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Citroën SM: Diva mit Schreckensimage

Citroën SM
Vor einigen Oldtimern verneigen sich Enthusiasten in Ehrfurcht, andere erstarren vor ihrer technischem Komplexität. Der Citroën SM bedient beide Gruppen, er ist ein Klassiker mit Katastrophen-Image. Er gilt als kapriziös gelten und fähig, dem Besitzerden letzten Euro aus dem Portemonnaie saugen. Form und Technik faszinieren, die Kosten machen Angst. Zu recht? 
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Die Frage lautet: Supersportwagen oder Sänfte? Majestät oder Malheur? Der Citroën SM lebt in einem Spannungsfeld. Mit seiner einzigartigen Verbindung aus aerodynamischer 2+2-Karosserie, Maserati-Motor und Hydropneumatik spielte Citroëns 1970 Luxus-Liner seine Widersacher an die Wand. Das Technik-Feuerwerk strahlte kurz und hell, erlosch aber schnell.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Obwohl der SM noch immer in der Preis- und Leistungsklasse von Porsche und Mercedes-Coupés spielt, ist er ein GT für Genießer und Ästheten geblieben, die nicht nach einem Alltags-Klassiker, sondern einem Gesamtkunstwerk suchen und es akzeptieren.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Hoch das Heck: Die Hydropneumatik, seit 1955 bei Citroën im Einsatz, sorgt für ein erlesenes Fahrverhalten und agiert völlig problemlos.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Mit dem fast 4,90 Meter langen SM in aerodynamischer Bestform (cW-Wert 0,32) befand sich der SM seinerzeit auf Augenhöhe mit den Besten der Welt.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Ovales Lenkrad und kommode Klubsessel waren Serie, der luxuriöse Lounge-Charakter des SM entsprach ganz der gehobenen Preisklasse.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Das Cockpit mit ovalen Uhren und viel glänzendem Chrom geriet dem Ruf der Marke entsprechend edel und futuristisch.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Es gibt viel am SM zu bewundern. Die mitlenkenden Scheinwerfer hinter breiter Glasfront, die sensible Servolenkung DIRAVI, extrem direkt ausgelegt und auch im Stand selbst zurückstellend. Typisch Citroën: Radio zwischen den Vordersitzen.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
Der schwer zugängliche V6 von Maserati litt an sorglosen Fahrern und schlecht geschulten Monteuren. Rau und rasselnd lief der Leichtmetallmotor, was zuerst am flach bauenden 90-Grad-Zylinderwinkel und dann meist an drei Steuerketten von minderer Qualität lag.
Bild: Marcus Gloger
Citroën SM
SM: Serie Maserati, Sa Majesté oder Sado Maso? Ein Kürzel, viele Deutungen. Das Image der Diva stammt noch aus der Frühzeit. Heute weiß man: Korrekt gewartet, ist der SM solider als sein Ruf. Heute ist der Preis für gute SM hoch, aber nicht überwältigend: Im Zustand 2 kostet der Citroën SM 42.800 Euro (Stand: Mai 2018)
Bild: Marcus Gloger
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Ob Vergaser oder Einspritzer ist dabei weniger preisrelevant als eine nachvollziehbare Wartung und belegbare Arbeiten am Auto, die vom Fachmann ausgeführt sein sollten. Frankreich ist ein Markt für den SM, es lohnt sich aber auch ein Blick nach Italien: Dort besteht die Chance, ein rostarmes Exemplar zu finden.
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Berühmter Urahn: Der Sechszylinder 15 CV, präsentiert 1938, überdauerte den Krieg und besetzte noch bis 1955 die automobile Oberklasse Frankreichs. Nach seinem Ende dauerte es genau 44 Jahre, bis sich Citroën wieder zu einem Sechszylinder entschloss.
Bild: Marcus Gloger
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Citroën DS: Die Pallas-Ausführungen der "Déesse" (1964 bis 1975) boten ein mit Servolenkung, Kurvenlicht (ab 1967) und vielen Annehmlichkleiten ein Maximum an Komfort und Luxus. Von der sänftenartigen hydropneumatischen Federung nicht zu reden.
Bild: Marcus Gloger
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In der GTi- oder "Prestige"-Version gab es das spätere Topmodell Citroën CX von 1983 bis 1986 mit 168 Turbo-PS. Sechszylinder-Motoren blieben dem CX zeitlebens versagt.
Bild: Marcus Gloger
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Nachfolger mit sechs Töpfen: Erst in der XM-Reihe stand von 1989 bis 1994 erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Sechszylinder (3.0 V6) zur Verfügung. Her kommen weitere Klassiker mit Zickenimage
Bild: Marcus Gloger