Glückwunsch, Niva! Seit 1977 wird der 4x4 Russe gebaut. AUTO BILD-Autor Wolfgang Blaube unternahm einen symbolträchtigen Geburtstagsausflug.
Deprimierender, aber auch eindrucksvoller Pflichtbesuch: das Mauer-Museum oberhalb von Sorge.
Warten auf den Donner: Die dampfenden Schmalspursaurier locken Eisenbahnfans aus der ganzen Welt in den Oberharz.
Papier ist geduldig: Bahnhofswirt Göppel (rechts) serviert den DDR-Artikel aus dem Magazin "Kraftfahzeugtechnik" vom September 1978 mit der Vorstellung des Lada "Niwa". "Entsprechend ...
... der Aufgabenstellung im zehnten Fünfjahresplan begann 1977 die Serienproduktion", heißt es dort. Weite Verbreitung fand der damals ...
... hochmoderne Sowjetkraxler in der DDR indes nicht. Er galt als Nutztier und wurde überwiegend in der Forstverwaltung eingesetzt.
Wo die Uhren langsamer ticken: Fahrt durch das verschlafene Dorf Elend.
Blick zurück ohne Zorn: Siegmund Kronenberger, Ex-KoKo-Autobeschaffer, erinnert sich. Er war unter Schalck-Golodkowski für die Fahrzeugbeschaffung aus dem Westen zuständig. Da die Lieferungen aus der UdSSR nie ausreichten, kaufte man ...
... vom großen Hamburger Opel- und Lada-Händler Dello Tausende Autos dazu.
Waldmeister mit Schuss: Im harten Gelände zeigt der Niva, was er kann.
Dem Verfall geweiht: längst verlassener Fachwerkhof im Harzdörfchen Sorge.
Im Kellergeschoss der Geschichte: Inspektion des Bodens in der einstigen Grenzerkaserne.
Kurzer Klassiker: Das Kleid des 3,72 Meter langen Niva wirkt auch nach 30 Jahren weder veraltet noch unansehnlich.
Heute ein König: schneller Niva morgens um sieben – weil sonst nur Käfer und Bullis zum großen VW-Treffen krabbeln.
Komfortverwöhnte Zeitgenossen mit aktuellen Sicherheitsansprüchen mögen sich bei einer solchen Ausstattung vor Lachen biegen oder vor ...
... Angst flüchten. Freunde der tradionell schlichten Motorisierung hingegen loben, dass weder ABS noch Airbags, weder ...
... elektrische Fensterheber, noch Klimaanlage versagen können.
Das umschäumte Lenkrad, Erbe eines entzückenden Bakelitkranzes, klebt an der Hand wie eine ekelige Nacktschnecke.
Die Straßenbezüge erinnern an das Foyer einer ukrainischen Absteige. Original Lada ist hingegen der Geruch des Innenraums. Beim Neuwagen verursachen ...
... die Plaste-Ausdünstungen umgehend heftige Migräne. Nach einer Woche lässt das Reizklima spürbar nach. Drei Wochen später möchte man das seltsame Odeur nicht mehr missen. Wie übrigends auch den Niva selbst.
Kleiner Grenzverkehr: AUTO BILD-Redakteur Wolfgang Blaube fragt ...
... das betagte, aber erfrischend lustige Ehepaar Clemens nach dem Weg. Das Seniorenpaar fährt einen Wartburg 353 von 1970 mit Erstlack, Erstchrom und 250.000 auf der Uhr.
An den flachen Rückleuchten erkennbar: Der Ur-Niva von 1977 bis 1995.
Der Niva offenbart erstaunlichen Reisekomfort, gleichzeitig macht ihn sein ungeschminkter Mangel an neuzeitlicher Perfektion ...
... zum herzenswarmen Kumpel. Er weckt Respekt, Zuneigung und Verständnis. AUTO BILD-Redakteur Wolfgang Blaube wird es auch künftig an Sommerwochenenden nach Sorge und Elend ziehen.
9990 Euro kostet das 30-Jahre-Sondermodell Taiga – ein reizvolles Angebot.
Mit seinen 30 Jahren ist der Niva ein nagelneuer Oldtimer und ein unverbesserliches Ostprodukt.
1966 vereinbart die UdSSR mit Fiat die Lizenzfertigung des 124. Bislang entstanden ...
... 2,3 Millionen Stück, gut 100.000 Stück kamen nach Deutschland. Derzeitiger Jahresabsatz bei uns liegt um 1300 Niva.
Unterwegs zwischen Sorge und Elend: Die Landstraße war einst ein Patrouillenpfad der DDR-Grenzposten.
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