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Auf den Straßen von Havanna

Auf den Straßen von Havanna
Mit jeder kleinen Reform nähert sich Kuba dem Kapitalismus. Nun wird sogar mit modernen Autos gehandelt. Dagegen sind die berühmten Oldtimer Relikte aus der alten Zeit. Viele werden überleben, weil sie ihren Besitzern viel Geld einbringen.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Heute verdienen clevere Kubaner mit ihren Altwagen Geld: Denn Touristen sind ganz scharf auf Taxi- und Rundfahrten in den coolen alten US-Straßenkreuzern.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Über Jahrzehnte zwang Fidel Castros kubanischer Sozialismus die wenigen autofahrenden Bürger, ihre alten Kisten am Leben zu erhalten. Noch heute improvisieren die findigen Bastler, was das Zeug hält ...
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer Werkstatt auf Kuba
... wie beispielsweise in diesem Vorstadt-Gelass – "Werkstatt" wäre hochgestapelt. Hier wartet ein fast 60 Jahre alter Chevrolet auf einen neuen Motor. Als Spenderherz dient eine Maschine aus einem SsangYong. Und was dabei nicht passt, wird passend gemacht.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Viele Kubaner sind so arm, dass sie sich kaum den Sprit für ihre Ami-Schiffe leisten können. Aber die Rostbomber verkaufen? Niemals!
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Denn die alten Straßenkreuzer sind auf Kuba die wahre Währung. Sie sind die Lizenz zum Geldverdienen. Der Kampf um gut zahlende Touristen hat begonnen.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Gesichter der Straßen: Auf den Parkplätzen im Zentrum von Havanna warten Dutzende von Oldtimer-Taxis auf Touristen.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Die meisten Karren sind heruntergekommen, grob geflickt. Originalität interessiert dabei nicht: Studebaker mit Moskwitsch-Motor? Klar doch. Chevy mit Lada-Hinterachse? Ja sicher, Hauptsache er fährt.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Bis auf die letzte Schraube: Wer seinen US-Oldtimer am Leben erhalten will, für den ist jedes noch so kleine Ersatzteil wertvoll. Nichts wird weggeschmissen.
Bild: Markus Heimbach
Oldtimer auf Kuba
Wer als Tourist nach Kuba kommt, will auf eine Zeitreise gehen. Die Chancen, einen Fahrgast abzugreifen, stehen für die Fahrer eines US-Oldtimertaxis daher nicht schlecht.
Bild: Markus Heimbach
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In diesem Opel Rekord P1 von 1959 sitzt der 64-jährige Juan Luis und lenkt ihn durch den Verkehr seiner Stadt. Auf dem Dach klebt ein Taxi-Schild. Den Wagen erbte er von seinem Vater.
Bild: Markus Heimbach
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Noch sind alle Farben und Formen vertreten, sind die Straßen Havannas ein Paradies für Fans klassischer Autos. Stellen wir uns doch einfach mal einen Moment an den Straßenrand zum "Car-Spotting". Aha, da fährt ein 1954er Chevrolet Bel Air.
Bild: Markus Heimbach
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Hier ein Buick Special von 1954. Noch kommen auch die abgetakeltsten Oldtimer durch die regelmäßige technische Untersuchung, weil viele der kubansichen Beamten korrupt sind.
Bild: Markus Heimbach
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Noch'n Buick Special, diesmal noch älter: ein 1950er Modell. Und das ist keine Oldtimer-Rallye, sondern großstädtischer Alltag im Jahr 2012.
Bild: Markus Heimbach
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Holla, ein 1956er Chevrolet Bel Air – es ist schon jammerschade, dass immer mehr Oldtimer von koreanischen, chinesischen oder europäischen Modellen verdrängt werden.
Bild: Markus Heimbach
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Keine fünf Minuten später fährt wieder ein Chevy Bel Air vorbei, diesmal das 1957er Modell. – Wieviele US-Oldtimer es auf Kuba gibt, weiß keiner so genau. Fest steht: ihre Zahl wird sinken in den nächsten Jahren. Aussterben werden sie ersteinmal nicht.
Bild: Markus Heimbach
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Noch ist fast jeder Kubaner ist in der Lage, einen neuen Motor einzubauen oder Ersatzteile aus einem Stück Blech zu basteln. Dieser 1956er Ford Country Squire Estate beispielsweise besteht bestimmt zu einem Drittel aus Fremdteilen.
Bild: Markus Heimbach
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Wer sich die Details genau ansieht, erkennt die Spuren der Zeit.
Bild: Markus Heimbach
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Andererseits: Auch mit handgerollter Neulackierung, blinden Gläsern und nicht-originalen Zubehörteile bleiben die Oldies ein toller Anblick.
Bild: Markus Heimbach
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Der 1956er Chevrolet Bel Air von Yenima und Dairan, zwei jungen Kubaner, die sich ihr Geld mit einem Oldtimer-Taxi verdienen, unter Palmen am Playas del Este.
Bild: Markus Heimbach
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Gut, unter der Motorhaube stecken Teile von Toyota, Isuzu, Nissan, aber was soll's . Die elektrischen Fensterheber stammen von einem chinesischen Geely. Das Lenkrad ist zwar ein Chevrolet-Original, aber aus dem 21. Jahrhundert.
Bild: Markus Heimbach
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Noch ist Gelegenheit, ein Hauch vom Kuba der 1950er Jahre zu spüren, eine Zeit, als das Land boomte und den Anschluss an die erste Welt suchte. Die großen Ami-Autos sind die letzten Zeugen dieser Ära. Hoffen wir, dass das Eiland zu Wohlstand und Demokratie kommt – aber die Oldtimer müssen überleben!
Bild: Markus Heimbach