VW Golf syncro GT

VW Golf syncro GT

— 02.05.2011

Der neue Super-Golf

AUTO BILD-Archiv-Artikel 40/1987: Volkswagen hat seinen Sport-quattro fertig. Er wird Golf syncro GT heißen. Ein Allradrenner mit Bullenkraft durch Aufladung und mit viel pfiffiger Technik.

Der Super-Golf, der noch mehr kann als der schnelle GTI 16V, kommt Ende 1988 auf den Markt. Das Modell, das intern im Werk "G 60" heißt, soll die Golf-Fahrer stolz machen: Seht mal an, was in unserem Auto alles stecken kann. Das Topmodell soll das langsame Altwerden des heutigen Golf II (Start 1983) überdecken. Ein Prinzip, das BMW auch mit seinen Dreiern erfolgreich praktiziert, wo zusätzliche Modelle (Allrad, Cabrio, Kombi) den Anschein erwecken, als sei der Urtyp noch aktuell. Eines steht fest, der Top-Golf wird Maßstäbe in der Kompaktklasse setzen: Turbolader, Wastegate-Technik, 16 Ventile braucht er gar nicht, um eine Spitzengeschwindigkeit von 225 km/h und mehr zu erreichen.

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Der G-Lader, ein echtes Kind der VW-Entwicklungsmannschaft, gibt dem langlebig und sehr drehzahlfest ausgelegten GTI-Basismotor die Sporen. Statt Abgas treibt ein simpler Keilriemen den mechanischen Blasebalg, der ein Frischluft-Kompressor ist, zwei Ventile genügen im Zylinderkopf. Bereits von unten heraus macht der G-Lader Dampf. Das Prinzip hat längst seine Bewährungsprobe bestanden. Es wurde im Polo G 40 erprobt. Die Ziffern bezeichnen nichts weiter als die Gehäusebreite des Laders. Für den Golf wuchs sie um 20 Millimeter, daher "G 60". "Digifant", ein neues elektronisches Motor-Management, führt der 1800-ccm-Maschine immer die richtige Menge Benzin-Luft-Gemisch zu, um die Verbrennung optimal ablaufen zu lassen.

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Ein Klopfsensor überspielt unterschiedliche Benzinqualitäten automatisch, damit sich das 170-PS-Triebwerk niemals wegen ein paar Oktan zuwenig überhitzen und ausfallen kann. Ein Ölkühler ist serienmäßig. Die Kraft aus dem Drehzahl-Keller macht den G-60-Golf zum blitzschnellen Sprinter (0-100 km/h in weniger als 6,5 Sekunden – raunen die Versuchsfahrer). Da braucht es ein stämmiges, angepasstes Sportfahrwerk, um die Bullenkraft sauber auf die Straße zu kriegen. Sobald Frontantriebswagen sich der 200-PS-Grenze annähern, wird das problematisch. Gebändigter Kraftfluss ist nur per Vierradantrieb möglich. Logisch: syncro-Antrieb (4x4 mit Viscokupplung). Dass sich solch ein Auto rasch auf einen Preis von 50.000 Mark summiert, ist klar. Anfangs träumte man von weniger. Für Motorsport-Piloten wird ein syncro GT mit mehr als 200 PS für Rallye-Einsätze bereitstehen.

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