Das vergessene Autohaus: ein Oldtimer-Paradies in Dänemark

Ausverkauf im Oldtimer-Paradies Kolding in Dänemark: Eine märchenhafte Welt. Zwei Jahrzehnte blieben die Schätze von Jens Sørensen im Verborgenen. Jetzt werden sie verkauft.

Oldtimer-Paradies in Kolding Im Oldtimer-Paradies Kolding warten über 200 Autos auf neue Eigentümer.

Roter Autobianchi Bianchina Trasformabile Im Showroom der märchenhaften Fiat-Welt steht ein roter Autobianchi ...

Roter Autobianchi Bianchina Trasformabile ... Bianchina Trasformabile.

Außerdem: ein Fiat 600 in Mintgrün. Definitiv auch er ein historisches Schätzchen!

Hier wird das Herz warm, ...

... von einer Staubschicht bedeckt: Autos über Autos über Autos. Dass die hier alle noch stehen, liegt ...

... an Jens Sørensen. Der allein hatte es nicht geschafft, ...

... die vielen von ihm zwischen 1973 bis 1981 in Zahlung genommenen Autos weiterzuverkaufen.

1981 verlangte Fiat Dänemark von dem Autohändler, sich zwischen seiner Lkw- und seiner Pkw-Vertretung zu entscheiden.

Sørensen wählte die Lkw-Vertretung – und stellte auch diesen Pkw einfach nur weg.

Seit mindestens 1986 ist nicht nur dieser Wagen nicht mehr bewegt worden.

Das soll sich nun ändern.

Denn der Sohn von Sven Sørensen findet, dass die historischen Modelle an den Mann gehören.

Deshalb stehen sie nun zum Verkauf, der bislang allein durch Mundpropaganda läuft.

"Ein Freund von mir wohnt hier und hat mir von dem vergessenen Autohaus erzählt", sagt Jesper Hallund aus Aalborg.

Er bezahlte umgerechnet 2100 Euro für einen makellosen Lada 1500 von 1976.

Zwischen 250 Euro (Fiat 600 mit starkem Unfallschaden) und 6500 Euro (Lancia Beta 1800 mit 16.000 Kilometern) ruft Sørensen für die Fahrzeuge auf.

Das ist nicht sensationell wenig, aber auch nicht übertrieben viel.

Verhandeln lässt sich mit ihm sowieso – nur nicht ...

... über die schönsten Stücke wie die Bianchina oder den Fiat 600 aus dem Showroom.

Von jedem Modell möchte Kjeld ...

... das beste Exemplar behalten.

Nichts auf der Uhr: Die neuwertigen Fiat 127 haben einen maximal zweistelligen Kilometerstand.

Farbenfroh: Die zweite Serie (1977 bis 1981) des Fiat 127 gibt es in fast beliebiger Auswahl – ältere Modelle sind seltener.

Alles gut eingepackt: Bei den Neuwagen sind die Sitze durch Plastikfolien geschützt. Alle Papiere sind noch vorhanden.

Fremdfabrikat: Der Datsun Cherry mit 99.396 Kilometern und Erstzulassung 10/78 kostet 2000 Euro.

Ein schöner Rücken: Detailansicht eines Fiat 1400 Venezia mit betonten Heckleuchten und dicker Staubschicht.

Kellerkind: Der 1400 steht eine Etage unter dem Showroom des Autohauses. Eine Preisvorstellung hat Sørensen nicht.

Das Mäuschen als Lieferant: Der Fiat 500 C Lieferwagen soll um die 4000 Euro kosten. Innen fehlen allerdings die Sitze.

Hier herrscht Ordnung: Jens Sørensen hat in jedem Auto Zettel mit Inventarnummer und Erstzulassung aufgehängt.

Dienstwagen: Diesen Lancia Beta 1800 fuhr der Autohändler selbst. Er soll um die 6500 Euro bringen.

Im Keller stehen fünf Modelle der ehemaligen dänischen Motorradmarke Nimbus. Sie kosten jeweils 4000 Euro.

Ungleiches Paar: Der gut erhaltene Fiat 1300 links ist unverkäuflich, der R 4 von 1968 ist mit 2800 Euro veranschlagt.

Alte Autos als Neuwagen – das klingt wie ein Märchen, kann aber eine Horrorgeschichte werden. Waren die Fahrzeuge bisher noch nie zugelassen, bekommt man sie (außer mit Beziehungen oder viel Glück) nicht mehr angemeldet – schon wegen der Schadstoffvorschriften.

Einige Oldtimer-Besitzer können ihre Fahrzeuge aus diesem Grund nur per Hänger bewegen.

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