Die automobilen Geburtstagskinder drängelten sich 2011 dicht an dicht. Wir lassen einige davon noch einmal Revue passieren: Der wichtigste Jubilar von allen sorgte ganz demokratisch dafür, dass wirklich jeder, der irgendetwas mit Autos zu tun hat, Teil seiner Party sein konnte. Wer das war?
Na, das Auto selbst. 125 Jahre wurde es alt. Sogar Geschenke der Bundesrepublik gab es als Erinnerung an Carl Benz' wegweisenden Patent-Motorwagen: eine Gedenkmünze und eine Sonderbriefmarke.
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Eine große Lady der Branche feierte 2011 ebenfalls einen erwähnenswerten Geburtstag. Eigentlich spricht eine Dame ungern über ihr Alter, doch wenn die Zeit so spurlos an einem vorübergegangen ist wie an der "Spirit of Ecstasy", ...
... kann man da eine Ausnahme machen: 100 Jahre ist die legendäre Rolls-Royce-Kühlerfigur geworden. Und da hatten alles etwas von: Starfotograf Rankin hat zu Ehren der Flying Lady 100 Bilder erschaffen. Seine Idee: Models unterstreichen den weiblichen Aspekt der Spirit of Ecstasy.
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Auch die Mutter aller Rallyes feierte 2011 einen großen Geburtstag: Vor 100 Jahren fand die erste Rallye Monte Carlo statt.
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Auch die Marke Chevrolet wurde 100 Jahre alt. Gegründet wurde sie 1911 von dem Rennfahrer und Ingenieur Louis Chevrolet und dem General-Motors-Gründer William C. "Billy" Durant. Heute gehört die Marke zu GM.
Selbstverständlich standen auch viele runde Modellgeburtstage auf dem Kalender. Wie zum Beispiel der des äußerst selten gewordenen DKW F1. Vor 80 Jahre wurde der Kleinwagen vorgestellt. Erkennungszeichen: kunstlederbespannte Holzkarosserie und der Titel "Erster Großserienwagen mit Frontantrieb".
Ein 75. Jubiläum feierte der Dieselmotor: Im Mercedes 260 D kam er 1936 zum ersten Mal in einem Auto zum Einsatz. Zuvor war der Selbstzünder ausschließlich Lastwagen und anderen Nutzfahrzeugen vorbehalten gewesen.
Auch der Fiat 500 alias Topolino – das "Mäuschen" – feierte seinen 75. Geburtstag. 1936 legte der 3,21 Meter lange Zweitürer den Grundstein für die Kleinwagen-Historie der Marke.
Vor 70 Jahren trat der Großvater aller SUVs auf den Plan: Der
Jeep heuerte 1941 unter dem Namen Willys MB als Tausendsassa bei der US-Armee an, um dann seine Karriere vornehmlich im Zivilbereich fortzusetzen.
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Und wenn wir schon bei rustikalen Ikonen sind: Wir gratulieren dem "Universal-Motor-Gerät" – alias Unimog – noch einmal herzlich zum 60 Geburtstag. Ob auf dem Acker, als Expeditionsfahrzeug, in Nato-oliv oder Kommunal-orange: Der Unimog wühlt sich überall durch und füllt jeden Arbeitsbereich souverän aus.
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Noch eine weitere Berühmtheit aus dem Hause Mercedes feierte 2011 ihren 60.: Der 300, den Mercedes auf der ersten Nachkriegs-IAA dem begeisterten Publikum vorstellte. Den Ritterschlag erhielt der Luxus-Benz, als ihn Konrad Adenauer zur offiziellen Staatslimousine auserkor.
Seit ebenfalls 60 Jahren geht nun auch schon der Toyota Land Cruiser durch dick und dünn. Die Erfolgsgeschichte des Land Cruiser begann mit der Vorstellung des Toyota BJ, der auf einem Nutzfahrzeug-Chassis basierte und als erstes Fahrzeug der Welt die sechste Bergstation des japanischen Bergs Fuji in 2500 Metern Höhe erreichte.
Auch der Westfalia-Campingbus ist 2011 60 Jahre alt geworden. Als "Camping-Box" machte er im Jahr 1951 den VW T1 ferientauglich.
In der Riege der nun 50-Jährigen mischen besonders viele Hochkaräter mit. Etwa der legendäre
Jaguar E-Type, der auf dem Genfer Salon 1961 seine Premiere feierte. Oder auch ...
... der liebenswerte R4, zu dessen Ehren
Renault in diesem Jahr einen großen Design-Wettbewerb ins Leben rief.
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Auch der Volvo P1800 ist nun Mitglied im Club der 50-Jährigen. Als Prototyp feierte das aufregende Sportcoupé 1960 seine Premiere auf dem Brüsseler Automobil-Salon. 1961 begann dann die Serienproduktion. Mit großem Erfolg: Die Kunden liebten den schicke Zweisitzer.
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Um die Kunden am Wechsel zu Opel und Ford zu hindern, brachte VW 1961 den 1500 S Typ 3 auf den Markt. Mit seinem Flachboxermotor im Heck begeisterte die konservativ-biedere Mittelklasse-Limousine zunächst aber vor allem aufstiegswillige Käfer-Freunde.
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Glückwunsch zum 50. auch an das Vierzylinder-Duo Fiat 1300 und Fiat 1500. Die bis auf den Motor baugleichen Mittelklässler punkteten mit schöner Optik und viel Platz.
Ein echter Hingucker ist dieser Jubilar: Der Citroën Ami 6 trug bei seiner Vorstellung 1961 selbstbewusst ein sehr eigenwilliges Design zur Schau. Die kleine Limousine brachte die Gemüter vor allem mit seiner nach innen geneigten Heckscheibe in Wallung. Die 1964 präsentierte Kombiversion Break wird allerdings ein großer Erfolg.
Ebenfalls vor 50 Jahren debütierte der Simca 1000, eine kantige, kleine Limousine mit Heckmotor. Einen ähnlichen Look wie der Franzose ...
... pflegte der gleichalte NSU Prinz 4, Nachfolger der Prinzen 1, 2 und 3, die seit 1958 gebaut wurden. Der kleine Neckarsulmer trug den Motor erstmals im Heck. Der Prinz 4 wurde bis 1973 fast unverändert gebaut.
Vor einem halben Jahrhundert betrat auch das von Ghia entworfene Fiat Coupé 2300 die Bühne. 105 PS hatte der elegante Italiener unter der Haube, die sportlichere Variante 2300 S Coupé sogar 136 PS.
1961 wurde der britische Roadster TR3 zum Italiener, zumindest optisch: Star-Designer Michelotti hatte das völlig neue Kleid des Triumph TR4 entworfen. Bis 1967 verkaufte Triumph rund 70.000 TR4.
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W 111/112 nennt der Werkscode die S-Klasse-Generation, auf der das Coupé basiert. Ihr Credo war die zurückhaltende Eleganz. Es waren die letzten Prachtcoupés in der Ahnengalerie der Marke, Karossen, an denen der Rotstift keine Spuren hinterließ, Prunk ohne Protz. In diesem Sinne: Glückwunsch zum 50. Jahrestag!
Auch BMW konnte in diesem Jahr einen großen Jubilar feiern: Auf der IAA 1961 präsentierten die Bayern den BMW 1500, die "Neue Klasse". Der Mittelklässler war wegweisend für viele folgende Modellreihen und begründete den weltweiten Erfolg der Marke.
Vor 50 Jahren rollte auch der erste erstarkte Mini aus der der Sportwagenschmiede John Coopers. Seitdem heimste die berühmte Rennsemmel zahlreiche Trophäen auf Rallyepisten und Rundstrecken ein.
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Der "Große Karmann" zählt nun ebenfall schon 50 Lenze. Die technische Basis des VW Karmann-Ghia Typ 34 stammte vom VW 1500. Ghia-Designer Sergio Sartorelli verhalf dem 4,28 Meter langen Coupé aber zu deutlich mehr Eleganz nach Vorbild des Chevrolet Corvair.
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Zehn Jahre jünger als seine Coupé-Basis ist Volvos Schneewittchensarg P 1800 ES: Glückwunsch zum 40.! Seinen Spitznamen verdankt der extravagante Sportkombi seiner aus Glas gefertigten Heckklappe. Die Vorgabe für Designer Jan Wilsgaard richtete sich nach amerikanischn Bedürfnissen: In der neuen P1800-Version sollte bequem eine Golfausrüstung Platz finden.
Ebenfalls 1971 erschien die Baureihe 107 des Mercedes
SL – Nachfolger der Pagode – auf der Bildfläche und fühlte sich dort so wohl, dass sie erst 1989 wieder das Feld räumte.
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Ebenfalls 1971 löste der kompakte Fiat 127 den heckmotorigen 850 ab. Die überzeugenden Attribute des Italieners: Frontmotor, am besten quer, Frontantrieb, Heckklappe, wenig Gewicht, klare Formen.
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Futuristisches Design: Mit der Alpine A310 stellt Renault 1971 den Nachfolger der Alpine A 110 vor. Der 1,6 Liter-Vierzylinder stammte aus dem Renault 16 TS und schickte 115 PS an die Hinterräder. Der gewachsene Radstand machte Platz für zwei zusätzliche kleine Sitze im Fond.
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Seit nunmehr 35 Jahren gibt es den
VW Golf auch mit ordentlich Bums unter der Haube. Ausgestattet war der GTI mit dem 110 PS Motor des Audi 80 GTE. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit 182 km/h angegeben.
Mehr Infos! Zufälliger- aber auch passenderweise fällt das Erscheinen des
Golf GTI ...
... mit der Einführung der Gurtpflicht in Deutschland zusammen.
Vor 30 Jahren brachte VW den Santana auf Basis des VW Passat B2 auf den Markt. In Deutschland fand die Stufenhecklimousine nicht viele Anhänger. In China dagegen wird er noch heute in fast unveränderter Form produziert.
Auch der VW Scirocco II ist nun ein legitimer Anwärter auf das H-Kennzeichen. Seine Premiere feierte er auf dem Genfer Salon 1981. Wie sein Vorgänger basierte auch der Typ 53B auf dem Golf I. Seine Karosserie aber war runder und geräumiger.
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Im gleichen Jahr kam auch die zweite Generation des Polo auf den Markt. Seine Premiere feierte er auf der IAA. Große Neuerung beim Typ 86C war das Steilheck, das einen deutlichen Zugewinn an Platz mit sich brachte.
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Auch der Opel Ascona C – der erste Opel-Mittelklässler mit Frontantrieb – wurde in diesem 30 Jahre alt. Er wurde sowohl als Stufenheck als auch als Schrägheck angeboten. 1988 wurde die Produktion der dritten Generation eingestellt, einen Nachfolger gab es nicht.
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Seinen 30. Geburtstag feierte auch der berühmte DeLorean DMC-12.
Mehr Infos! Nach nur 21 Monaten wurde die Produktion des Stahlkeils allerdings schon wieder eingestellt. Doch der DeLorean ...
... hat die wenige Zeit gut genutzt und sich einen Kultstatus als Auto aus den "Zurück in die Zukunft"-Filmen erarbeitet.
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Die fortschrittliche 5er Reihe E 12 war ab 1981 für weitere sieben Jahre gut. So reichte ein Facelift für Front und Heck, und fertig war die neue Erfolgsbaureihe E 28.
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Der erste 5er Touring (E 34) debütierte auf der IAA 1991. Er galt weniger als praktischer Packesel, sondern sollte vielmehr für einen schicken Lifestyle stehen.
Auch der Volvo 850 rollte 1991 auf die Bühne des automobilen Geschehens. Zunächst als Limousine, der Kombi folgte zwei Jahre später. Für Volvo war die vollständige Neuentwicklung des 850 das bis dato größte Projekt in der Firmengeschichte. Das Schutzsystem für den Seitenaufprall zählte neben einer neuen Hinterachskonstruktion zu den "Weltneuheiten" des 850.
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Im März 1991 debütiert in Genf der W 140. Gerne wurde der "Panzer" als Staatskarosse gefahren, vor allem von Bundeskanzler Helmut Kohl. Mit an Bord waren Weltneuheiten wie ESP, Bremsassistent, optionale Sprachsteuerung oder eine Einparkhilfe.
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Nach fast neun Produktionsjahren löste 1991 der deutlich runder und schwerer gewordene Golf III seinen Vorgänger ab. Die ersten Jahrgänge der dritten Generation hatten mit Qualitätsproblemen zu kämpfen: Der sogenannte Lopez-Effekt machte die Runde. Jose Ignacio Lopez drückte brutal die Zuliefererpreise, Qualitätsmängel waren die Folge.
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Ebenfalls in seiner Phase als Twen angekommen ist der Opel Frontera. Als Lizenznachbau des Isuzu Rodeo gestartet, entpuppte sich der günstige Offroader als echter Erfolg. Zwei Jahre nach seinem Erscheinen war er nach Herstellerangaben Marktführer seines Segments.
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Ganz bescheiden sei zum Schluss noch angemerkt: Auch wir hatten 2011 einen Grund zum Feiern: AUTO BILD feierte am 24. Februar 2011 den 25. Geburtstag.
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