Obwohl er sich nicht einmal als Youngtimer qualifiziert, verdient der
Mercedes SLK an dieser Stelle Beachtung, denn gefühlt ist er bereits ein Klassiker.
Vor allem aber war er 1996 eine Revolution, und seine Lieferfristen erinnerten an die gute alte Zeit, als
Mercedes seine Autos gnädig zuteilte. Anfangs wurde der
SLK gar mit Aufschlägen verkauft: 15.000 Mark über Liste waren drin!
Das erste Neuzeitauto mit Akrobatikdach: In 25 Sekunden ...
... entblättert sich das Coupé zum Roadster.
Um den Kofferraum nicht allzu ausladend werden zu lassen, musste das Dach ganz klein sein. So bekam der R 170 die etwas ulkigen Proportionen ...
... mit der kleinen Haube, die sich raffiniert gefaltet im Heck verkrümeln konnte.
In diesen Trick waren vor allem Damen sofort vernarrt.
Geradliniges Cockpit mit cremefarbenen Armaturen und einem großen Lenkrad.
Nettigkeiten wie eine Sonnenbrillenschublade waren Serie. Kohlefaser war schwer angesagt, gab es im
SLK jedoch bloß als Imitat.
Der Kofferraum zeigt zwei Gesichter: Im Coupé-Modus schluckt er 350 Liter, doch wenn als Roadster das Dach Einzug gehalten hat, bleiben nur schwer zugängliche 145 Liter übrig.
Große Mode bei
Mercedes: dreieckige Heckleuchten.
Der 2,3-Liter-Kompressormotor ist standfest und durchzugsstark, aber nicht sehr melodisch.
Das Windschott nach Damenstrumpf-Art traf nicht jedermanns Geschmack.
Stilvoll: Der 190 SL von 1963 ist der zwar greise, aber direkte Vorgänger des
SLK.
Kraftvoll: AMG lieferte von 2001 an den kompressorbefeuerten V6 mit 354 PS.
Nase vorn: Der zweite SLK, R 171 genannt, mit Front im Formel 1-Stil, wird bis heute gebaut.
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