30 Jahre und kein bisschen weich: Zum Jubiläum lässt Mercedes mit dem Sondermodell G 280 CDI Edition 30.Pur die ...
... Baureihe 461 wieder auferstehen – in limitierter Auflage. Der lange Allradler ist eine Hommage an die erste Generation des G-Modells.
Standheizung und eine manuelle Klimaanlage gehören ebenso zum Lieferumfang wie ein Laderaum mit Holzboden, spritzwassergeschützte Bedienelemente und Wasserabläufe im Fußraum.
Aufgebrezelt mit den Anbauteilen zweier Offroad-Pakete (All-Terrain-Reifen, elastische Kotflügelverbreiterungen, begehbare Motorhaube, Dachgepäckträger) wird aus ...
... kantigen Kerl ein Traumwagen für Weltenbummler, Expeditionsleiter und Großverdiener.
Coolness und Geländegängigkeit haben ihren Preis – erst Recht in so exklusiver Verpackung: 59.381 Euro ruft Mercedes für das Pur-Sondermodell auf.
Peanuts im Vergleich zum Edition 30, der auf dem aktuellen G 463 basiert. Platinschwarzer Lack, exklusive Alus, eine dunkle Lederausstattung und dunkle Holzzierteile summieren sich auf atemberaubende 97.461 Euro.
Dabei hatte 1973 alles ganz schlicht mit einem Holzmodell begonnen. Ein leichtes Geländefahrzeug wollten die Daimler-Banz AG und Steyr-Daimler-Puch zusammen entwickeln.
Eine Herausforderung, die die Designer bereits 1976 mit diesem Entwurf annahmen. Ziemlich "G", oder?
1978 bringt dieses Erprobungsfahrzeug letzte Testfahrten hinter sich.
1979 werden die zivilen Versionen (240 GD, 300 GD, 230 G und 280 GE) in Südfrankreich der Presse vorgestellt.
Topmodell ist 1979 der 280 GE.
Den kargen Innenraum teilten sich alle Modelle.
Parallel zum Mercedes G krabbelt 1979 auch der Puch G in Graz vom Band. Unter diesem Namen wird der G in Österreich, der Schweiz und in sozialistischen Ländern vertrieben.
Viel nacktes Blech am Armaturenbrett, das an die Mercedes-Transporter erinnert.
1981 bekommt Papst Johannes Paul II. seinen G – ursprünglich allerdings ohne kugelsicheres Gewächshaus.
1986 werden 230 GE und 280 GE mit geregeltem Kat lieferbar. 1987 startet dann die vierte Modellpflege (elektrische Fensterheber, automatische Antenne). Es fällt der Startschuss für die Entwicklung der Baureihe 463.
Robust, aber teuer: In Afrika schätzt man den G – und kauft lieber Toyota.
Bei Polizei und Bundesgrenzschutz ...
... schätzt man den 280 GE ebenfalls – und ordert große Stückzahlen. Teilweise sogar mit Panzerung.
Auch als Krankenwagen war der G im Einsatz – hier als Puch 280 GE.
Die Bundeswehr braucht bis 1989, um sich mit dem G-Modell anzufreunden. Beim Bund heißt der G "Wolf".
1990 erscheint die Baureihe 463 mit den Modellen 230 GE, 300 GE, 250 GD und 300 GD. 280 GE und 300 GD der Baureihe 460 werden nicht mehr hergestellt.
Im Innenraum des G 463 herrscht PKW- statt Nutzfahrzeugambiente. Auf Wunsch gibt es sogar Edelholz-Einlagen. Das Handy neben der Schaltung ist allerdings jüngeren Datums.
Die restlichen Modelle des G 460 werden zunächst weitergebaut.
1993 erscheint der 500 GE, der erste G-Modell mit V8-Motor. Limitierte Auflage: 500 Fahrzeuge.
Der Innenraum des 500 GE bietet alles, was die Aufpreisliste hergibt.
Der G 460 heißt ab 1992 G 461. Neu ist der 290 GD. Hier der seltene Pick-up.
Ein langer Puch 300 GD aus dem Jahr 1994 in seinem Element.
Den bulligen G 320 gab es ab Ende 1993.
1996 folgt die dritte Modellpflege des G 463. Der G 300 TD ersetzt den G 350 TD und dazu ...
... gibt es einen Beifahrer-Airbag und eine Fünfstufen-Automatik.
1997 ersetzt ein elektrohydraulisches Verdeck das umständliche Klappdach des Cabrio.
1999 feiert die G-Klasse ihren 20. Geburtstag mit dem Sondermodell G 500 Classic. Hinzu kommt der gepanzerte G 500 Guard. Bestellungen von Armeen aus aller Welt kurbeln die Produktion immer wieder an.
Im Jahr 2000 folgt die nächste große Modellpflege. Auf dem Pariser Salon werden die neuen G-Modell vorgestellt. Neu sind der V8-Diesel im 400 CDI, ...
... Klarglasscheinwerfer und ein neues Armaturenbrett mit Navi-Bildschirm und TV-Empfang.
Den braucht der G im öffentlichen Dienst natürlich nicht, wo er nach wie vor im Einsatz ist.
2005 entdeckt Haustuner AMG seine Liebe zum G und streckt ihn in die Länge.
Neue Rückleuchten und Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht werten den G 2007 auf. Hinzu ...
... neue Instrumente, ein neues Lenkrad und das DVD-Navi.
Schwimmen, klettern, fahren – wer sagt eigentlich, dass so ein G nicht auch fliegen kann? Kann er wohl. Als 507 PS starker G 55 AMG.
2008 folgt die letzte leichte Überarbeitung: Drei-Lamellen-Grill, 5,5-Liter-V8 mit 388 PS statt Fünfliter mit 296 PS im G 500.
Seit 2007 fährt übrigens auch Papst Benedikt wieder Mercedes. Sein G 500 kommt ohne schusssichere Haube aus, ist dafür aber komplett weiß eingerichtet.
Der stärkste G aller Zeiten wird bei Brabus in Bottrop gebaut und hört auf den klangvollen Namen G V12 S Biturbo.
2,5 Tonnen Leergewicht und die Aerodynamik eines Ziegelsteins – in Sachen Geländegängigkeit macht dem G-Modell aber keiner was vor. Wo der stecken bleibt, ...
... braucht man schweres Räumgerät. Ob die hübschen 22 Zöller die Strapazen einer Geländefahrt überleben, ist aber sicher eine Überlegung wert.
Brabus quetscht einen modifizierten 12-Zylinder mit 6,3-Liter-Hubraum unter die Haube des Kult-Offroaders. Der leistet sagenhafte 700 PS und stemmt – elektronisch begrenzte – 1100 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Theoretisch wären sogar 1320 Newtonmeter drin.
Manövriert wird der Rabaucke vom Kommandoplatz im edel aufgerüsteten Innenraum. Brabus fertigt die Mastik-Lederausstattung von Hand.
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