Der Audi 100 Typ 44 sorgte bei seinem Erscheinen 1982 mächtig für Aufsehen: Ein
Rekord-Cw-Wert von 0,3 für Serienlimousinen, die zunächst teil- und ab 1985/86 vollverzinkte Karosserie sowie der innovative Allradantrieb (ab 1984) sorgten für einen mächtigen Imageschub für Audi.
Der zeitlose Entwurf des Audi 100 quattro stammt von Hartmut Warkuß. Nie zuvor hatte man ein sachlich gestyltes Auto so emotional durch Schnee und Eis driften sehen. Selbst kühle Köpfe bekamen Spaß am heißen Reifen.
Die dritte Generation des Audi 100 katapultiert das Markenimage in technologisch fortschrittliche Gefilde, der permanente Vierrad-Antrieb macht dem Audi 100 zusätzlich Beine. quattro steht jetzt nicht mehr nur für exklusive Rallye-Erfolge, sondern für Breiten- und Massensport, denn der Typ 44 verkauft sich glänzend.
Wer heute die Angebote studiert, findet viele gesunde Exemplare mit Laufleistungen zwischen 200.000 und 400.000 Kilometern. Die meisten von ihnen haben frischen TÜV und kosten kein Vermögen. Wirklich rar ist ein CS quattro, vor allem als Avant und als Turbo. Preise: zwischen 2500 und 7000 Euro – im Vergleich zur süddeutschen Konkurrenz günstig!
1986 schreibt Audi Werbegeschichte: Da erklimmt ein roter Audi 100 CS quattro eine Skischanze in Finnland. Zwar sind Sicherungstrossen am Auto befestigt und die Scheiben abgedunkelt, damit man das aus Gewichtsgründen fehlende Interieur nicht erkennt. Aber – der Audi 100 fährt aus eigener Kraft!
Großraum-Wagen: Der Kofferraum des Audi 100 ist riesig und sogar größer als der einer zeitgenössischen
S-Klasse.
Passend zum permanenten Allrad-Antrieb gibt es für die Limousine eine Durchlademöglichkeit vom Kofferraum in den Innenraum, genannt "Skisack". Speziell bei Österreichern und Schweizern kam diese Variante gut an. Audi-Cheftechniker Piëch hat es schon immer gewusst.
Audi auf dem Weg nach oben: Das Interieur der ersten Serie war in Sachen Ergonomie noch nicht optimal. Das Lenkrad steht vom Fahrer etwas nach rechts versetzt, die Bedienung der vier Lenkstockhebel ist gewöhnungsbedürftig. Dafür entschädigt der unverwechselbare Fünfzylinder-Sound und das agile Handling.
Der 2,3 Liter große Fünfzylinder mit 133, 136 bzw. 138 PS (je nach Baujahr und Abgasreinigung) war lange Zeit die Top-Motorisierung des Typ 44. Mit ihm ist der Audi 100 flott motorisiert, sein heiserer Klang macht abhängig. Noch mehr Dampf bieten die selteneren Turbo-Modelle mit 165 PS ab 1985.
quattro-Urahn: Mit dem Audi Typ C, genannt "Alpensieger", gewann August Horch zweimal die Österreichische Alpenfahrt. Über 1424 Kilometer lief der Typ C mit höchster Zuverlässigkeit. Der 3,5-Liter-Vierzylinder leistete 35 PS und galt als einer der leistungsfähigsten Motoren in seiner Klasse.
Dicke Backen, heißer Turbo und permanenter Allradantrieb: Ein kantiges Coupé mit 200 PS mischte 1980 die Szene auf. Der Audi quattro wurde nicht nur zum Urvater der Audi-Allrad-Technik, sondern auch zum Aushängeschild eines neuen Markenimage.
Ab 1982 gab es auch den biederen Audi 80 mit dem dynamischen Fünfzylinder und quattro-Antrieb.
Sport-Limousine: Der Audi 200 quattro 20V war ab 1989 das Spitzenmodell der 200er Serie. Der 220 PS starke und gierig klingende Fünfzylinder-Turbo machte aus der Reiselimousine einen Sportwagen. 242 km/h Spitze waren drin, in rund sieben Sekunden 100 km/h erreicht.
Audis erster Achtzylinder seit 1932: Der Audi V8 versuchte, mit Allradantrieb und exquisiter Ausstattung S-Klasse und 7er anzugreifen. Die Technik passte, die Optik nicht: Die optische Ähnlichkeit zum Audi 100 vereitelte höhere Stückzahlen, von 1988 bis 1994 wurden nur 21.000 V8 gebaut.
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