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Bilder: Alfa Romeo Montreal

Alfa Romeo Montreal
Den Alfa Montreal sollte man nur rückwärts in die Garage fahren und eine clevere Schaltung installieren: Öffnet sich das Garagentor, schaut der Montreal durch seine halb geschlossenen Lider so lasziv wie Brigitte Bardot oder Jeanne Moreau.
Alfa Romeo Montreal
Per Unterdruck lassen sich die Jalousien über den Scheinwerfern absenken. Warum hat kein Hersteller diese Spielerei jemals wiederbelebt?
Alfa Romeo Montreal
Als der Montreal 1967 als Studie auf der Weltausstellung in Kanada für Aufsehen sorgte, stand Alfa Romeo in vollem Saft, baute begeisternde Straßenautos mit Motortechnik wie von einem anderen Stern und Rennwagen, die aus dem Stand Le Mans gewinnen konnten.
Alfa Romeo Montreal
Peter Hagemeier, Chef des Alfa Classic Centers Dortmund, erklärt: "Der Alfa Romeo Montreal ist wie eine begehrenswerte Diva – schön und nicht billig". Manche Reparaturen können zu Ohnmachtsanfällen führen. Beispiel: Bremsbeläge und -scheiben rundum inklusive Montage verschlingen rund 2000 Euro.
Alfa Romeo Montreal
Der charismatische V8 und die elegante Form sprechen ebenso für den Montreal wie das Raumangebot und das souveräne Fahrgefühl. Die Karosserie ist aber nahezu überall anfällig für Rost. Die gute Nachricht: Die Ersatzteilversorgung wird zusehends besser.
Alfa Romeo Montreal
Das Lenkrad mit dem schönen Holzkranz steht zu flach, um es wirklich bequem im oberen Drittel umfassen zu können. Dafür sind die Beine stark angewinkelt. Doch das wird zur Nebensache, wenn der Montreal einmal in Bewegung ist. Rauschend und fauchend, nicht im Ami-V8-Stakkato, sondern eigentümlich weich singend, springt der Kurzhuber an.
Alfa Romeo Montreal
Der Montreal zelebriert die Kunst, Bauteile filigran und zugleich funktional und ästhetisch zu gestalten. Andererseits sind die Instrumente wirr angeordnet und nicht gut zu überblicken.
Alfa Romeo Montreal
Die Sitze, normalerweise mit Stoff bezogen, sind groß und bequem. Den größten Spaß macht dieser nur 4,20 Meter lange 2+2-Sitzer nicht bei der Hatz über Berg und Tal, sondern mit wiegendem, verblüffend gutem Federungskomfort bei entspannten Reisen auf den langen Geraden.
Alfa Romeo Montreal
Motorraum-Design war damals noch ein Fremdwort. Daher darf sich der kleinvolumige Achtzylinder mit Rennmotor-Genen als Naturschönheit präsentieren. Unter 16 Litern pro 100 Kilometer geht selbst bei verhaltenem Tempo kaum was, bei engagierter Fahrweise dürfen es auch schon mal 20 sein.
Alfa Romeo Montreal
Den Montreal von hinten zu sehen, ist fast so ergreifend, wie ihm von hinten zu lauschen. Gerade Endrohre hatte nur die Vorserie, später krümmten sie sich abwärts.
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Von 1962 bis 1978 setzte Alfa Romeos Giulia Maßstäbe als sportliche Mitteklasselimousine. Sie hatte Charakter, versprühte wildes, italienisches Flair, und mit ihrem sportlichen Naturell fand sie viele Verehrer.
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Der Tipo 33/2 mit 2,5-Liter-Mittelmotor etablierte sich zwischen 1967 und 1969 als siegfähiger Rennwagen, besonders beim 24 Stunden-Rennen von Le Mans.
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Für den zivileren Alltag schuf Alfa das Coupé 33 Stradale: ein echter Rennwagen mit Straßenzulassung. Die Flunder leistete 230 PS aus 2,6 Litern; genug für einen Sprint auf 100 km/h unter sechs Sekunden.
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Dreißig Jahre später lässt der Alfa 8C Competizione die alten Rennsport-Zeiten wieder aufleben. Das exklusive, auf 500 Stück limitierte Achtzylinder-Sportcoupé wurde zwischen 2005 und 2009 regelrecht verteilt. Und hier geht's zum nächsten zickigen Klassiker: Lancia Delta Integrale.