AUTO BILD KLASSIK und das AutoMuseum Volkswagen suchen den Über-Klassiker von VW. Wählen sie Ihren Favoriten und gewinnen Sie einen Käfer 1300 von 1976. Hier kommen die Kandidaten.
Der Über-Klassiker von VW: Stimmen Sie ab
Eigenbau im Porsche-Stil (1945/1952) • Verschollener Porsche-Prototyp? Ein Coupé von Dannenhauer & Stauss? Nee. Kübel. Tatsächlich steckt ein Typ 82 Wehrmachts-Fahrgestell (Baujahr 1945!) unter dieser selbst gedengelten Hülle.
Blech auf Holzrahmen genagelt, im Heck ein 25-PS-Boxer: Schrulliger und charmanter lässt sich Kriegsgerät kaum verwerten. Toller Beitrag zu dieser Wahl!
Christian Grundmann, Mitglied im 1. Käferclub Wolfsburg, bringt dieses Unikat in den Wettbewerb ein. "Der Eigenbau aus DDR-Zeiten sticht heraus", so das Kalkül des VW-Sammlers.
1200 Cabriolet (1955) • Der weinrote Lack glänzt wie eine Speckschwarte, prall spannt sich das sauber vernähte Stoffverdeck über den frisch gepolsterten Innenraum.
Auch wenn dieses Karmann-Cabriolet nach empfindlicher Museumsware aussieht, es wird nicht geschont. Der restaurierte Käfer ist häufig sogar als Gespann inklusive Wohnwagen im Einsatz.
Ein Traum-Käfer – finden die Mitglieder der Brezelfenstervereinigung und bestimmten Jens Wöckeners Ovali-Cabrio zum Kandidaten. Das 1955er Modell wurde schon 1992 restauriert.
Karmann-Ghia Cabriolet (1963) • 1963 zählte ein Karmann-Ghia – zumal als Cabriolet – zu den Traumwagen. Daran konnten auch schmächtige 34 PS nichts ändern.
Heute gehört ein offener Typ 14 in diesem guten Zustand sowieso zu den Raritäten. Das zeigt auch der Marktwert: Unter 20.000 Euro ist ein so gutes Karmann-Ghia Cabrio nicht zu bekommen – Tendenz steigend.
Die Karmann Ghia IG Südheide hat reichlich feine Modelle im Bestand. Für die Wahl zum Super-VW durfte aber nur das perlweiße 1963er Cabriolet von Michael Schaperjahn an den Start.
1600 L (1968) • Nicht nur Käfer laufen und laufen und laufen. Der große Bruder Typ 3 galt in den 60ern ebenfalls als robuster Bursche. Diese patinierte Kurzschnauze wird passenderweise schwer gefordert, absolvierte 2010 eine Rallye nach Russland. Davon zeugen grobstollige Reifen und Tripmaster am Armaturenbrett.
Selten: die Wandlerautomatik im 1600.
Die Limousine stammt von Peter Gast aus dem Verein Typ 3 Liebhaber. Das Besondere an seinem 1600er: Der Wagen zeigt authentische Spuren eines bewegten Oldtimerlebens – steht ihm.
411 E Variant (1971) • Ist das ein Modellauto, der Typ 4 da auf dem Foto? Der 1971er Kombi sieht so verspielt und gleichzeitig authentisch aus, dass man ihn für eine 1:43-Version des 411ers halten könnte.
Wie zum Beweis der optischen Täuschung hat Besitzer Hilmar Walde ein Modellauto inklusive Vitrine auf dem Armaturenbrett platziert. Passt – zum echten Typ 4.
Hilmar Walde engagiert sich über die Website www.vw411-412.de für die großen VW. Sein aufwendig restaurierter Ex-Einsatzwagen aus Offenburg zählt zu den besten und seltensten Variant.
T2 A/B Feuerwehr (1972) • Rolfsbüttel muss ein beschauliches Dorf sein – in dem es bisher selten brannte. Denn viele Einsätze hat der Typ 2 der dortigen Feuerwehr nicht absolviert.
Tatsächlich ist der nur leicht überarbeitete T2a/b ein typischer Vertreter seiner Art. Er ist nur 30.000 Kilometer gelaufen, hat Erstlack (natürlich RAL 3000), kaum Blessuren. Ein echter Zeitzeuge.
Zur Wahl gestellt wird der noch mit originalem Zubehör bestückte Typ 2 von der IG T2 (www.bulli.org). Der 2. Vorsitzende Alexander Prinz: "Der Wagen ist höchst original und hat eine tolle Historie."
K 70 L (1972) • Auch wenn sich unter diesem kantigen Blech eine NSU-Entwicklung versteckt – der VW K 70 gehört unbedingt in unsere Wahl. Allein schon, weil er der erste wassergekühlte VW ist.
Dieser 1972er hat zudem, was viele VW durch die 70er begleitete: Lack in Leuchtorange, Häkeldecke auf der Rückbank und eine authentisch belegte Hutablage.
Besitzer Peter Rodenberg hat ein Auge für die Details, die einen K 70 zur Zeitmaschine machen. Stillleben hinterm Heckfenster und sogar Schlüsselanhänger stimmen. Das Auto auch – es ist fein restauriert.
Passat Variant (1974) • Mannomann, ist der zierlich! Wer heutige Passat ansieht, kann kaum glauben, dass der zarte, stelzbeinige Ur-Variant mit den aktuellen stämmigen TDI-Schiffen verwandt ist.
Stimmt aber natürlich. Und dieser atlasweiß lackierte Fünftürer hat sich erstaunlich gut gehalten. Grund: Der Nutz-Passat lief in 37 Jahren keine 34.000 Kilometer.
Der Variant LS von Michael Lallinger steht da wie komplett restauriert – ist er aber nicht. Der Wagen ist original und ungeschweißt, so ehrt er auch seinen Klub (www.passat-kartei.de).
Rabbit (1976) • Die Amis lieben Golf – aber nicht als Namen für ein kleines Auto. Deshalb hieß der VW in Amerika Rabbit. Steht auch entsprechend fett dran an diesem 1976er Viertürer.
Der seltene, reimportierte Typ eint klassische Golf-Merkmale mit typischem US-Anspruch. Dazu gehören: Katalysator, Positionsleuchten und "Gurtbringer" an den Vordertüren.
Der Rabbit – übersetzt: Kaninchen – von VW-Liebhaber Chris Wegelin ist nicht nur ein sehr gut erhaltenes Frühwerk aus Wolfsburg. Gleichzeitig ist er als US-Variante ein extrem rares Modell.
1303 Cabriolet (1976) • Leder-Sportlenkrad, dicke 175er-Puschen, Extra-Licht aus Cibié- und Hella-Strahlern – das ist so typisch 1303 Cabrio wie Curry auf der Wurst.
Den glänzenden Auftritt verdankt dieser Karmann in Nepalorange der ständigen Aufmerksamkeit von Besitzer Klaus Peter Weingärtner, der mit Hingabe alte VW-Cabrios pflegt.
Er stellte seinen 1303 in der Cabrio-Interessen-Gemeinschaft (www.cig-vw.de) zur Wahl – und die CIG stimmte dafür, den fröhlich-orangefarbenen VW nach Wolfsburg zu schicken.
Scirocco (1977) • Nein, hier sind weder Kotflügel noch hintere Radläufe gespachtelt – was sonst oft bei frühen Scirocco der Fall ist. Dieses aufwendig wiederhergestellte Sondermodell "Der Schwarz-Weiße" gehört zudem zu den ganz seltenen Exemplaren, vom alpinweißen Coupé mit lackierten Stoßstangen stürmen nur noch wenige Autos über die Straßen.
Der Chic setzt sich im Innenraum fort. Karositze wie fabrikneu.
Ein Scirocco I als Sondermodell, dazu in erstklassigem Zustand – diesen Wüstenwind halten Tim Schindel und Kollegen aus der Scirocco Original IG (ig53.de) für den interessantesten aller Typen.
Polo (1977) • Süüüß! Wirkt fast zerbrechlich – so ein winziger Polo. Das muss auch der Besitzer gedacht haben, denn dieses Exemplar wurde besonders liebevoll und behutsam aufgearbeitet.
40 PS, die beim Kaltstart per Hand-Choke zum Leben erweckt werden, mussten 1977 reichen. Es gab ja auch kaum Konkurrenz in dieser Klasse. Ein echter Exot!
Einen Polo liebevoll zu erhalten – das riecht nach hartem Enthusiasmus. Besitzer
Michael Dreisbach und Ehefrau Heike teilen ihre Liebe zum frühen Klein-VW, stellen hier den originalen Typ 86.
Santana CX (1984) • Ein Santana im Topzustand? Höchstens wenn er aus erster Omi-Hand stammt. Oder er wurde neu aufgebaut. Noch besser: beides. So wie hier. Der fast nackte CX mit Automatik vom "Santana-Zentrum Braunschweig" steht piekfein da.
Nach Unfall in den 80ern spendierte die damalige Besitzerin eine neue Rohkarosse. Effekt: bis jetzt null Rost.
Das "Santana-Zentrum Braunschweig" kümmert sich liebevoll um die raren VW. Hinter dem Zentrum stehen Klaus Meier und Tilman Grund – beide besitzen eine umfangreiche Sammlung.
Käfer 1600i (2003) • Golf-Schalter aktivieren Licht und Co, statt Reserverad-Luft versorgt eine Elektropumpe das Scheibenwaschsystem, ein Kat versperrt Kohlenmonoxid den Weg ins Freie – sonst ist der modernste aller Käfer aber ganz Käfer, ganz der Alte.
So passt die 50 PS starke Mexiko-Version trotz jungen Baujahrs 2003 (es handelt sich um einen der letzten in Mexiko gebauten Serien-Käfer) bestens in unsere Reihe.
Der VW Käfer-Club Última Edición (www.k-ue.de) mit seinem Präsidenten Walter Köhler stellt den silbernen 1600i zur Wahl. Weil dieser Mex wie neu ist – sieht man extrem selten.
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