VW Passat Variant

VW Passat Variant

— 07.09.2010

VW Passat Kombi: Gefragt und teuer

AUTO BILD-Archiv-Artikel 42/1986: In der Käufergunst liegt der Variant ganz vorn. Bei den Preisen deshalb auch. Aber nicht immer ist der Aufschlag gerechtfertigt, denn gebrauchte Passat haben ihre Tücken.

Vor 13 Jahren, im Mai 1973, leitete der VW-Konzern mit dem Passat die große Wende ein. Damals eine Sensation: die Umstellung des Wolfsburger Fuhrparks von luftgekühlten Boxermotoren und Heckantrieb auf wassergekühlte Reihenvierzylinder und Antrieb an den Vorderrädern. Wie kaum ein anderes Fahrzeug gibt es den Passat seitdem mit den verschiedensten Motorstärken. Die Palette reicht heute vom 50-PS-Diesel bis hin zum 136-PS-Einspritzmotor. Die erste Passat-Generation verließ zwischen 1973 und 1980 die Fließbänder. Diese Fahrzeuge waren in vielen technischen Details baugleich mit den im gleichen Zeitraum produzierten Audi-80-Modellen.

Das Original: Der Artikel von 1986 als kostenloser Download

Das änderte sich erst mit der zweiten Passat-Generation, die seit Ende 1980 angeboten wird. Nachdem die Wolfsburger den unpopulären Santana Ende 1985 in Passat-Stufenheck umtauften, kann der Käufer nunmehr zwischen drei verschiedenen Blechkleidern wählen: einer Schrägheck-, Stufenheck- oder Variant-Version (Kombi). Zu den beliebtesten unter den Gebrauchten zählen die Variant-Modelle. Das macht sich im Preis bemerkbar. Obwohl der Zuschlag beim Neuwagen nur rund 500 Mark ausmacht, kostet der große Laderaum auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Mehrfaches. Den Passat Variant bekommt man nur selten unter Listenpreis. In der Regel wird er über Wert gehandelt.

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Das gilt vor allem für die sparsamen Diesel-Modelle, ob mit Turbo (70 PS) oder ohne (50 beziehungsweise 54 PS). Am häufigsten findet man in den Gebrauchtwagen-Kleinanzeigen den 1,6-Liter-Benziner mit 75 oder 85 PS. Beide Leistungsstärken reichen aus, um dem Wolfsburger zu flottem Temperament zu verhelfen. Die sportlichen GLI- und Fünfzylinder-Modelle mit 110, 115 und 136 PS werden hingegen nur selten auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeboten. Vorteile des Passat: seine komfortable Fahrwerksabstimmung, das üppige Platz- und Raumangebot sowie die Zuverlässigkeit. Letzteres gilt jedoch nur für Modelle der zweiten Passat-Generation.

Um es ganz deutlich zu sagen: Die Vorgänger dürften heute mehr oder weniger alle reif für den Schrotthändler sein. Deshalb aufgepasst, wenn Ihnen solch ein betagter Passat für einen scheinbar günstigen Preis angeboten wird. So einen Wagen kann man vor dem Kauf nicht gründlich genug untersuchen. Vorsicht vor allem vor Durchrostungen im Unterbodenbereich und an den Lenkhebeln der Federbeine. Manche Exemplare sind trotz noch gültiger TÜV-Plakette so marode, dass sie eigentlich am Straßenverkehr gar nicht mehr teilnehmen dürften. Mit einem Passat der ersten Generation fahren Sie vor dem Kauf am besten zu einem Sachverständigen oder gleich zum TÜV.

Der Teufel (ver)steckt im Detail

Dort wird sich dann sehr schnell zeigen, ob die bekannt anfälligen Bremsscheiben, die verschleißfreudige Radaufhängung sowie die kurzlebige Passat-Auspuffanlage noch so weit in Ordnung sind, dass der Kauf des Wagens lohnt. Aber auch jüngere Exemplare sollten vor Vertragsabschluss gründlich inspiziert werden. Denn sie rosten zwar nicht mehr so schnell, weitervererbt haben sich jedoch die Anfälligkeit der Vorderradaufhängung und die frühzeitige Erblindung der Scheinwerfer-Reflektoren.
Gesamturteil: Bedingt empfehlenswert

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