Vergleich Toyota Supra 3.0i Nissan 300 ZX

Vergleich Nippon-Sportler

— 07.09.2010

So sportlich sind Sportler aus Japan

AUTO BILD-Archiv-Artikel 35/1986: Wer hierzulande an Sportwagen denkt, dem fallen sicherlich spontan ein Dutzend Fabrikate ein. Auf Toyota und Nissan wird wahrscheinlich kaum einer kommen.

Und das, obwohl diese beiden japanischen Firmen schon seit Jahren erfolgreich Sportwagen produzieren. Aktuelle Beispiele: Der brandneue Supra von Toyota und der 300 ZX von Nissan. Die Stirn des Fotografen war voller Sorgenfalten: "Die Be­sucher hier im Brühler Phanta­sialand lassen uns wohl kaum die Chance, den neuen Toyota Supra und Nissan 300 ZX in Ruhe zu fotografieren". mutmaßte er. "Die beiden Sportwagen wer­den sicherlich für einen Menschenauf­lauf sorgen." Aber es kam anders, als er dachte. Kaum einer der vielen Freizeit­park-Besucher nahm Notiz von den bei­den schnittigen Coupes. Womit schon viel gesagt ist: Japanische Sportcoupes haben es hierzulande nicht leicht.

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Sei es, dass ihnen der Ruf billiger Massenware vorauseilt, oder aber, dass man den Japa­nern schlichtweg keine hochkarätigen Autos zutraut. Auf die zwei AUTO BILD-Testkandidaten trifft beides nicht zu. Denn sie sind weder billig, noch sind sie mit biederer Technik ausgestattet. Toyota verlangt für den neuen Supra beispielsweise stolze 49.200 D-Mark. Sie haben richtig gelesen – fast 50.000 D-Mark.
Der Nissan 300 ZX kostet ebenfalls die stolze Summe von 41.845 D-Mark. Auch kein Pappenstiel, wenngleich rund 7500 D-Mark preiswerter. Diese Preisklasse blieb bislang nur wenigen europäischen Autoherstellern vorbehalten. Lässt man sich als Sportwagenfahrer auf die Verlockungen eines Coupes ein, ist man bereit, im Raumangebot zurück­zustecken.

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Es erstaunt dennoch, wie wenig Platz in den äußerlich recht gro­ßen Japan-Coupes bleibt. Zu viert reisen verlangt nicht nur auf der Rückbank Kompromisse. Auch die Transportkapa­zität im Kofferraum lässt bei beiden Kan­didaten Wünsche offen. Es bleibt im Kofferabteil nicht mehr Platz als in einem kleinen Mittelklassewagen. Zum Trost: Im Toyota sitzt man wenig­stens auf den Vordersitzen sehr gut. Das Gestühl ist so vielfach verstellbar, dass je­der die richtige Position und bei zügiger Kurvenfahrt viel Seitenhalt findet. Nis­san-Fahrer haben es nicht ganz so be­quem. Besser gelöst haben die Nissan-Techniker dagegen die Anordnung der Instru­mente, Schalter und Hebel. Es liegt alles gut im Blickfeld und lässt sich problemlos bedienen.

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