Ein Käfer mit Dieselmotor. In Serie ging der Diesel-Boxer nie – er war viel zu laut.
"Salzstreuer" beobachten, dann den Starter ziehen – und meist springt der Motor sogar an.
Zum Start quellen fette Abgasschwaden aus dem Endrohr. Tierisch laut und saudreckig. Der schwarze Käfer schüttelt sich, startet brüllend, sprotzt und spuckt und bläst gewaltige Schwaden stinkenden Abgases in die Luft.
Abgesehen vom Diesel ist es ein normaler Brezel-Käfer. Kennzeichen ...
... für die "Amerikanische Zone Württemberg".
Schön, oder? Alles am Platz hier. Übertrieben gepflegt ist das kostbare Museumsstück bestimmt nicht, aber es funktioniert alles.
Winke, winke statt blinke, blinke. Die Blinker von heute waren früher die Winker. Nach Betätigung fuhr außen das Winkelement aus.
Kurbel, kurbel – mit viel Gefühl und Geduld ließ sich das Verdeck öffnen.
Aufgeweckt aus dem Museums-Schlaf bewältigt das kostbare Einzelstück die Ausfahrt tapfer, aber gemächlich. Angeblich sollen früher 110 km/h drin gewesen sein. Glaubhafter klingen die 60 Sekunden, die für die Beschleunigung auf 60 km/h vermerkt sind.
Experimentiert hat VW mit Diesel-Boxern in den frühen 50ern. Grund waren die extrem günstigen Preise für Diesel-Kraftstoff. Es gab Versuche mit zwei und vier Zylindern, Unterlagen existieren jedoch nicht mehr.
Nur noch dieses eine Auto gibt es, und das stammt aus dem Porsche-Museum. Denn die Entwicklung des Vierzylinder-Diesel-Boxers war ein Auftrag von VW an Porsche. Basis war dann auch das dreiteilige Gehäuse eines 1,3-Liter-Porsche-Boxers. 1952 ...
... leistete die letzte Ausführung des in Zuffenhausen konstruierten, nahezu serienreifen 1,3-Liters 25 PS bei 3100 Touren mit Potenzial von höchstens 3300/min.
Der Diesel-Käfer erzeugt infernalischen Lärm. Die Explosionen haben eine Lautstärke, die die Bundeswehr auf den Plan rufen müsste. Dazu kommen Vibrationen in der Stärke eines mittleren Erdbebens. Verglichen damit läuft ein Ackerschlepper jener Zeit weich wie ein Zwölfzylinder.
50 Jahre Rudolf Diesel: Redakteur Branke am ersten Versuchs-Diesel, gebaut von 1893 bis 95, im (empfehlenswerten) MAN-Museum.
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