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Achtzylinder-Klassiker: Schnäppchen mit V8-Motor

BMW 540i (E34)
1992 galt er als eines der besten Autos der Welt. Heute steht der BMW 540i der Baureihe E34 meist beim Kiesplatzhändler. Als Klassiker ist er noch nicht entdeckt.
Bild: Theo Klein
BMW 540i (E34)
Mit 4,72 Metern ist der alte 5er-BMW zwar knapp zehn Zentimeter länger als ein aktueller 3er. In der Breite aber misst er gut sechs Zentimeter weniger.
Bild: Theo Klein
BMW 540i (E34)
Zwar standen BMW-Eigner damals im Ruf, Vorausfahrende mit blitzenden Doppelscheinwerfern von der linken Spur zu scheuchen, abseits der Autobahn schätzten sie aber den zurückhaltenden Auftritt.
Bild: Theo Klein
BMW 540i (E34)
Der 540i lässt mit seinem breitschultrigen Kraftpolster die Distanz zwischen zwei Kurven zügig zusammenschmelzen, auch wenn die Automatik mit ihrem Kuschelwandler sein Temperament empfindlich zügelt.
Bild: Theo Klein
BMW 540i (E34)
Das Cockpit umarmt den Fahrer. Die "erweiterte Lederausstattung mit Edelholzausführung"  für 7040 Mark war ein Privileg für V8-Käufer. Die Bisonleder-Sitze ließen sich für astronomische 3125 Mark mit elektrischen Verstell- und Memory-Tasten aufrüsten.
Bild: Theo Klein
BMW 540i (E34)
Bei niedrigen Drehzahlen gibt sich der V8 vergleichsweise verhalten. Zwar hängt er gut am Gas, doch erst wenn er gedreht wird, zeigt er wirklich Zähne. Ab dreieinhalb kommt richtig Leben in die Bude.
Bild: Theo Klein
BMW 540i (E34)
Im 7er BMW der Baureihe E32 feierten 1992 die neuen M60-Motoren ihren Einstand. Dank Voll-Alu-Bauweise wiegt der Achtzylinder nur 213 Kilo. Auf Strecke verbraucht er um zwölf Liter.
Bild: Theo Klein
BMW 730i (E32)
In diesem Auto eingebaut, 1992 war er der erste Achtzylinder-BMW seit 28 Jahren, heute ist der elegante BMW 7er der zweiten Generation (E32) einer der günstigsten. Im Zustand 3 ist der Ober-Bayer (3,0 Liter/218 PS) ab bodenständigen 3200 Euro zu haben.
Bild: Conrad Piepenburg
BMW 540i (E34)
Zurück zum BMW 540: Der bedeutet Kraft in allen Lagen, feine Qualität, ein Wagen, der schon premium war, als die anderen es noch nicht versuchten. Heute kostet ein guter 540i um die 6600 Euro, ein eher verwohntes Exemplar ist schon für 1800 Euro zu haben (Stand Dezember 2016, Quelle: Classic Data).
Gebrauchtwagensuche: BMW 5er
Bild: Theo Klein
Chevrolet Camaro LT 350 V8
Familientaugliche, einfach strukturierte Sportwagen mit großvolumigem V8 wie der Chevrolet Camaro sind selten geworden. Der Camaro ist bodenständig, sehr amerikanisch, etwas ungehobelt, was aber keinen stört. Als 2+2-Coupé ist er zudem leidlich sportlich und dabei noch ausreichend praktisch.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Bei Optik und Technik kann der Camaro punkten, bei Image und Qualität dagegen kaum. Als schlichte Massenware lief er einst vom Band, in der Fertigung ging es sorglos zu, die Verarbeitung lässt den Sparstift erkennen.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Fürs Klischee des gusseisernen Bollerwagens taugt ein 76er Camaro LT leider gar nicht, dafür ist er zu sehr Softie. Komfortabel ist der Chevy auf der Langstrecke, berechenbar in Kurven, zwar simpel und günstig konstruiert, dafür jedoch voll ausgestattet. Sogar das typische V8-Gurgeln verkneift er sich.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Innen wirkt der Chevy mit Vierspeichenlenkrad und Sportsitzen dynamisch, doch das ist nur gespielt. Entspannt und komfortabel sitzt es sich in all dem Kunststoff, richtig ungemütlich wird es nur hinten.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Das Holz stammt vom Plastikbaum, die "Ledernaht" ums Armaturenbrett ist imitiert. Wer damit leben kann, genießt den Ausblick und den Stil der soften Seventies.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Schiefe Passungen, krumme Spaltmaße. Dafür gibt es viele Hebel für Lüftung und Heizung und Chrom aus der Dose.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Satte 5,7 Liter groß, aber rasch überfordert: Im Camaro LT für Deutschland saß grundsätzlich der stärkste V8 der Palette. Strenge Abgasgesetze in den USA hatten den Small Block aber auf dürftige 170 PS heruntergeknebelt. Zum Gleiten, der Paradedisziplin des Wohlfühl-Coupés, genügt das.
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Das Image des Camaro II, vor allem der Leumund der zweiten Serie ab 1974, ist mies. Erst saßen zu oft die falschen Leuten drin, dann kamen die Tuner. Ein guter, originaler Camaro glänzt mit lässigem Charme und überschaubaren Unterhaltskosten – solche Autos gewinnen in den USA schon wieder an Wert. Wer in Deutschland sucht, findet ein Zustand-4-Auto ab 5400 Euro, einen guten Wagen ab 18.900 Euro.
Gebrauchtwagensuche: Chevrolet Camaro
Bild: Bernd Hanselmann / AUTO BILD
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Fans der Mercedes S-Klasse W 126 haben den nur 13.996-mal gebauten 420 SE in der Regel nicht auf dem Wunschzettel. Deshalb ist er nur halb so teuer wie ein 500er. Höchste Zeit, umzudenken!
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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224 PS leistet dieser Kat-420 SE von 1989 bei weit über anderthalb Tonnen Gewicht – da sind schon potente Kompaktwagen ernst zu nehmende Gegner. Zu Zeiten des W 126 war Ästhetik wichtiger als plumpe PS-Anmache.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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Wenigstens flößt die Zahl "420" auf dem Kofferraumdeckel vielen eine Spur von Respekt ein. "Impala" taufte Mercedes diese Metallicfarbe, obwohl ein W 126 auch mit sehr viel Fantasie kaum an jene grazile Schwarzfersenantilope erinnert, die Pate für die Lackbezeichnung stand.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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Der Erstbesitzer mochte Erdfarben, die Kombination des Lacktons "Impala" mit Stoff "Brasil" beweist es. Selbst ohne "L" ist die Beinfreiheit im Fond üppig. Trotz seiner Gediegenheit ist der W 126 ein Auto, das dem Fahrer nicht – wie ein übereifriger Butler – zu viel abnimmt.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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Bei allem Komfort wirkt er angenehm straff und nicht weich wie ein Wattebausch. Dazu trägt auch die Kugelumlauf-Servolenkung bei: Sie setzt Lenkbefehle so direkt um, dass der Fahrer nicht argwöhnen muss, zwischen ihm und der Straße verstecke sich womöglich ein (elektrischer) Spielverderber.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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"Vollausstattung" gibt es nicht, nur eine mehr oder weniger komplette Ausstattung. Das Navi-Radio ist nachgerüstet.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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Evolution statt Revolution: Der 4,2-Liter-Leichtmetall-V8 trägt die interne Konstruktionsbezeichnung M 116 E 42. M 116 hieß schon 1969 der 3,5-Liter-Grauguss-Achtzylinder für W 109/111, von dem er in direkter Linie abstammt.
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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Eine Luxuslimousine vom Schlag des Mercedes 420 SE muss keine Gazelle sein. Dafür entschädigt sie mit dem ausgewogensten Design, das je für eine S-Klasse entwickelt wurde: Mit dem W 126 liefert das Team um Bruno Sacco ein Meisterwerk ab. Für Schrauber beginnt der Spaß bei 2200 Euro, Genießer sollten rund 10.000 Euro einkalkulieren, und gut zweitausend Euro in der Hinterhand behalten, um Wartungsstau zu beseitigen.
Gebrauchtwagensuche: Mercedes-Benz 420
Bild: Holger Neu / AUTO BILD
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Italo-Fans tun sich schwer mit dem Ferrari Mondial, weshalb der Pininfarina-Keil zu den wenigen Ferrari-Klassikern gehört, die auch Normalsterblichen offen stehen. Als Quattrovalvole fehlt es ihm außerdem nicht an Temperament.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Seine irritierende Form ist bis heute das größte Problem des Ferrari Mondial. Pininfarina musste den Mondial scheinbar auf die Streckbank packen, um vor der Hinterachse Platz für Motor und Rücksitze zu schaffen. Das Ergebnis ist ein in die Länge gezogener Türkeil mit ziemlich langem Radstand.

Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Auf leeren Landstraßen fühlt sich der Mondial am ehesten wohl. In langgezogenen Kurven ist der perfekt ausbalancierte Ferrari in seinem Element, denn für die Hatz über die Autostrada ist der fünfte Gang viel zu kurz übersetzt. Also lieber cruisen und genießen. Dann stört auch der fehlende Seitenhalt der Sitze nicht so.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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An Biss fehlt es dem Quattrovalvole nicht. Denn während der Ur-Mondial mit 214 PS und zwei Ventilen pro Zylinder auskommen muss, erfüllt der Vierventiler mit seinen 240 PS die Erwartungen an einen Ferrari schon besser. Ein echter Ferrari-Designklassiker sind die runden Heckleuchten.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Kastiges Cockpit, sündig-rotes Leder und überraschend bequeme Sessel – so lässt sich der Sommer aushalten. Ein viersitziges Cabriolet hat Ferrari nie wieder gebaut. Mondial Coupé und Cabrio flogen Ende 1993 ersatzlos aus dem Programm.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Wenn der Leichtmetallmotor mit seinen vier Nockenwellen loslegt, die Bosch K-Jetronic Sprit in die acht Brennräume schießt und sich die Nadel des Drehzahlmessers der 80 nähert, dann klingt der QV, wie ein Ferrari klingen muss.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Schrauberfreundlichkeit geht anders: Der quer eingebaute Leichtmetall-V8 des QV klemmt vor der Hinterachse und ist ein alter Bekannter aus dem Ferrari 308. Fahrspaß-Fans schätzen sein breites nutzbares Drehzahlband.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Die Klassiker-Karriere des Mondial kommt einfach nicht voran. Eine heiße Gelegenheit für alle, die schon immer einen Ferrari wollten, bisher aber keine sechs Richtigen im Lotto hatten. Für 16.900 Euro sind Exemplare im Zustand vier zu haben, mehr als 43.300 Euro müssen auch für einen guten Mondial nicht angelegt werden.
Gebrauchtwagensuche: Ferrari Mondial
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD
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Der Rover Vitesse, der bis heute "British Bulldog" genannt wird, bleibt unsterblich. "Rapide" durfte er nicht heißen, weil Aston Martin 1982 dagegen Einspruch erhob. Egal, der Rover galt dennoch als "Aston des kleinen Mannes".
Bild: Marcus Gloger
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Dekorstreifen mit dem Schriftzug "Rapide" hatte Rover für sein stärkstes Modell 1982 bereits drucken lassen, als Aston Martin die Verwendung des Namens verbieten ließ. Souverän blieb der Brite aber auch als "Vitesse".
Bild: Marcus Gloger
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Der Vitesse, mechanisch und optisch kraftvolles Spitzenmodell der 1976 empfindlich verspätet präsentierten SD1-Reihe, lauert dank verkürzter Federn tief auf dem Asphalt.
Bild: Marcus Gloger
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Der bullige Vitesse hatte vor allem die PS- und prestigestarke Konkurrenz von BMW im Visier seiner geschlitzten Scheinwerfer. Letztere waren eine unverhohlene Hommage an den Ferrari Daytona.
Bild: Marcus Gloger
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Auch innen war der Rover SD1 (von "Specialist Division" aus Triumph und Rover) seiner Zeit voraus. Die Überarbeitung von 1982 bewahrte die sachliche Avantgarde.
Bild: Marcus Gloger
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Ein Rover SD1 Vitesse vereint Power und Prestige und krönt das Ganze mit typisch britischer Noblesse – und mieser Verarbeitung.
Bild: Marcus Gloger
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Dank Lucas-Einspritzung liefert der – ursprünglich von Buick stammende – Dreieinhalbliter-V8 ehrliche 193 PS. Das reicht dicke für kommodes Touren auf den Straßen dieser Welt, zumal fünf Personen entspannt in üppigen Polstern versinken.
Bild: Marcus Gloger
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Er hat keine Chance, der Rover Vitesse, doch er nutzt sie – das ist es, was ihn heute so begehrenswert macht. Außerdem ist er nicht teuer. Um 1600 Euro erleichtert ein Projektauto das Portemonnaie, nicht mehr als 8000 Euro kostet ein guter Vitesse.
Gebrauchtwagensuche: Rover SD
Bild: Marcus Gloger
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Von vorn sieht die Simca Vedette aus wie ein 1955er Packard Clipper, von der Seite wie ein 58er Edsel. Frankreich war damals viel stärker amerikanisiert als Deutschland. Von Ford erbte Simca 1954 Frankreichs einzigen V8-Motor.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Als Chambord trägt die Vedette ihre Zweifarblackierung dreifach abgesetzt; verfügbar waren insgesamt zehn Farben und zwölf mögliche Kombinationen. Die Räder boten mit einem Durchmesser von nunmehr 15 statt 13 Zoll Platz für kräftigere Trommelbremsen.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Sicken in Dach und Kofferraumhaube gaben der neuen Vedette 1957 Kontur und Rasse – der Grundaufbau stammte ja noch von 1954, woran der Aufwärts-Knick an den hinteren Türen und die Frontgestaltung auch stets erinnerten.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Die stilisierte Schwalbe auf der Vedette sieht verdächtig nach amerikanischem Rocket-Design aus, hilft dem Fahrer aber auch hervorragend beim Peilen durch die Panorama-Frontscheibe.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Drei Gänge und Lenkradschaltung hat der Fahrer einer Vedette zur Verfügung. Eine Automatik gab es nie, nur gegen Aufpreis eine Art Overdrive namens "Rushmatic". Sich am Lenkrad festzuhalten ist das Mittel der Wahl, um nicht ziel- und haltlos auf der Sitzbank umherzurutschen.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Simca gab 145 km/h Spitze an, doch 84 PS schieben die Tachonadel nur mühsam nach rechts.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Der 90-Grad-Flathead-V8 feierte 1932 im Ford V8 Model 18 Premiere, allerdings mit 3,6 Liter Hubraum. In Frankreich machte die Sparversion von 1935 Karriere – und überzeugte bis zuletzt mit ihrer gepflegten Laufkultur.
Bild: Goetz von Sternenfels
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Mit einer Vedette wird nur der glücklich, wer schätzt, was sie war und ist: ein französisches Oberklasse-Volksauto der fünfziger Jahre. Rund 4200 Euro teuer ist sie im Zustand zwei, 21.200 Euro werden heute für eine gute Vedette fällig.

Bild: Goetz von Sternenfels
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Wer wenig über Tatra weiß, neigt dazu, die Großwagen aus Kopřivnice zu unterschätzen und den T613 in die staubige Parteibonzenkarren-Schublade zu stecken. Doch ein Tatra der siebziger Jahre trägt noch den Geist Hans Ledwinkas unterm Blech, eines der genialsten Automobilkonstrukteure des 20. Jahrhunderts.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Keine Bleistiftspitzen tschechischer Konstrukteure haben dieses Styling zu Papier gebracht, sondern Vignale in Italien. Das Korsett der wirtschaftlichen Beschränkungen zwang Tatra dazu, dieses Auto immer wieder aufs Neue zu modernisieren und ganze 22 Jahre lang zu bauen.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Cruisen wie die DDR-Elite der Siebziger: Der Tatra T613 war mit seinen 190 km/h Spitze schneller als es die Straßen des Sozialismus erlaubten. Schalten ist selten nötig, weil der schwarze Riese sein maximales Drehmoment von 265 Newtonmetern schon bei 2500 Touren abliefert.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Die kantige Form mit der weit eingezogenen Heckscheibe und dem flachen Bug unterm XXL-Kofferraumdeckel (Unwissende halten ihn für die Motorhaube) bricht mit der Stromlinien-Tradition der Großwagen aus Nesselsdorf – und erinnert von vorn an einen aufgepumpten VW 411.

Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Die Form der C-Säulen soll nach dem Willen der Entwickler ein Verschmutzen der Heckscheibe bei üblem Wetter verhindern. Außerdem sieht sie gut aus.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Vom kuscheligen Fahrersessel aus blickt der Tatra-Fahrer über den flachen Sicherheitspralltopf des Lenkrads auf fünf Rundinstrumente, die ein Wüterich mit Teigausstechern in Lakritzmasse gepresst zu haben scheint.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Die Platzierung des 165 PS starken 3,5-Liter-Achtzylinders mit seinen zwei obenliegenden Nockenwellen pro Bank auf der Hinterachse verleiht dem 613, verglichen mit früheren Tatra-Modellen, deutlich mehr Fahrstabilität.
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Richtig billig ist so ein Tatra T613 heute zwar nicht. Doch gemessen an seiner Geschichte und Exklusivität auch nicht wirklich teuer. Das Wichtigste: Kaufen darf ihn heute jeder, der noch einen findet. Er (oder sie) muss 3800 (Zustand vier) bis 14.600 Euro (Zustand zwei) übrig haben.

Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Kommen fette Achtzylinder in die Jahre, traut sich kaum noch jemand an sie ran – dabei ist bei vielen die Klassiker-Karriere vorgezeichnet. Doch auch Autos mit eher unerwarteten V8 kosten oft nicht die Welt, das zeigt der Audi V8 quattro.
Bild: Christian Bittmann
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 Der entstand, weil Ferdinand Piëch mit Audi Großes vor hatte und es 1988 allen zeigen wollte.
Bild: Christian Bittmann
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Gegen Mercedes und BMW erzielte der Technik-Hochkaräter (3,6 Liter/250 PS und 4,2 Liter/280 PS) aber nur einen Achtungserfolg: Bis 1994 enstanden nur 21.000 Stück.
Bild: Christian Bittmann
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Wegen der üppigen Serienausstattung war die Allradlimousine 35 Prozent teurer als die Basismodelle der Konkurrenz, viele verspotteten sie zudem als aufgepeppten Audi 100. Wie falsch das war, merken alle, ...
Bild: Christian Bittmann
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... die heute auf den niedrigen Gebrauchtpreis (3600 Euro) reinfallen, beim Werkstattbesuch: Schon kleinere Reparaturen können sich zum Totalschaden auswachsen, denn Ersatzteile sind deutlich teurer als bei Benz und BMW. Auber auch im Zustand 2 kosten die schnellen Ingolstädter nicht die Welt: Für einen 3.5-Liter-Audi werden 9.200 Euro fällig, für den 4.2er ganze 9.800 Euro.
Gebrauchtwagensuche: Audi V8
Bild: Christian Bittmann
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Schon crazy, was die Amis unter "downsizing" verstehen: 5,61 Meter Länge, fünf Liter Hubraum ... Aber es ist alles relativ: Vor der Ölkrise war der Buick Electra noch riesiger. Richtig klein ist nur sein Preis: 2500 Euro für einen 1983er – kein US-V8 kostet in Deutschland weniger.
Gebrauchtwagensuche: Buick Electra
Bild: Werk
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Bei einem alten Rolls-Royce Silver Spirit sollte man nicht nur auf die prächtige Fassade achten. Mag der Preis des Silver-Shadow-Nachfolgers (1980–1998) im Zustand 3 noch überschaubar sein (12.500 Euro), Unterhalts- und Reparaturkosten sind königlich.
Gebrauchtwagensuche: Rolls-Royce Silver Spirit
Bild: Werk
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Wie gut, dass wir Deutschen genau wissen, was ein "echter Porsche" ist: der 911 nämlich, und eigentlich auch nur der luftgekühlte. Der Porsche 928 jedenfalls, so viel steht fest, ist keiner – weshalb er auch nicht so viel kostet wie ein echter Porsche. Ab 21.900 Euro (Zustand 3) ist man dabei. Dass selbst einige 911-Fahrer die Frontmotor-Flunder (4,6 Liter/310 PS) für den besseren Porsche halten, kann ja unter uns bleiben.
Gebrauchtwagensuche: Porsche 928
Bild: Sveinn Baldvinsson
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Dass den prüden Amis beim Anblick des Kühlergrills die Fantasie durchging, ist das eine. Dass der Edsel für Ford ein Verkaufs-Desaster war, das andere. Beides muss keinen kümmern, der nach einem coolen Straßenkreuzer Ausschau hält. Mit 11.100 Euro im Zustand 3 ist ein 1958er heute eine eher günstige Möglichkeit, ein V8-Schiff aus der Petticoat-Ära zu steuern.

Bild: Christian Bittmann
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Alle Welt giert nach Bel Air und Caddy, den 1955er Dodge Custom Royal Lancer hat niemand auf der Rechnung. Was ein Fehler ist – vor allem, wenn man rechnet. Sein 4,4-Liter-"Red Ram"-V8 (175 PS) schluckt zwar wie ein Großer, mit 21.900 Euro (Zustand 3) ist der Preis für das Hardtop-Coupé aber klein. Wer einen günstigen Einstieg in die Welt der Heckflossen-Oldies sucht – hier ist er!
Bild: Privat
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Nachdem Audi oben angekommen war, probierte VW es auch mit dem Passat W8 4Motion. Doch schon nach drei Jahren und 2359 Stück kam das Aus. Der Passat mit drei Zylinderbänken (daher "W8") und 275 PS hat aber seinen Reiz: Mehr Understatement geht nicht. Ab 5200 Euro.
Gebrauchtwagensuche:
Bild: Werk
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Der Opel Diplomat B 5.4 mit Chevy-V8 (230 PS) war schon beim Dienstantritt 1969 rund 30 Prozent günstiger als ein gleichrangiger V8-Mercedes. Heute kostet er 10.400 Euro im Zustand 3. Opels letzte Luxus-Limousine lief bis 1977: Blubber-Sound und Straßenkreuzer-Optik, dazu deutsche Wertarbeit und feine Fahrwerktechnik – oberklasse!
Gebrauchtwagensuche: Opel Diplomat
Bild: Christian Bittmann
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Mit ihm allradeln Lord und Lady stilvoll in den letzten Winkel ihrer Latifundien: Der Range Rover Vogue (1981–1989) gilt als Vater aller Luxus-Kraxler. Seine trinkfeste Natur und der knorrige Charakter weisen ihn als typischen Vertreter des britischen Hochadels aus. Für Käufer gilt: Ob bürgerlich, ob blaublütig – sie sollten nicht verarmt sein. 13.000 Euro Kaufpreis sind nämlich nur der Anfang. Hier kommen Power-Oldies mit 200 PS!