Hier sehen Sie einen echten Millionär. Im September 1976 erreichte Opel mit dem
Rekord D die magische Stückzahl von einer Million Fahrzeugen. Grund genug, das Sondermodell "Millionär" aufzulegen. Wie es sich für einen Millionär gehört, natürlich mit plüschiger "Berlina"-Ausstattung, elektromagnetischer Kofferraum-Entriegelung und sportlichen Armaturen.
100 PS leistete der Zweiliter-Rekord, der auf der Autobahn meistens sein Heck zeigte. Schließlich blockierten Myriaden von Käfern mit maximal 50 PS die linken Spur. Da erschien ein doppelt so starker und 170 km/h schneller
Opel fast wie ein Rennwagen.
Die zeitlose Eleganz ist es, die bis heute beeindruckt. Designer Chuck Jordan zeichnete mit leichter Hand eine schnörkellose Karosserie mit Kofferraum, glatten Seiten, niedriger Taille, großen Fensterflächen, schmalen Säulen und dadurch optisch fast frei schwebendem Dach.
Dem Opel-Ruf "Der Zuverlässige" entspricht die robuste Technik. Beim Kauf eines Rekord sollte man jedoch alle Karosseriebereiche genau untersuchen: Die braune Rostpest verbeißt sich gerne in sämtliche Blechteile. Ersatzteile gibt es nur für die Mechanik in ausreichender Menge.
Bürgerliche Wohnstube mit sportlichen Ansätzen: Armaturen mit Voltmeter, Drehzahlmesser und Öldruckanzeige sind Kennzeichen der Ausstattung Berlina. Holzimitat zaubert eine wohnliche Atmosphäre in den Innenraum. Statt der Knüppelschaltung gab es für die viertürige Limousine auch eine Lenkradschaltung.
Wir sitzen in einem Berlina: Daran lässt der Schriftzug auf den Handschuhfach keinen Zweifel.
Zwei Liter mit 100 PS: Das war kurz nach der Ölkrise mehr als genug. Wem das dennoch nicht reichte, griff zum
Commodore GS/E.
Die neue Sachlichkeit: Der Rekord D zeigt ein schlichtes, modernes Design frei von amerikanischen Einflüssen. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern.
Auch der Caravan überzeugt mit schlanker, klarer Linienführung und glattflächigem Blechkleid. Bis heute haben nur wenige der 183.550 gebauten Rekord D Caravan überlebt.
Opel, der Zuverlässige: Auf den Rekord D hat sich auch die Polizei in den 70er- und 80er-Jahren verlassen können. Als Streifenwagen fuhr der D-Rekord in Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen und Hamburg.
Solide Technik mit kessem Hüftschwung: Der Rekord C entwickelte sich von 1966 bis 1971 zu einem Riesenhit. Seine Technik war unzerstörbar, Kofferraum und Innenraum boten sehr viel Platz – zu günstigen Tarifen.
Von 1966 bis 1971 verkauft Opel 1,25 Millionen Rekord C, allein vom Caravan fertigt Opel mehr als 250.000 Exemplare. Das üppige Platzangebot überzeugt auch immer mehr Familien, eine langsame Wandlung vom Lastesel zum Familienauto setzt ein.
Gutbürgerlichkeit in neuer Form: Der ab 1977 lieferbare Rekord E ist bereits vom Windkanal gerundet und von Vernunft geprägt. Sicher, sparsam und technisch auf der Höhe seiner Zeit.
Heute sehr exotisch und kaum zu finden: dreitürige Rekord E Caravan. Die meisten Caravan wurden im harten Handwerker-Alltag verschlissen.
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