Zulassung

Zulassung mit Saison- und H-Kennzeichen

— 10.10.2014

H-lose Klassiker dürfen nach Frankfurt

Frankfurt zeigt ein Herz für rollendes Kulturgut: Klassiker dürfen ohne Plakette in die Umweltzone. Verglichen mit Saisonkennzeichen zahlt jeder fünfte Oldtimerbesitzer zu viel Steuer.

Oldtimer mit H-Kennzeichen dürfen in die Umweltzonen – doch das Kennzeichen lohnt sich nicht für Klassiker mit kleinem Hubraum.

Das H-Kennzeichen ist nicht alternativlos – weder was die Kfz-Steuer noch was die Umweltzonen angeht. Zwar dürfen Oldtimer grundsätzlich nur mit H-Nummer in jede deutsche Umweltzone, aber die Städte können Ausnahmegenehmigungen erteilen. Frankfurt am Main erteilt solche Genehmigungen allen in der Stadt gemeldeten Autos ab 27 Jahren, die bis aufs Alter die Kriterien zur Erteilung eines H-Kennzeichens erfüllen – also weitgehend originalgetreu und in einem guten Erhaltungszustand sind. Dafür muss der Halter beim Straßenverkehrsamt ein H-Gutachten vorlegen. Amtsleiter Uwe Hartmann: "Eine Behörde hat da einen gewissen Ermessensspielraum."

Schnäppchen-Alarm: Klassiker bis 10.000 Euro

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Es geht günstiger als mit H-Kennzeichen

Steuerlich käme der Opel Kadett A von Klaus-Dieter Lenz mit Saisonkennzeichen billiger – aber die Umweltzone wäre tabu. Außer in Frankfurt am Main!

Aus steuerlichen Gründen verzichten viele Oldtimerbesitzer aufs H-Kennzeichen. Für jedes Auto mit H-Zulassung zahlt der Halter pauschal 191 Euro im Jahr, unabhängig von Abgasnorm und Hubraum – das heißt, für Kleinwagen bis 800 ccm Hubraum ist eine normale Zulassung günstiger. Aber auch mit mehr Hubraum lassen sich Steuern sparen: Klaus-Dieter Lenz (Foto) aus Frankfurt/Main zum Beispiel fährt einen 1965er Opel Kadett mit 996 cmm. Er fuhr bisher mit Saisonkennzeichen – von April bis Oktober war der Kadett A zugelassen, für diese sieben Monate fielen 147 Euro Kfz-Steuern an. Bis 1,3 Liter Hubraum ist so ein Sieben-Monats Saisonkennzeichen günstiger als das H – laut Kraftfahrt-Bundesamt betrifft das mindestens 100.000 Oldtimer, also mehr als 20 Prozent. Das bedeutet: Jeder fünfte Oldtimerfahrer würde ohne H-Kennzeichen günstiger fahren, gesetzt den Fall, er will das Auto nicht das ganze Jahr über fahren. Das ist wiederum nur selten der Fall: Viele Halter ersparen ihren rollenden Lieblingen die kalte Jahreszeit.

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Deuvet kritisiert Besteuerung

Der Oldtimerverband Deuvet kritisiert die Besteuerung als ungerecht: "In Relation zur Fahrleistung zahlt ein Oldtimerbesitzer das Zwölf- bis Achtzehnfache an Kraftfahrzeugsteuer gegenüber einem Neuwagen", sagt Präsident Peter Schneider. Würde man die Kfz-Steuer auf die Energiesteuer umlegen, müsste ein Oldtimer mit einem Verbrauch von zehn Litern 32.000 Kilometer im Jahr fahren, um auf die 191 Euro zu kommen. Alles Wichtige zum Thema H-Kennzeichen finden Sie hier.

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