Alfa Romeo 1600 Duetto Alfa Romeo 2.0 Spider
Im ginstergelben Alfa Romeo Spider endete die klassische Linie der Alfa-Spider-Geschichte. Er setzte den Schlussakkord einer langen, erfolgreichen Vergangenheit, die 1955 mit einer umwerfend charmanten offenen Giulietta begonnen hatte. Sie war hübsch, ein Auto zum Verlieben.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo Duetto Alfa Romeo 2.0 Spider
Schaut man die beiden von hinten an, dann ist es kaum zu glauben, dass es eigentlich die gleichen Autos sind. Geschmeidig, fast fragil der himmelblaue Duetto. Das runde Heck ist eine schmachtende Liebeserklärung an die Schönheit. Darunter: Reifen, so zart und hauchdünn, als wären sie am liebsten gar nicht da. Viel massiver dagegen der ginstergelbe Spider. 24 Jahre liegen zwischen beiden.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 1600 Duetto
Erstaunlich, wie sie ihn 1966 riefen: "Osso di Seppia" – das heißt Tintenfischbein. Oder er hieß "Rundheck". Am schönsten klang "Duetto". Doch das ließ ein Schokoriegel-Hersteller gerichtlich rasch verbieten. Egal, bis heute kennt ihn jeder unter diesem Namen.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 2.0 Spider
Nicht einmal mehr einen Kosenamen bekam der Spider, als er 1990 in die letzte Runde seiner Karriere fuhr. Er tat dies angepasst an die neue Zeit, mit geregeltem Katalysator, Servolenkung ...
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 2.0 Spider
... und einem Heck, das den überraschenden Erfolg der Limousine 164 feierte.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 1600 Duetto
Dem Duetto gelang ein guter Start: Über 3300 Stück lieferte Alfa noch 1966 aus, und das lag vor allem daran, dass unter dem Blech immer noch grandiose Technik steckt. Unser himmelblauer 1967er Duetto kann das beweisen.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 1600 Duetto
Zuallererst der Motor mit zwei oben liegenden Nockenwellen für die Lust an der Sportlichkeit. Ordentliche 109 PS leistet der 1600er, dessen Freude am fröhlichen Vortrieb kein Ende nimmt.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 2.0 Spider
Träge ist der Spider von 1990 geworden, auch wenn er letztlich auf ein ordentliches Tempo kommt. Und er trampelt. Mit seiner hinteren Starrachse hoppelt er um Kurven, vor allem wenn breitere Reifen montiert sind als das vom Werk gewählte Format 195/70HR 15.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 1600 Duetto
Der Duetto ist leicht: 990 Kilogramm, man sieht es ihm an. Auf den Fahrer warten wundervoll klar gezeichnete Uhren, ein hübsches Lenkrad und fünf exzellent sortierbare Gänge. Etwas rutschig sind die Sitze.
Bild: Götz von Sternenfels
Alfa Romeo 2.0 Spider
So schwer, wie er sich optisch macht, ist der ginstergelbe Spider gar nicht. Es sind nur 80 Kilogramm mehr. Er bietet deutlich bessere Sitze, das Lenkrad jedoch ist nachgerüstet – wie die anderen Holzteile.
Bild: Götz von Sternenfels
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Unter der Haube schlägt das famose Alfa-Herz: Der Motor formt den wahren Charakter des Duetto. Es ist ein 1600er, der sich frei in Drehzahlen schwingt wie damals die Callas in Richtung hohes C. Und Drehmoment? Bringt er so voluminös heraus wie Caruso eine Aida-Arie.
Bild: Götz von Sternenfels
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Die zwei oben liegenden Nockenwellen gibt es 1990 immer noch im Spider. Doch eben auch eine etwas unglücklich adaptierte Motronic statt zweier Weber-Doppel-vergasern wie im Duetto.
Bild: Götz von Sternenfels
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Beide sind echte Alfa. Ihre Motoren klingen grandios, sie verkörpern den Geist dieser großen Marke stolz, ohne die Nase oben zu tragen. In der Disziplin Authentizität liegt der Duetto natürlich vor dem jüngeren Bruder.
Bild: Götz von Sternenfels
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Der Pininfarina Coupé Speciale Aerodinamico gibt 1961 eine Vorschau auf die spätere Serie.
Bild: Werk
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1969 folgt mit dem Fastback die erste formale Überarbeitung des Spider. Bis 1983 ist der Spider ein Dauerbrenner.
Bild: Roman Raetzke
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Geschockt sind die Fans 1983, weil Alfa den neuen Spider rundum wild verspoilert hat. Heute wächst die Zahl seiner Freunde.
Bild: Andreas Lindlahr
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1993 kommt das Aus: Alfa setzt mit dem Spider Tipo 916 auf Frontantrieb.
Bild: Dieter Rebmann
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Nebenbei hat Pininfarina dem Duetto einen recht großen Kofferraum spendiert.
Bild: Götz von Sternenfels