Nissan 300 ZX

Test: Nissan 300 ZX

— 11.02.2011

Rassig und doch brav

AUTO BILD-Archiv-Artikel 26/1986: Die beliebteste Sportwagen stammen aus Nissans Z-Familie. Warum sind die Sport-Japaner so beliebt? Auto Bild will's wissen und testet den jüngsten Sproß, den Nissan 300 ZX.

Autobahn Hamburg–Bremen, früher Abend, kaum Verkehr: Sportwagen sollen sportlich sein. Das ist die Gelegenheit, es auszuprobieren. Tempo 240 laut Tacho. Die Messuhr korrigiert auf 219 km/h. Das ist genauso schnell wie ein Porsche 944 (163 PS). Trotz der breiten 215er Socken läuft der 300 ZX dabei sauber in der Spur. Die Servolenkung des Dreiliter-Nissan ist zu weich, auch bei hohen Geschwindigkeiten. Erst nach ein wenig Übung und mit viel Fingerspitzengefühl spüre ich die Stellung der Vorderräder in den Kurven. Eine sportliche Note hingegen setzt das Fahrwerk. Es ist hart und verschont mich weder vor Buckeln noch vor Straßenabsätzen. Aber ich hab's ja so gewollt.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Mit dem kleinen Drehschalter auf der Mittelkonsole habe ich die dreifach verstellbaren Gasdruckstoßdämpfer auf "hart" justiert. Je ein Elektromotor pro Stoßdämpfer reguliert ein Ventil, durch das das Dämpferöl beim Eintauchen fließt, Offenes Ventil bedeutet weiche Federung, fast geschlossenes Ventil macht das Fahrwerk hart. Zum Flanieren auf dem Ku'damm wähle ich die Stellung "weich". Dann soll es ganz sanft über den Asphalt gehen. So steht es jedenfalls im Prospekt. Aber auf Kopfsteinpflaster werde ich trotzdem durchgeschüttelt. Die variable Einstellung ist also mehr eine Spielerei. Am meisten Spaß macht der 300 ZX, wenn ich ihn mit Tempo 100 über die Landstraße gleiten lasse.

Überblick: Hier geht es zu AUTO BILD KLASSIK

Der automatische Geschwindigkeitsregler hält das Tempo konstant. Ich brauche nur zu lenken. Von oben brennt mir die Sonne direkt aufs Haupt. Zwei herausnehmbare Glasdächer ermöglichen die Naturverbundenheit. "T-Top" wird diese halboffene Konstruktion genannt. Eine Mischung aus Targa und Coupé. Praktisch: Mit zwei Handgriffen lassen sich die Dachhälften wahrend einer Ampel-Rotphase herausnehmen und in die Schutzhüllen im Kofferraum verstauen. Umgekehrt geht's genauso schnell. Zumal das Gepäckabteil vom Innenraum aus geöffnet wird. An der Tankstelle beweist der Nissan Trinkfestigkeit. Nur das gute Super fliest in die sechs Brennräume. Und das nicht zu knapp. Zwischen 13 und 16 Liter Super auf 100 km versprüht die elektronische Einspritzanlage.

Weiterlesen: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.