Zweikampf England gegen Deutschland

Vergleich: Deutsche und englische Klassiker

— 24.11.2017

Zweikampf England gegen Deutschland

Wer baut die besseren Sportwagen, die besseren Limousinen, die besseren Taxis, den besseren Volkswagen: England oder Deutschland? Sieben Paarungen im Vergleich!

England gegen Deutschland. Es gilt! Wer baut die besseren Autos? Eine Frage von Ingenieurskunst wie auch des Designs. Mit den harten Kriterien einer Autoredaktion sollte dieser Frage schon beizukommen sein. Ein Blick in die Geschichte: In der Frühzeit des Automobils liegt England klar in Führung. 1913 verlassen über 26.000 Autos britische Fabri­ken, fast 10.000 mehr als hierzulande. England steigt bis 1932 zum größten Autoproduzenten Europas auf und bleibt dies – als weltweite Nummer zwei hinter den USA – bis 1955. Die Deutschen fassen nach 1945 rasch wieder Tritt. Der Käfer tritt seinen weltweiten Siegeszug an. Während die hiesigen Hersteller in den 60er- und 70er- Jahren technologisch auf dem Gas bleiben, beginnt Englands Autoindustrie jedoch nach mehreren Fusionswellen mit der Selbst­zerstörung. In den 90ern ist die einst so stolze Auto­industrie Britanniens nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es bleiben die Klassiker. Hier zunächst der Vergleich in der Kategorie Sportwagen.

Porsche 911 S gegen Jaguar E-Type: Funktion gegen Form

Porsche 911 S: Fünf Rundinstrumente im schwarzen Cockpit, Sportsitze mit viel Seitenhalt.

Der erste Elfer wie der E-Type waren die schnellsten Serienautos ihres jeweiligen Landes, als sie in den 60ern antraten, und sie lagen im gleichen Preissegment. Das macht sie vergleichbar. Welcher ist der bessere Sportwagen? Zunächst zum Katzenwagen mit der langen Haube. Klar, nur der 240 km/h schnelle Jaguar geht als Supersportwagen auf Augenhöhe doppelt so teurer Ferrari und Aston Martin durch. Enzo Ferrari persönlich bezeichnete den Wagen als "schönstes Auto der Welt". Heute steht der E-Type im Museum of Modern Art. Der quintessentielle Sportler von 1963 pfeilt grollend über die Teststrecke dem Horizont entgegen. Er schafft die Balance zwischen Super- und Reiseauto und pflegt so klassische Gran-Turismo-Tugenden.

Gebrauchtwagensuche: Jaguar E-Type

Porsche eher für die Rennpiste geeignet

Jaguar E-Type 3.8 FHC: Unter der laaangen Haube steckt der 3,8-Liter-Motor mit 265 PS.

Dagegen ist der Porsche, das Fotomodell stammt von 1969, einfach nur laut und fährt schlecht geradeaus. Der tolle, ursprüngliche 170-PS-Boxer gibt sich alle Mühe, er kann nicht mithalten mit dem Jaguar. In dieser frühen Form ist er für die Langstrecke eigentlich ungeeignet, wird deklassiert vom Jaguar, der seine 265 PS aus 3,8-Litern schöpft. Der Jaguar kann es einfach besser. Mit all seinen launigen Kippschaltern, viel dickem Leder und dem betörend schönen Dreispeichenlenkrad ist er eine einmalige Erscheinung. In all seiner Schwärze wirkt das 911-Cockpit dagegen fast schon trist. Auch ist der 911 einfach eine Nummer zu klein. Dafür taugt die Elfer-Rückbank als zusätzlicher Stauraum für Einkaufstüten oder um die Kinder zum Tennis zu bringen. Okay, die stehenden Pedale und die Sitzposition hinter der Windschutzscheibe erinnern tatsächlich noch an den Onkel aus Wolfsburg. Die Wertung fällt klar aus: der von uns so geliebte Porsche wird im Vergleich mit dem E-Type nur zweiter Sieger.

Gebrauchtwagensuche: Porsche 911

In der Bildergalerie folgen sechs weitere Vergleiche: VW Käfer vs. Morris Minor; NSU Wankel-Spider vs. MG Midget; Mercedes 600 vs. Rolls-Royce; Trabant 601 vs. Mini Traveller; Mercedes W 123 vs. London Taxi; BMW 525i vs. Rover 827.

Zweikampf England gegen Deutschland



 

Autoren: Lukas Hambrecht, Martin G. Puthz

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