Triumph Spitfire

Triumph Spitfire

— 19.10.2010

Seine fünf typischen Schwächen

AUTO BILD Archiv-Artikel 47/1986: Der Triumph Spitfire: Ein Roadster im Westentaschen-Format, ein spaßiges Spielzeug für Erwachsene. Was taugt der brettharte Triumph im Alter als Gebrauchtwagen?

Spätestens im Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen heraus­kommen, klettern auch die Preise der Oben-ohne-Autos wieder. Und das gilt ganz besonders für all jene Cabrios, deren Produktion bereits ausgelaufen ist und die – nunmehr wie ein guter Wein – mit den Jahren an Wert eher zunehmen als verlieren. Beim Triumph Spitfire handelt es sich um solch einen Wagen. Für gut erhaltene Exemplare werden im Sommer bereits Liebhaberpreise gefordert, die nahezu den letzten Neupreis erreichen. Und der lag 1981 bei 13.950 D-Mark. Da es jedoch immer wieder Leute gibt, die plötzlich Bargeld brauchen, kann man jetzt mit etwas Glück ein Schnäpp­chen machen und für kleines Geld einen guten Spitfire ergattern.

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Je nach Zustand werden die britischen Roadster zurzeit zwischen 5000 und 8000 D-Mark gehandelt. Um den Zustand eines dieser Autos be­urteilen zu können, reicht es nicht allein aus, den Lack und die Polsterung zu in­spizieren. Spitfire waren trotz über 25jähriger Bauzeit bis zuletzt mit typischen Schwachstellen behaftet, die Sie vor Kaufvertragsabschluss auf jeden Fall überprüfen sollten. Lassen Sie sich also vom glänzenden Lack nicht blenden, sonst laufen Sie Gefahr, dass sich hinterher Ihre günstige Offerte als ein Fass ohne Boden entpuppt. Böse Zungen behaup­ten, dass der Spitfire ein Auto sei, in dem man auch im Sommer friert. Was soviel heißt: Einige Exemplare sind bei ge­schlossenem Verdeck immer noch offen genug, dass der Regen den Weg ins Wageninnere findet.

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Dort lässt er sich dann gerne unter den Bodenteppichen nieder, was verständlicherweise auf die Dauer den Bodenblechen schadet. Korrosionsgefährdet sind auch die Kanten und Falze der Motorhaube. Unter Freunden wird sie für rund 1500 Mark gehandelt, da es sich hierbei nicht um ein kleines Stück Blech, sondern gleich um das gesamte Blechkleid des Vorderwa­gens handelt. Spitfire-Motoren zählen nicht zu den Langläufern. 100.000 Kilometer sind eine Seltenheit, viele geben bereits nach et­was mehr als 50.000 Kilometern ihren Geist auf. Das gleiche gilt für die Hinter­achse sowie deren Antriebsgelenke. Anfällig ist auch die gesamte Elektrik. Ob Lichtmaschine, Anlasser oder die diver­sen Schalter und Hebel – überzeugen Sie sich vor dem Kauf von der Funktions­tüchtigkeit dieser Teile. Sollten Sie irgendwelche Mängel ent­decken, dann lassen Sie sich nicht damit abspeisen, es handele sich nur um eine Kleinigkeit. Beim Spitfire können Ihnen solche "Kleinigkeiten" größte Probleme bereiten. Spätestens bei der nächsten TÜV-Vorführung.

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