VW-Werk feiert Jubiläum
— 05.11.2009
60 Jahre Unabhängigkeit
VW feiert 60 Jahre automobile Unabhängigkeit. 1945 produzierte man im von den Briten besetzten Werk Wolfsburg den Käfer, 1949 ging der Betrieb an die Bundesregierung über – und der Aufbruch ins Wirtschaftswunder begann.
Drei Männer und eine Seite Protokoll – mehr brauchte es im Bonner Wirtschaftsministerium vor rund 60 Jahren nicht, um die Treuhänderschaft für das damals wichtigste Pkw-Werk Deutschlands von der britischen Militärregime auf die neue Bundesregierung zu übertragen. Colonel Radclyffe als Vetreter der britischen Regierung, Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und Ministerialrat Edgar Haverbeck unterzeichneten den Vertrag, der die Verwaltung der damaligen "Volkswagenwerk GmbH" auf das Land Nierdersachsen übertrug. Der Grundstein für die Unabhängigkeit war gelegt. Mit dem
Käfer und dem Transporter startete das junge Unternehmen durch und wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem Symbol des deutschen Wirtschaftswunders.
Mit dem Käfer startete der Aufbruch ins Wirtschaftswunder
1955 startet in Osnabrück die Produktion des schnittigen Karmann Ghia Coupé.
Die Serienfertigung des Käfers lief bereits seit dem 27. Dezember 1945, nur wenige Monate nach Kriegsende. Mit der Währungsreform und der Gründung der Bundesrepublik gehörten ab 1949 auch die Mangelwirtschaft und die ständige Materialknappheit, unter der die frühe Nachkriegsproduktion zu leiden hatte, der Vergangenheit an. Im gleichen Jahr produzierten 10.227 Mitarbeiter an den Standorten Braunschweig und Wolfsburg bereits 46.154
VW Käfer. 1950 folgte das
Transportmodell T1, ebenfalls von einem luftgekühltem Boxer im Heck bewegt. Ein weiterer Meilenstein war das 1955 eingeführte und in Osnabrück gerftigte Karmann Ghia Coupé bzw. Cabriolet, das heute als begehrtes Sammlerstück gilt.
Vom besetzten Briten-Werk zum modernen Global Player
Aufbruch in eine neuen Ära: Der K 70 ist 1970 der erste Volkswagen mit Frontantrieb und Wasserkühlung.
Nach 25 Jahren Käfer-Dominanz in Deutschland begann Anfang der Siebziger eine neue Ära: Die VW-Allheilmittel
Boxermotor, Luftkühlung und Heckantrieb erwiesen sich zunehmend als veraltet – zur Rettung des Unternehmens musste dringend ein modernes Konzept her. Den Anfang machte 1970 der von
NSU entwickelte K70, der erste
VW mit Wasserkühlung, Frontmotor und -Antrieb. Mit dem vom
Audi 80 abstammenden
Passat konnte das Wolfsburger Unternehmen ab 1973 erstmals ein konkurrenzfähiges Fahrzeug der Mittelklasse anbieten. Und als ein Jahr später der erste
Golf als Nachfolger des
Käfers eine neue Fahrzeugklasse begründete und sich binnen kurzer Zeit zum Verkaufsschlager mauserte, war der Weg zum modernen Global Player geebnet. Mittlerweile ist
Volkswagen ein Mehrmarken-Konzern mit einer Gesamtproduktion von 6,3 Millionen Fahrzeugen und ca. 369.900 Mitarbeitern auf der ganzen Welt.
Alle Meilensteine aus 60 Jahren VW-Produktion gibt's in der Bildergalerie!
Kommentare zum Artikel (6)
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"VW Golf IV
Bild 45 von 65
Die vierte Golf-Baureihe erscheint 1997. Das Karosseriedesign nähert sich mit dem langen Dach, dem steilen Heck und der stabilen C-Säule wieder dem des Golf I..."
Was ist das denn für eine bescheuerte Einsicht? IVer und Ier Golf haben ja nun gar nichts gemein.
Nach der Lektüre der Kommentare (meist das Interessanteste am ganzen Artikel, vor allem, wenn sich die User befetzen wie die Grundschulkinder am Pausenhof ;-)) deaktiviere ich immer JavaScript und lade die Seite neu. Die Bilder werden (mit Bildbeschreibung) am Seitenende angehängt und man kann bequem durchscrollen. Und das Neuladen dauert kürzer als das Laden der ersten 10 Bilder...
Habe ich denen auch schon vor Monaten geschrieben, es kam zumindest eine Reaktion, aber gebessert hat sich nur, dass sich die Website nicht mehr alle 5 Bilder neu lädt, sondern nur bei jedem 10. Bild... (sehr tröstlich)!
Reba thcin redeJ tah nebe tsuL eid eirelaG sträwkcür uz nekcilk...
(Das war rückwärts: Aber nicht jeder hat eben Lust die Galerie rückwärts zu klicken.)
Danke Dietmar für diesen Hinweis.
Das hat mich auch schon immer gestört !