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Cadillac Brougham: Dickschiff für Dandys

Cadillac Brougham
Es beeindruckt zutiefst, einen 23 Jahre alten Cadillac Brougham im fast makellosen Showroom-Zustand zu erleben. Während anderswo die sengende Sonne der Südstaaten das Armaturenplastik bis zum Zerfall geröstet hat, präsentiert sich der rote Salon in all seiner schwülstigen Pracht so jungfräulich wie einst beim Bandablauf in Arlington, Texas (nur bis 1988 wurde der Brougham in Detroit gebaut).
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Fürs Fahrverhalten gilt die alte Schiffbauregel "Länge läuft". Das Vinyldach stand einst mit 925 Dollar in der Aufpreisliste.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Eigentlich war die Zeit für den Brougham 1990 längst abgelaufen, doch für die alternden Stammkunden baute Cadillac ihn weiter. Heute ist es fünf vor zwölf für alle, die noch einen guten wollen.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Der Anfang vom Ende: Außen schwelgt der Brougham noch in alter Pracht. Unter der Haube bäckt 1990 aber auch Cadillac schon kleinere Brötchen.
Bild: Roman Raetzke
Dickschiff für Dandys
Letztes Leuchten: Der Brougham trägt dezent die Heckflosse zu Grabe.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Skurriles Zugeständnis der US-Zulassungsbürokratie: Diese Gurtführung ersparte Cadillac den Airbag-Einbau.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Innen dicker Teppich, falsches Holz und für die Sixtysomethings extragroße Digitalziffern im Mäusekino.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Im Gegensatz zum Wurzelholz im Cockpit sind die Lederpolster echt.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Auch das von Cadillac verbaute Radio verfügt schon über eine digitale Uhrzeitanzeige.
Bild: Roman Raetzke
Cadillac Brougham
Teurer Tand: Mit 445 Dollar kosteten Radkappen im Speichen-Look fast doppelt so viel wie das Upgrade zum 5,7-Liter-Motor.
Bild: Roman Raetzke
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Schalthebel fürs die elektrisch verstellbaren Sitze.
Bild: Roman Raetzke
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Amerika, du hast es besser: 34 Euro Jahressteuer kostete der Fünfliter-V8 daheim. Hierzulande gehen 771 Euro an den Fiskus, mehr als EU 1 ist nicht drin. Dafür schluckt der Hubraumriese mit 12,4 Litern vergleichsweise wenig.
Bild: Roman Raetzke
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Wer oft in Parkhäusern und Tiefgaragen unterwegs ist, sollte sich nach einem anderen Auto umsehen. 5,62 Meter Länge überfordern die Verkehrsarchitektur der Alten Welt. Neben einer großen Garage brauchen Brougham-Eigner aber auch Gemütsruhe: Ein Cadillac taugt nicht zum Kurvenkratzen oder Linksspur-Blasen. In Sachen Wirtschaftlichkeit dagegen zeigt der Ami sich europakompatibel.
Bild: Roman Raetzke
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1916: erster Cadillac Brougham, 5,1-Liter-V8, 77 PS, mit Holzrädern aber noch nah an der Kutsche.
Bild: Werk
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1957–1960: Der Eldorado Brougham (hier ein 57er) ist Amerikas ultimativer Straßenkreuzer.
Bild: Werk
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1980–1985: Vorgänger Fleetwood Brougham, nach Ölkrisen-Trauma auch als V6 und Diesel.
Bild: Werk
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1993–1996: Den Nachfolger (5,7 Liter, 260 PS) nennt die Caddy-Szene liebevoll "Whale Body".
Bild: Werk