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Bilder: BMW M3 E30

BMW M3 E30
Der BMW M3 mag für die Rennstrecke gebaut sein, dennoch gibt er sich im Alltag brav und gutmütig. Noch heute spürt man am Steuer, dass der M3 der Achtziger enorme Reserven hat – in der Ausdauer, in der Technik, im Fahrwerk.
BMW M3 E30
Er sieht nicht übermäßig spektakulär aus – der Ur-M3 von BMW ist keine Liebe auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen erweist er sich aber als eines der stilbildenden Autos der 80er-Jahre.
BMW M3 E30
Die dicken Backen (aus Blech) sind notwendig, damit Zehn-Zoll-Rennfelgen darunterpassen. Eine der schönsten Eigenschaften des M3: Er ist fälschungssicher. Ohne die breite C-Säule mit der großen Heckscheibe und die Kofferklappe, die sich in die Seite zieht, ist es kein Original.
BMW M3 E30
So kurz kann eine Zauberformel sein: einfach M3.
Bilder: BMW M3 E30
Sportsitze wie diese fallen uns heute nicht weiter auf, abgesehen vom Karomuster natürlich. Damals waren sie Ausnahmen und sportlichen Fahrzeugen vorbehalten.
BMW M3 E30
Das Cockpit mit sportlichem Dreispeichen-Lenkrad wirkt nüchtern, ist aber übersichtlich und funktionell. Heute ungewohnt: ein Lenkrad ohne Airbag. Die Mittelkonsole ist BMW-typisch zum Fahrer geneigt.
BMW M3 E30
Ungewohnt: Der erste Gang liegt links hinten. Nur wer den M3 wirklich hart rannimmt, mag über das Serienfahrwerk mäkeln: zu weich. Aber genau das ist ja auch seine Stärke: Er schlägt dem Fahrer nicht mit der ganzen Federhärte ins Kreuz.
BMW M3 E30
Der M3 hat nur vier Zylinder, aber dennoch einen der tollsten Motoren aller Zeiten. Er ist die letzte Ausbaustufe des klassischen BMW-Vierzylinders vom Typ M10, eines der erfolgreichsten Motoren der Automobilgeschichte überhaupt. Gebaut wurde der M3 von 1961 bis 1988 (!)  und ist die Keimzelle von gleich zwei BMW-Sechszylinderfamilien.
BMW M3 E30
Bei niedrigen Drehzahlen ist der Motor nicht sehr zugkräftig, und bei ganz hohen faucht er mehr als dass er singt. Wer sich aber daran nicht stört, findet im ersten M3 ein Auto fürs Leben.
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Kommen wir zu den ideelen Vorgängern des M3: Erster Garant der "Freude am Fahren" war das Duo BMW 327/ BMW 328 von 1937, ein Viersitzer mit Zweiliter-Reihensecher. Mit 80 PS und etwa 150 km/h Höchstgeschiwindigkeit zählten sie zu den Traumsportwagen ihrer Zeit.
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1968 wurde der schlanke BMW 2002 ti mit 120 PS (als tii auch mit 130 PS) bei nur 990 Kilo Leergewicht zum Feger der Landstraßen.
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Den Dreier-BMW der ersten Serie E21 gab es ab 1977 als scharfen Sechszylinder: der 320i ging mit 12 PS schon gut, der 323i ging besser: 143 PS, Spitze knapp 200. Von ihm, dem ersten" bösen" Dreier, schwärmen Fans noch heute.
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Der Nachfolger: Dreier-BMW der Reihe E36. Der völlig veränderte Kompaktwagen löste 1990 den E30, 1992 folgt die Version M3. Der Neue in Zahlen: 285 PS, ab 1996 sogar 325 PS, 320 (350) Newtonmeter, drei (3,2) Liter-Sechszylinder, Beschleunigung 5,9 (5,5) Sekunden bis 100 km/h. Viel mehr Dampf also, aber auch mehr Flausch. Der M3 driftet ab in Richtung Luxus.