Sportskanonen der 80er-Jahre

Sportskanonen der 80er-Jahre

Test: Sportskanonen der Achtziger-Jahre

Autobahn-Helden der 80er

Alltagshelden der 1980er wie Mercedes W 124, Golf 2 und 5er BMW E28 gab es auch als Sportler! Hier kommen die Autobahnkracher der achtziger Jahre, von der Sportlimousine bis zum Allrad-Fließheck von Audi. 
Auf den ersten Blick sehen diese 80er-Jahre Autos nicht aus wie Helden, denn sie haben die Gestalt von Brot- und Butter-Autos. Doch hinter den Lufteinlässen und den Kittelschürzen warten agile Sportmotoren auf einen flotten Gasfuß: hier treten trainierte Wettkämpfer an! Mag sein, dass der R5 meist ein kreuzbraves Auto und Mer­cedes’ Mittelklasse-Baureihe W 124 oft als 200er Diesel mit 72 bis 75 PS unterwegs war. Doch hier folgen ganz andere Kaliber, mit Achtzylinder, Turbo oder Präzisionsmechanik. Vier der sechs mischten sogar in der einen oder anderen Varian­te in der Rallyeszene mit. Helden eben!
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Allrad beim Audi quattro, Elefant beim Lancia Delta

Traktion und Emotion: Der Audi Ur-quattro definierte mit permanentem Allradantrieb schnelles Fahren neu.

Zum Beispiel der Audi quattro. Sein permanenter Allradantrieb macht ihn unsterblich. Audi 80-Plattform, ein zornig dröhnender 200-PS-Turbo-Fünfzylinder, obendrauf ein Coupé-Dach. Der satte Durchzug, das Ungefilterte, der Komfort verleihen beim Ur-Quattro das Fahrgefühl eines Walter Röhrl oder einer Michèle Mouton. Der Lancia Delta HF Integrale (HF für High Fidelity) mischt 1987 die Rallye-Szene auf. Der Italiener mit seinen 210 PS und dem galoppierenden Elefant im Emblem euphorisiert mit einem fein ausbalancierten Handling; wie er Kurven aufsaugt und wieder ausspuckt, wie ihn sein Turbo-aufgeladene Fiat-Vierzylinder schier zerreißt. In Amsterdam erblickt 1985 der BMW M5 das Licht der Welt. Unter der Haube des schnellen E28: das Herz des heiligen M1, des le­gendären Mittelmotor-Sport­wagens. 24 Ventile, verteilt auf sechs Zylinder, sechs Ein­zeldrosselklappen, 286 PS, Rennsportcharakter – und das extrem unauffällig ver­packt, ganz ohne prollige Spoiler und Schürzen. M5-Fahrer konnten 911er nach Belieben vor sich herjagen – 250 km/h Spitze, null auf 100 km/h in sechs Sekun­den.

Gebrauchtwagensuche: BMW 5er

Mercedes: Vom Biedermeier zum Tarnkappenbomber

Einst das schnellste Hinterteil auf öffentlichten Straßen: Der Renault 5 Turbo.

Das schnellste Hinterteil auf öffentlichen Straßen – so wird der Renault 5 Turbo ab 1980 bekannt. Dort, wo normalerweise Kinder verstaut wurden, steckt bei ihm ein Mittelmotor mit 160 Turbo-PS, im Rallye-Trimm sogar bis zu 300 PS. Dazu genügen ein biederer 1,4-Liter-Vierzylinder sowie 0,86 bar Ladedruck. Sobald letzterer anliegt, etwa bei 3500 Touren, verwandelt sich der zahme Kleinwagen in einen Giftzwerg. Auch der Mercedes 500 E ist das Ergebnis einer Verwandlung: vom Biedermeier W 124 zum Tarnkappenbomber mit Vierventil-V8. Als wäre ein riesiger Muskel im Spiel, befördert einen der 326-PS-Benz auf Tempo 250 – bei passender Übersetzung und ohne Begrenzer wären sogar 284 km/h drin. Ein Kompressor namens G-Lader hauchte 1990 einem achtventiligen Vierzylinder 160 PS und damit dem VW Golf GTI 2 neues Leben ein. Drehmoment ist beim GTI G60 der Schlüssel zum Erfolg: Während ein GTI 16V (129 PS) bei 2000 Touren nur 140 Newtonmeter mobilisiert, sind es hier bereits 190 Nm. Unter den schnellen Kompakten bot der GTI G60 eine bis dato nicht gekannte Souveränität. Hier kommen die Autobahnhelden der 80er!

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