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Bilder: Opel Olympia Rekord

Opel Olympia Rekord (1955)
Er ist ein Relikt aus einer Ära, die nur noch die älteren Semester unter uns Autofreunden erlebt haben: Der von 1953 bis 1957 gebaute Opel Olympia Rekord, hier das 1955er Modell war in Deutschland nach dem  VW Käfer der erfolgreichste Pkw der Nachkriegszeit und verkaufte sich 586.872-mal.
Opel Olympia Rekord (1955)
Im Opel Olympia Rekord saßen die erfolgreichen Bürger der jungen Bonner Republik, die sich wieder etwas leisten konnten und den Käfer bereits hinter sich gelassen hatten. Mehr noch als der Käfer repräsentierte er das deutsche Wirtschaftswunder. So ein Rekord-Fahrer war bestimmt schon in Italien, garantiert besaß er auch einen Kühlschrank, vielleicht sogar einen Fernsehapparat.  
Opel Olympia Rekord (1955)
Nein, dieser Schrumpf-Ami ist kein Abklatsch des 53er Chevrolet, hat aber auch kein typisch deutsches Design: Die Opel-Linien kamen von den GM-Zeichenbrettern. Bemerkenswert ist, dass die Kotflügel-Hüften des Opel Olympia Rekord mindestens genauso füllig waren wie die Hüften seiner verwöhnten Besitzer. Immerhin begannen die Fünfziger mit der so genannten "Fresswelle". Man gönnte sich ja sonst nichts ...
Opel Olympia Rekord (1955)
Obwohl der Opel Olympia Rekord nur fünf Jahre gebaut wurde, erschien jedes (!) Jahr ein neues Modell, das den jeweiligen Vorgänger alt aussehen ließ, technisch aber kaum Neues bot. Unser Rekord von 1955 kostete damals 6250 Mark, plus 160 Mark für die Heizung. Heute ist er schon für weniger als 8000 Euro zu haben.
Opel Olympia Rekord (1955)
"Im Opel Rekord ist alles so zweckmäßig angeordnet wie beim Gasherd", dichteten die Opel-Werber. Das stimmt zwar, klingt aber dennoch anbiedernd und hätte gewiss  auch eleganter formuliert werden können. Offensichtlich hoffte Opel damals auf die Gunst früher Karrierefrauen.
Opel Olympia Rekord (1955)
Gähnende Leere im Kofferraum, aber dieser Eindruck täuscht: Das Reserverad war bestimmt nur selten allein. Als klassische Familienkutsche transportierte der Opel Olympia Rekord unzählige Wochenendeinkäufe und Ausflugsutensilien.
Opel Olympia Rekord (1955)
Diese schönen Dreiecksfenster sorgten im Sommer zwar für angenehme Frischluft, waren aber zugleich eine Schwachstelle. Durch sie ließ sich der Opel Olympia Rekord nämlich sehr leicht knacken. Er galt als das meistgestohlene Auto seiner Zeit.
Opel Olympia Rekord (1955)
Ein Radio im Auto war in den 50ern noch ein teurer Luxus. Gut 300 Mark extra kostete der "Operettenbummel" auf der Landstraße beziehungsweise ein Blaupunkt-Gerät mit UKW. Ab Werk gab es derlei Extras nicht.
Opel Olympia Rekord (1955)
Schräger Vogel: Die seltsame Haubenfigur galt in den 50ern offenbar als besonders innovativ und stylish. Nun, man gewöhnt sich daran. Die Form dieses Dings führte zum Spitznamen "Gurkenraspel", zielte aber weniger auf Gartengemüse, sondern sorgte zuverlässig für zusätzliche Personenschäden bei Zebrastreifen-Unfällen.
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"Einfahren ohne Geschwindigkeitsbegrenzung!",  versprach das Handbuch für den  Olympia Rekord. Opels braver 1,5-Liter-Vierzylinder mit 40 PS hielt es aus. Er machte überhaupt alles mit, galt als zuverlässiger Dauerläufer mit hohlem Blecheimer-Sound.
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Ein großer Wurf, der kleine deutsche Ami. Nach unserer Ausfahrt wissen wir, warum der alte Hesse (nein, nicht Heinz Schenk, der Oly hier!) damals so beliebt war. Nostalgische Gefühle entwickelt? Wenn Sie nun auch einen Opel Olympia Rekord haben möchten, finden Sie ihn bestimmt in unserem AUTOBILD-Klassikmarkt.
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Dieser Opel Olympia ist – unübersehbar – eigentlich noch Vorkriegsware. Mit ihm gelang Opel nach Kriegsende der Neuanfang im Jahr 1947. Er basiert auf dem 1939er Opel Olympia, musste aber nch bis 1953 die Kundschaft beglücken. Erst dann ...
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... erschien der moderne Opel Olympia Rekord mit Pontonform und (Unterbiss-) Haifischmaul.
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Neben der Limousine erschien er erstmals auch als Kombi, bei Opel CarAVan (Mix aus "Car and Van", also Auto und Lieferwagen) genannt. Sogar eine Kastenwagen-Version hielt Opel bereit.
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Ab Sommer Juli 1957 buhlt dann der Rekord P1 als Nachfolger des Opel Olympia Rekord erfolgreich um Käufer. Er prahlt mit herumgezogenen Panoramascheiben (daher das "P") vorn und hinten, deutlich mehr Chrom und bietet auf Wunsch vier Türen.