BMW 507
Reiz ist Schönheit in Bewegung, sagt ein Sprichwort. So betrachtet, hat BMW mit dem 507 (gebaut von 1956 bis 1959) damals alles richtig gemacht. Ist er auch ein rassiger Sportwagen?
Bild: Sven Krieger
BMW 507
In den Paradedisziplinen Handling, Slalom, Spurwechsel und Rundenzeit kann der BMW 507 dem 20 Jahre älteren BMW  328 nicht das Wasser reichen – trotz vorderer Einzelradaufhängung und hinterer Banjo-Achse mit Panhardstab.
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BMW 507
Mit seiner ausladenden Alu-Karosserie und seiner komfortbetonten Abstimmung will er um die Slalom-Pylonen gezwungen werden und protestiert gegen diese Behandlung mit starker Seitenneigung. Zwar zeigt er erst spät eine Tendenz zum Übersteuern, doch gleicht sein Fahrverhalten auch in dieser Disziplin dem einer Limousine.
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BMW 507
Alle Details des Roadsters wirken betörend. Trotzdem konnte sich der 507 damals auf dem angepeilten Hauptmarkt USA nicht gegen den Mercedes 300 SL durchsetzen. Womöglich war er zu sexy – die prüden Amis sahen damals schließlich schon beim Anblick eines Edsel-Kühlers die guten Sitten bedroht.
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BMW 507
Der BMW 507 verwöhnt auf seinen beiden Sitzen mit dem Raumgefühl einer Limousine. Das liegt auch daran, dass sein Getriebe direkt mit dem Motor verblockt ist, womit im vorderen Fußraum deutlich mehr Platz zur Verfügung steht. Die Sitze bieten nur mäßigen Seitenhalt, sind aber bequem.
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BMW 507
Das Serien-Vierganggetriebe (auf Wunsch gab es ein Fünfgang-Sportgetriebe) lässt sich zwar butterweich schalten, allerdings sind die Schaltwege für BMW-Verhältnisse relativ lang. Da die Schaltbox vollsynchronisiert ist, kommen auch Laien auf Anhieb problemlos mit ihr zurecht.
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BMW 507
Sahnestück des Roadsters ist der 3,2-Liter-V8. Er beschleunigt noch im Vierten ruckfrei aus dem Drehzahlkeller und bietet einen Sound mit Gänsehaut-Potenzial. Auch deshalb kommt der 507 dem perfekten Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort sehr nah.
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BMW 507
Der von Albrecht Graf Goertz entworfene 507 ist ein Meilenstein des Autodesigns – und ein Sportwagen der milden Sorte, dem komfortables Cruisen mehr liegt als die Jagd nach Rekorden. Rund 220 Exemplare existieren noch. 507er werden, wenn überhaupt, zu astronomischen Preisen gehandelt.
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