VW Fox

VW Fox: Fahrbericht

— 16.02.2011

Der neue VW Käfer heißt Fox

AUTO BILD Archiv-Artikel 7/1987: VW baut wieder einen "Volkswagen" im Sinne des Wortes: robust, langlebig und erschwinglich. Der neue Fox soll in den USA ebenso populär werden wie der Käfer.

Der Tag hätte zum Testen eines kleinen Autos, das ein neuer Käfer sein will, nicht besser sein können. Blauer Himmel, strahlende Sonne. Aber von den San-Bernardino-Bergen in Kalifornien tobte der Wind, den sie dort "Santa Ana" nennen. Spitzenböen von 120 km/h und mehr. Am EI-Cajon-Paß sah ich umgestürzte Trucks, fortgeweht, als seien sie Fliegengewichte von Matchbox. Auf dem Flugplatz von Palm Springs torkelte eine Boeing 737 der Air West unplanmäßig auf die Piste. In der Luft war ihr hochgewirbelter Wüsten­staub in die Triebwerke geraten. Der VW Fox, der von Wolfsburg auser­korene Nachfahre des Käfers (der bei solchem Wetter glatt ins Segeln gekom­men wäre), brummte unbeirrt über den Highway, als gäbe es die widrigen Winde gar nicht.

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Frontantrieb statt Heckmotor. Ich fühlte mich sicher wie in Abrahams Schoß. Stur hielt er den Kurs. Ein gutes Omen? Hoffentlich. Ein Sturmwind schlechter Absatzzahlen hat VW in Amerika gebeutelt, seit der Käfer sein strahlendes Exportleben endgültig aushauchte. Der Ersatz fiel regelmäßig durch. Rabbit, Golf, Quantum (Passat) und ähnliches konnten die Yankees nie so recht überzeugen, die den alten "Volks" in Beetle-Form in ihr Herz ge­schlossen hatten. Das meiste neumodi­sche Autozeugs aus Grand Old Wolfsburg war entweder zu teuer, zu unan­sehnlich oder zu schlampig – wenn es aus dem USA-Montagewerk von VW kam.

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Der Fox soll nun wieder den Strahlemann machen. Basic transportation ("Karo einfach" auf Rädern) nennen die Angelsachsen unverblümt die Wagen­klasse, in der er antritt. Ein Auto für Ein­steiger, die lieber ein fabrikneues Vehi­kel kaufen als einen Gebrauchten und sich dennoch keine finanziellen Klimmzüge leisten können. Da, wo der Käfer unschlagbar war, ha­ben sich erst die Japaner breitgemacht, und nun strömen die ganz Billigen her­ein, aus Korea, aus Jugoslawien, aus Tai­wan, aus Malaysia. 5000 bis 6000 Dollar (knapp unter 10.000 Mark) sind ihre Preisschilder. Das funktioniert so gut, dass der Absatz dieser Kisten atemberau­bend steil in die Höhe schnellt.

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