Toyota Starlet 1,3S

Toyota Starlet 1,3 S: Test

— 18.02.2011

Wird der kleine Starlet mit Kat zum Star?

AUTO BILD Archiv-Artikel 11/1987: Den Starlet 1.3 S gibt's jetzt auch mit ungeregeltem Katalysator. AUTO BILD sagt Ihnen, ob der kleine Stadtflitzer trotzdem Sportfans begeistern kann.

Mit dem Toyota Starlet 1,3 S habe ich die Probe aufs Exempel gemacht: Zehn Redaktionskollegen und -kolleginnen sollten ihr Urteil über den 75 PS starken Mini von Japans größtem Automobilhersteller abgeben. Erfahrene Testredakteure, Sekretärinnen, Fotografen und Layouter. Das Ergebnis fiel einstimmig aus: ein kleiner, spritziger Wagen mit gelungener kompakter Karosserie, der besonders im Stadtverkehr viel Spaß bringt. Doch Deutschlands Autofahrer schei­nen anders zu denken. Genauer gesagt: Nur 6900 Käufer haben sich seit dem Modellwechsel im Januar 1985 für die 1,3-S-Version, die es erst seit kurzem mit ungeregeltem Katalysator gibt, entschieden.

Das Original: Der Artikel von 1987 zum kostenlosen Download

Woran liegt's, dass aus dem Starlet kein Star wird? Mit 16.070 Mark ist das stärkste Modell der Starlet-Baureihe nicht gerade billig, doch im Vergleich zur sportlichen Kon­kurrenz aus deutschen Landen immer noch ein Sonderangebot. Der Opel Cor­sa Sprint mit 83 PS kostet 18.433 Mark, das VW Polo Coupé GT mit 75 PS gar 18.615 Mark. Zudem: Die deutschen Sportler werden in dieser PS-Klasse gar nicht erst mit Katalysator angeboten, der Japaner hingegen spart in 24 Monaten 561,60 Mark an Steuern (nach Ablauf 171,60 Mark pro Jahr) und schont zudem die Umwelt. Bei einer Außenlänge von 3,70 Meter können die Platzverhältnisse im Innen­raum natürlich nicht gerade üppig aus­fallen.

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Auf den vorderen, sportlich ge­formten, aber etwas zu dünn gepolster­ten Sitzen habe ich noch ausreichend Bewegungsfreiheit. Doch auf der Rück­bank wird's schon sehr viel enger. Meine Knie drücken sich in die Rückenlehne des Vordersitzes, und mein Kopf stößt ans Wagendach. Nein, zu Familienaus­flügen lädt dieser kleine Japaner wirk­lich nicht ein. Längere Strecken werden hier hinten höchstens Kleinkinder ohne Klagen aushalten. Jedoch: Auch die Konkurrenz bietet kaum mehr Platz.
Der Kofferraum liegt mit einem Fas­sungsvermögen von 241 Litern im Klas­sendurchschnitt (Polo Coupé GT 240 l, Opel Corsa Sprint 225 l).

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Autor: Tomas Hirschberger

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