Faszination Transaxle von Alfa bis Porsche

Transaxle-Autos: Von Alfa Romeo bis Porsche

— 20.05.2016

Warum Transaxle-Autos faszinieren

Vor vier Jahrzehnten begann die Transaxle-Ära bei Porsche, Anlass für den "Transaxle Day". Ein Blick auf die "Querdenker"- Porsche und die anderer Hersteller – von Alfa Romeo bis Volvo!

Vor 40 Jahren läutete Porsche mit dem ersten Transaxle-Porsche, dem 924, eine Revolution ein: Damit forderte der Zuffenhäuser Hersteller die Porsche-Fans mit der Abkehr mehrerer Baureihen zum Antriebsprinzip "Motor vorn, Getriebe hinten" heraus. Nach dieser Bauweise kamen ab 1976 vier Modelle heraus mit einer Vielzahl von Variationen. Auf den 924 folgte der 928, dann der 944 und schließlich der 968. Die Transaxle-Porsche blieben ewig Stein des Anstoßes, gar ein Sakrileg für Porsche-Puristen. Erst seit einigen Jahren steigen Achtung und Preis für die bis 1995 gebauten Porsche mit geteiltem Antriebsstrang. Am 22. Mai feiert das Porsche-Museum den "Transaxle Day" mit einer Sonderausstellung, die bis zum 16. Oktober zu sehen ist. Gelegenheit für einen Blick auf die faszinierenden Transaxle-Porsche – sowie andere Autos mit dem gleichen Antriebsprinzip.

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Kombination aus Komfort und Sportlichkeit

Halbe-halbe: Beim Caddy XLR ist die Last auf Vorder- und Hinterachse exakt 50:50 verteilt.

Das Transaxle-Konzept, der Begriff vereint die englischen Worte Transmission=Getriebe und Axle=Achse, fasziniert viele Auto-Fans. Der größte Vorteil ist die optimale Gewichtsverteilung: Wandert das Getriebe nach hinten, lastet auf beiden Achsen etwa gleich viel Gewicht – bei einigen Autos wie dem Cadillac XLR sind es sogar exakt 50:50. Und das ohne Beeinträchtigung des Raumangebots im Fahrzeuginneren, wie bei mittig sitzendem Motor.

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Der Aston Martin One-77 braucht zwar nicht zwingend einen Kofferraum, aber eine tolle Straßenlage.

Bei der Kurvenhatz liegen Transaxle-Autos dank ausgeglichenem Gewichtsverhältnis besonders gut auf der Straße. Ein guter Grund, weshalb auch reinrassige Sportler wie Ferrari 285, 599 oder F12 oder auch der Aston Martin One-77 auf den Transaxle-Antrieb setzen, obwohl sie weder einen großen Kofferraum noch vier gemütliche Sitzplätze brauchen. Doch weil diese Bauweise Sportlichkeit mit Komfort vereint, wird sie vor allem bei leistungsstarken Limousinen wie dem Alfa 75, dem Maserati Quattroporte oder auch dem Aston Martin Rapide eingesetzt.

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Nachteil: die Kosten

Doch es gibt auch Nachteile. Der Weg von der Vorder- zur Hinterachse ist ganz schön lang, und sowohl die Lagerung der Transaxle-Welle, die Motor und Getriebe verbindet, als auch die Präzision von Schaltgetrieben (langes Schaltgestänge) können Zicken machen. Vor allem aber ist Transaxle technisch viel aufwendiger als ein gewöhnlicher Hinterradantrieb – und aufwendig bedeutet in der Regel teuer in der Produktion und kompliziert in der Wartung. In der Volumenproduktion spielen die Querdenker daher eher eine Außenseiterrolle. Aber genau das ist ja auch das Schöne an ihnen. Hier kommen die coolsten Transaxle-Autos von den 1950ern bis heute – von Alfa Romeo bis Volvo!

Faszination Transaxle von Alfa bis Porsche

Autor: Maike Schade

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Sportwagen

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