht sind. Wer da nun wen eventuell betrogen oder einfach nur angeschwärzt hat,wird ohnehin nicht öffentlich geklärt werden. Schade nur,dass so etwas einfach missbraucht wird,um einen Mitstreiter zu schädigen.
Gestern habe ich noch mit Luftschitz telefoniert,
hörte sich nicht nach Gefängnis an.
Alles wieder nur Geschichten......
Was für "tolle" Kommentare. Keiner weiss was und alle reden blöd rum. Sicherlich hat "Fritz F." die beiden schon im Gefängnis besucht. Oder woher hat er die Informationen.
Anscheinend wurde gar nicht recherchiert, sonst wüßte der Autor, daß schon seit mehr als 15 Jahren Stefan Luftschitz der Inhaber ist und Claus F. Mirbach nur noch Namensgeber und Gehaltsempfänger. Auch die Story mit dem angeblichen Kunden mit Steuerschulden kann so nicht richtig sein, zumindest sind die beiden Festgenommenen Luftschitz und Weissenseel bis heute nicht auf freien Fuß.... das hat wohl seine Gründe...
Was für ein schlecht recherchierter Artikel bzgl der Verantwortlichen o.g. Firma........