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Audi-Tretauto gegen Eigenbau-Hotrod

Hotrod J-3 Auto Union Typ C Tretauto
Ein ganz spezieller Vergleichstest: Audis Edel-Tretmobil Auto Union Typ C tritt an gegen einen in Eigenbau entstandenen Hotrod mit Mokick-Motor an Bord. Am Steuer: Testpilot Johann (6). Fürs Foto wurden beide Testfahrten montiert.
Bild: Toni Bader
Hotrod J-3 Auto Union Typ C Tretauto
Vorfreude: Johann ist zwar erst sechs, aber schon ein echter Testfahrer. Sein Papa ist Redakteur bei AUTO BILD und Konstrukteur des schwarzen Hotrods. Im Test wird Johann beide Mini-Renner professionell rannehmen: voll beschleunigen, heftig bremsen, hart ausweichen. Eben das übliche AUTO BILD-Testprogramm.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Die Tret-Version des legendären Rennwagens Auto Union Typ C aus dem Jahr 1936 wird bei der quattro GmbH in Handarbeit gefertigt, Audis Spezialabteilung für besonders PS-starke Modelle. Dieses hier hat allerdings null PS.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Das auf 999 Exemplare limitierte Hightech-Spielzeug kostet 9700 Euro. Kein Witz. Handarbeit und Exklusivität haben eben ihren Preis.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Das Modell im Maßstab 1:2 rollt auf filigranen Speichenrädern mit authentischem Straßenprofil in den Zehn-Zoll-Reifen.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Diese Ansicht zeigt die ganze Audi-Perfektion: 16 angedeutete Auspuffrohre, Luftschlitze und Aluguss-Achsaufhängungen am Typ C. Das Original hatte 16 Zylinder, 520 PS und war bis zu 340 km/h schnell.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Auch die moderne Mini-Version lenkt und bremst wie ein echtes Auto. Kostet ja auch fast so viel.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Natürlich sind auch die Materialien vom Feinsten: Im Cockpit gibt's ein echtes Lederlenkrad mit Aluspeichen. Schade: Die Instrumente sind leider nur aufgeklebt.
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
Der Typ C begeistert durch Details wie die hydraulische Handbremse ...
Bild: Toni Bader
Auto Union Typ C Tretauto
... und die satt einrastende Schaltung. Ganze sieben Gänge hat das Tretauto, den Gangwechsel übernimmt eine Nabenschaltung.
Bild: Toni Bader
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Rahmen und Karosserie glänzen in edlem Alu, Schrauben und Stützen sind aus Edelstahl gefertigt. So was Wertvolles, Empfindliches und Besonderes gehört entweder als Ausstellungsstück in ein nobles Firmen-Foyer oder in die Hände kundiger Herrenfahrer – Typen, die mit 30er-Jahre-Preziosen per Du sind. Typen wie ... Johann.
Bild: Toni Bader
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Ausgerechnet jetzt vergeht dem Dreikäsehoch das Lachen. Auf der stillgelegten Landebahn kommt das 75 Kilo schwere Tretmobil nur mühsam in Schwung. Da helfen auch Siebengang-Nabenschaltung und windschlüpfige Karosserie nicht weiter.
Bild: Toni Bader
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Für Johann wird das Spiel- zum Quälzeug. Er strampelt, rutscht auf dem winzigen Sportsitz herum, drückt sich von der Lehne ab, macht dann ein
quengeliges Gesicht. "Los, schieben!" Okay, aber nur einmal durch die Pylonengasse – Bremsweg und Handling prüfen.
Bild: Toni Bader
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Hier trumpft der Mini groß auf. Zwei hydraulische Scheibenbremsen (gelocht!) haben kein Problem, den Typ C schlagartig zum Stehen zu bringen. Sauber lenkt Johann den Silberpfeil durch den Parcours, spielfreie Kugelköpfe an den Spurstangen führen den Renner millimetergenau.
Bild: Toni Bader
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Jetzt noch mit Höchstgeschwindigkeit durch die Lichtschranke. "Komm, Johann, gib alles!" 11,4 km/h – mehr lässt sich aus einer Kinderstärke nicht
herauspressen.
Bild: Toni Bader
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Genug gestrampelt, jetzt wird Gas gegeben! Der Nachwuchs-Testfahrer ist zwar erst sechs, besitzt aber selbst schon ein "richtiges" Auto: Sein Hotrod J-3 ...
Bild: Toni Bader
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... ist die dachlose Nachbau-Version eines Ford Deuce aus den 1930ern – ein Eigenbau, zusammengedengelt von AUTO BILD-Redakteur Jan Horn.
Bild: Toni Bader
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Der Hotrod im Maßstab 1:2 steht stilecht auf roten Rädern, verfügt über mattschwarzen Lack mit coolem Flammendekor.
Bild: Toni Bader
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Natürlich besteht die Außenhaut des selbst gebastelten Mini-Flitzers nicht aus edlem Aluminium, sondern aus ganz gewöhnlichem Stahlblech.
Bild: Toni Bader
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Und jetzt kommt's: Unter der Blechhülle des Eigenbaus steckt ein echter Motor. Wenn auch kein Flat-V8 wie in den echten US-Cars. Ein Mokick-Motörchen aus Vatterns Werkstatt musste reichen.
Bild: Toni Bader
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Den Wagenheber hat der sechsjährige Steppke schon ganz gut im Griff: Ruckzuck ist der Hotrod aufgebockt. Johann will es genau wissen: Wie sieht sein Renner von unten aus?
Bild: Toni Bader
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Simpelste Technik: Der Hotrod verfügt über eine starre Hinterachse, eine Kette gibt die Motorkraft weiter. Immerhin: Scheibenbremsen bringen die Fuhre sicher zum Stehen.
Bild: Toni Bader
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Das Lenkrad stammt ursprünglich aus dem Käfer. Der Tacho ist natürlich echt und steckte früher in einer Zündapp C50 von 1972.
Bild: Toni Bader
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Als Achsschenkel dienen alte Fahrrad-Steuerrohre.
Bild: Toni Bader
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Der Schalthebel für die Dreigang-Schaltung wurde samt Mokick-Kupplung nach außen verlegt, ebenso der Kickstarter für den Motor.
Bild: Toni Bader
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Der 50-Kubik-Einzylinder stammt ebenfalls aus der Zündapp C50 und leistet 2,9 PS. Im dritten Gang beschleunigt er den Hotrod auf bis zu 60 km/h.
Bild: Toni Bader
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"Bitte tanken!" Johann kann es kaum erwarten, will es endlich richtig krachen lassen, will den Zündapp-Motor seines Autos hören.
Bild: Toni Bader
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Die Kupplung fasst, der Hotrod rumpelt los. Johann drückt das Gaspedal – ein umfunktioniertes Blechscharnier aus dem Baumarkt – bis auf die Bodenplatte aus Leimholz durch.
Bild: Toni Bader
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Der Zweitakter kreischt, die Räder eiern, die ganze Fuhre vibriert wie ein Presslufthammer. Authentisch, qualmend, ruckelnd – von der Perfektion des Audi trennen ihn Welten.
Bild: Toni Bader
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Rotznase Johann kurbelt wie ein Weltmeister an der indirekten Lenkung, die aus einem VW Käfer stammt. Aufgeregt nimmt er das zunehmende Scheppern und Schnarren aus dem Antrieb als Höllentempo wahr.
Bild: Toni Bader
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Mit Tempo 40,6 semmelt er durch die Lichtschranke. Jetzt ist aber genug! So klein und schon so schnell. Fast weht ihm der Fahrtwind den Halbschalenhelm in den Nacken. Das war eine einmalige Ausnahme. Papi erlaubt sonst nur gedrosselte Fahrten im ersten Gang.
Bild: Toni Bader
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Johanns Fazit: Klare Sache – sein Hotrod ist Sieger. Nichts geht über einen knatternden, qualmenden Motor. Treten? Nee, danke. Die feine Handwerkskunst am Audi weiß er noch nicht zu schätzen. Wir schon: Schöner als der Typ C ist keiner.
Bild: Toni Bader
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Und so entstand der Eigenbau-Hotrod: Vorbild war ein Ford Deuce aus dem Jahr 1932. Der Teilesatz ...
Bild: Jan Horn
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... ist ein Mix aus Käfer-, Zündapp- und Fahrradmaterial. Der ursprünglich geplante Mercedes-Grill kam allerdings nicht zum Einsatz.
Bild: Jan Horn
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Die Miniatur entstand anhand eines Maßstabmodells aus Pappe, ein trapezförmiger Rahmen aus verschweißten Rechteckprofilen trägt die dreiteilige Karosserie aus 0,7 Millimeter dünnem Stahlblech.
Bild: Jan Horn
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Sitz und Armaturenbrett sind mit Schaumstoff und Kunstleder bezogene Tischlerplatten.
Bild: Jan Horn
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Fast fertig: Die Bleche passen, der Rahmen trägt, fehlen nur noch Lack und Grill.
Bild: Jan Horn
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Weitere coole Kinder-Karren: Dieser Junior-Morgan kostet stolze 2500 Euro, erhältlich bei www.morgan-motor.co.uk.
Bild: Werk
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Extrem detailgetreuer Nachbau eines MG K3 (1932), er verfügt sogar über Federung.
Bild: Werk
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Häufig gebauter Bugatti Type 35, zu finden bei www.voitureapedales.fr.
Bild: Internet